ructo…

Deutschland muß noch kräftig aufholen!

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 22. 11. 2016

„Laut einer Umfrage verfangen populistische Parolen in Deutschland deutlich seltener als in anderen Ländern Europas“ titelt die Welt und beruft sich auf eine Studie des britischen YouGov vom September diesen Jahres. Die Grundrichtung platzt damit schon aus dem Anreißer: „verfangen populistische Parolen“ – gleich drei negativ besetzte und negativ benutzte Begriffe direkt miteinander verbunden. Kaum verwundern kann daher, was wir denn darunter zu verstehen haben: „eine ablehnende Haltung zur EU, generelle Vorbehalte gegen Einwanderung in ihr Land, eine kritische Haltung gegenüber der gängigen Formulierung der Menschenrechte sowie eine Präferenz für eine robuste, auf nationale Interessen fokussierte Außenpolitik.“

Kurz: Was nicht im Einklang mit dem von den sogenannten „Eliten“ über Lautsprecher in Medien und Politik verordneten Mainstream steht, ist Populismus. Das heißt folgerichtig: Ein Andersdenkender ist stets dem Populismus verfallen. Übertragen auf unsere hochgelobte Demokratie: Jeder Wähler einer Oppositionspartei wurde von Populisten verführt. Erstens selbst und zweitens kritisch zu denken, daher drittens zu anderen Schlüssen zu kommen, das gibt’s gar nicht.

Die EU – in der gegenwärtigen Form – abzulehnen, halte ich für höchst vernünftig, ja für unausweichlich. Generelle Vorbehalte gegen die seit letztem Sommer praktizierte Form der Einwanderung in mein Land habe ich durchaus. Wenn die „gängige“ Formulierung der Menschenrechte jeden Zuwanderer zu einem Flüchtling erklärt oder verlangt, daß sich das gesellschaftliche Zusammenleben an den Forderung kleinster Minderheiten ausrichtet, ja, dann bewahre ich mir demgegenüber eine kritische Haltung. Und ich möchte selbstverständlich, daß mein Land im Ausland seine eigenen Interessen vertritt – das ist für mich das Wesen von Außenpolitik!

Wir sehen also, ich bin ganz schlimm den bösen Populisten aufgesessen. Wie eben auch:

  • 18% der Deutschen
  • 33% der Spanier
  • 35% der Schweden
  • 47% der Italiener
  • 48% der Briten
  • 49% der Dänen
  • 50% der Finnen
  • 55% der Niederländer
  • 63% der Franzosen
  • 78% der Polen
  • 82% der Rumänen.

(Und das nennt nur die, die es auch sagen.)

Das muß einem schon richtig Angst machen, daß ein Volk (lateinisch: populo) populistisch, also auch: an sich selbst denkt. Ich bin gespannt, wie die „Eliten“ dieses „Problem“ lösen werden.

 

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