ructo…

Sind diese Ärzte in Aleppo und Berlin tatsächlich so naiv?

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 29. 8. 2016

Mitte August haben sich 15 (der 35, warum die anderen nicht?) Ärzte aus dem von „Rebellen“ kontrollierten Teil der syrischen Stadt Aleppo mit einem Appell an US Präsident Obama gewandt. Sie beklagten, sie hätten „keine Bemühungen seitens der USA gesehen, die Belagerung [durch die Regierungstruppen; d Verf] aufzuheben“.

Was stellen sich diese Ärzte vor? Was soll Obama tun? Auf wessen Seite soll er nun direkt in die Kampfhandlungen eingreifen? Wenn die syrische Armee von den USA ausgeschaltet würde und damit die Stadt ganz an die „Rebellen“ fiele – glauben diese Ärzte wirklich, damit seien die Probleme gelöst, Tod und Leid vorüber? Glauben sie, unter den Söldnern des IS und der einerseits mit ihm verbundenen, sich anderseits gegenseitig bekämpfenden Gruppierungen käme der Frieden? Kann man nach all‘ den Jahren des Krieges tatsächlich noch so naiv sein? Oder hoffen sie, die USA würden eine Art Protektorat errichten? Haben sie nie vom Irak und von Libyen gehört?

Szenenwechsel, nach Deutschland. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ verzichtet – publikumswirksam und spendermotivierend – auf Gelder von der EU und wirft der eine „Abschottungspolitik“ vor. Da heißt es: „Wir sehen in unseren Projekten jeden Tag, welches Leid die aktuelle EU-Politik verursacht“.

Auch hier: Was stellt sich die Ärzte eigentlich vor? Der unaufhörliche Migrantenstrom ist Tatsache (und deren Traumziel Deutschland ebenfalls). Sollen wir – wie unsere liebe Angela vom freundlichen Gesicht – erklären, grundsätzlich jeden Ankommenden aufzunehmen, damit er nicht in einem türkischen Lager leben muß? Sollen wir sie alle abholen, aus den Lagern und dann folgerichtig auch aus ihrer Heimat, damit sie sich nicht den Gefahren der Reise aussetzen? Was eine solche Geste in den Herkunftsländern für Wanderungsbewegungen in Gang setzen würde, muß doch nicht extra beschrieben werden, das kann sich ein „Arzt ohne Grenzen“ leicht ausmalen. Und dann, wie bringen wir die herbeigeschafften Millionen hierzulande unter, verpflegen, behandeln und „integrieren“ sie?

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Eine Antwort

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  1. DIVISION DUISBURG said, on 29. 8. 2016 at 20:20

    Hat dies auf Manfred O. rebloggt.


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