ructo…

Die sieht man jetzt öfter

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 13. 9. 2016

Bekanntermaßen lebe ich im Großraum München. Und bekanntermaßen ist das noch nicht direkt ein Brennpunkt des „Der-Islam-gehört-zu-Deutschland“.

Allerdings fallen mir auf den Straßen und in den Geschäften sehr, sehr viel mehr Frauen unterschiedlicher Verhüllungsgrade auf als noch vor einem Jahr. Vollverhüllte mit Sehschlitz, andere mit immerhin Aussparung für Augen Nase Mund Kinn, vorwiegend aber Kopftuchträgerinnen jeglichen Alters (da sieht man’s ja), oft Mädchen noch, Teens und Twens. Die tragen dann seltsamerweise nur irgendwas Hüllendes bis Oberschenkel, darunter, jetzt im Sommer, eng anliegende Leggings, manchmal gemustert.

Ich frage mich: Sind das alles neu Hinzugewanderte? Waren die schon lange hier und verhüllen sich erst jetzt? Wenn ja, ist das freiwillig – so wie ich „Freiwilligkeit“ verstehe? Oder sehe ich Gespenster, fällt mir angesichts der aktuellen Debatten plötzlich auf, was längst Alltag war? (Zumindest da bin ich sicher: Nein.)

Ich glaube, die meisten leben tatsächlich bereits länger hier. Aber sie – beziehungsweise ihre Männer und Väter – haben ein neues islamisches Selbstbewußtsein entwickelt. Das ist Folge der, sagen wir es freundlich, „Willkommenskultur“ und des plötzlich erwachten ausgeprägten öffentlichen Verständnisses für den Islam, das umso engagierter ausfällt, je deutlicher der sich zeigt. (Diesen letzten Satz so zu schreiben, daß er absolut Kahane-tauglich ist, hat mich einiges an Überwindung gekostet.)

 

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