ructo…

Wieder erklärt so’n Deutscher den Moslems den Islam

Posted in Gesellschaft, Medien by Verfasser on 27. 8. 2016

Ich finde es, vorsichtig ausgedrückt, unangemessen, wenn ein in Deutschland geborener und mit dem Islam kaum je in Berührung gekommener Liedermacher einen Song textet, in dem er sich als ein Gott gibt, der sich von in seinem Namen begangenen Greueltaten distanziert.

Der Liedermacher heißt Bodo Wartke, der Song „Nicht in meinem Namen“ und der Gott ist offensichtlich Allah. Schon weil in diesem Jahrtausend bisher in keinem anderen Gottesnamen weltweit Greueltaten verübt wurden.

Ich bin nicht religiös. Aber ich empfinde es als ungehörig – Kunstfreiheit hin oder her – wenn so einer „als Gott“ spricht, sich also herausnimmt zu „wissen“, welche Ansicht dieser Gott vertreten würde. Und wenn es sich um den Gott eines fremden Kulturkreises handelt, dann ist das erst recht verfehlt.

Mag durchaus sein, daß der Islam eine friedfertige Religion ist und nur von einigen wenigen fatal mißverstanden. Aber wäre ich ein Moslem, würde ich mir nicht von einem in Deutschland geborenen, aufgewachsenen und dort lebenden Christen den Islam erklären lassen wollen. Wie sich umgekehrt auch kein Christ von einem im Iran lebenden Moslem erklären lassen wird, wie denn die Bibel zu verstehen sei.

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