ructo…

Wir zwingen niemanden

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 11. 4. 2017

Die EU hat die Balkanroute geschlossen und damit die Flüchtlinge gezwungen, den gefährlichen Weg über das Mittelmeer zu nehmen.

Solche Sätze hören wir oft, nicht nur, aber vor allem von „Menschenrechtsorganisationen“, „Flüchtlingswerken“ (natürlich) und von Gutmenschen, die man ja nicht mehr so nennen darf.

Das ist Quatsch. Niemand wird „gezwungen“. Denn niemand, sei er tatsächlich Flüchtling, Wirtschaftsmigrant oder gewöhnlicher Krimineller, muß in die EU gelangen. Wer aber wie oben argumentiert, tut so als ob ein jeder (oder wenigstens ein jeder, dem es schlechter geht als den meisten Deutschen oder Schweden) einen Anspruch darauf habe, nach Deutschland oder Schweden zu gelangen. Und daß wir deshalb sichere Reiserouten hierher bereitzustellen haben. Was in der logischen Weiterentwicklung übrigens bedeutet, diese Menschen schließlich abzuholen, nicht nur an irgendwelchen Sammelpunkten sondern sogar im jeweiligen Zuhause, und in die EU zu eskortieren.

Da zurzeit keiner der Krisenstaaten, aus denen die Menschen kommen, direkt an die EU grenzt, ist keiner von ihnen „gezwungen“, in die EU zu gelangen. Nicht über die Balkanroute und nicht über das Mittelmeer. Sie tun es und sie wollen es, weil sie sich ein Schlaraffenland versprechen, das sie in den direkt erreichbaren Ländern nicht erwarten. Das klingt wohl herzlos, aber es geht hier ja nur darum festzuhalten, daß nicht wir diese Menschen auf irgendeine Route „zwingen“.

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