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Kein Grund zum Jubeln

Posted in Forschung, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 7. 6. 2017

Der neuen Version des Elektroauto Opel Ampera wird allüberall Jubel zuteil. Opel hat’s – sagt man – geschafft: endlich ein alltagstaugliches E-Mobil mit über 300 km Reichweite. Definiert man so „Alltagstauglichkeit“? Das einzige Auto, das ich je mit etwa dieser Reichweite hatte, war ein benzingetriebener Peugeot J7, gebraucht, zum Wohnmobil ausgebaut. Kleiner Tank und großer Verbrauch, ich hatte immer zwei 20 Liter Kanister „Reserve“ dabei. Das ist bald dreißig Jahre her. Seither verstehe ich unter „Reichweite“ etwas anderes.

Mit dem Opel Ampera könnte ich ohne nachzuladen keinen meiner Verwandten besuchen, sie wohnen alle mindestens knapp außerhalb dessen „Reichweite“. Klar, wenn es dann bald genügend Ladestationen an Autobahnen gibt, braucht es mit einer halben Stunde nur dreimal so lange wie das Betanken eines Verbrenners, um weiterzukommen. Macht bei dieser Schnelladefunktion freilich nur 80% voll – das sind dann wieder deutlich unter 300 km. Die gibt’s nämlich nur bei einer Ladezeit von stattlichen 20 Stunden!

Interessant finde ich als Ingenieur aber etwas anderes. Der Akku des Ampera wiegt fast eine halbe Tonne und macht damit mehr als ein Viertel des Fahrzeuggesamtgewichts aus. Dieser Ballast muß immer mit herumgeschleppt und bewegt werden, egal ob voll oder leer. In der Größe vergleichbare Benziner wiegen – vollgetankt – eben dieses Akku-Gewicht weniger. Solange es noch keine federleichten Akku gibt (die Tankfüllung eines Benziners kommt da auf ein Zehntel), sind Elektroautos also schon deswegen konzeptionell dumm.

Dazu kommt, daß sie auch keinen Deut dazu beitragen, Merkel bei „ihrem CO2“ zu helfen. Der Ampera will nicht nur geladen werden, wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Deswegen verantwortet er effektiv 114 g CO2  je Kilometer und damit etwa genausoviel wie ein sparsamer Benziner derselben Größe (allerdings mit weniger PS).

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(alle technischen Daten und Verbrauchsangaben aus der ADAC Motorwelt und von mobile.de)

Nicht einhundertvierundneunzig. Einer. Vielleicht.

Posted in Forschung, Gesellschaft, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie, Wissenschaft by Verfasser on 12. 5. 2017

Es wird 194 verschiedene Wege geben, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Ich bin sicher, die USA werden ihren eigenen Weg finden, die Ziele und den Vertrag umzusetzen.

Damit zitiert die tagesschau bewundernd Federica Mogherini, wie sie US-Präsident Donald Trump vor „Alleingängen warnt“.

Es wird – diese Vorhersage wage ich! – allenfalls einen einzigen Weg geben, die „Pariser Klimaziele“ zu erreichen: Zufall. Sollte die Erderwärmung tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten unter einem Mittelwert von 2°C gegenüber der sogenannten vorindustriellen Zeit bleiben, dann hat das rein gar nichts mit irgendwelchen Maßnahmen der tapferen Weltenretter zu tun. Und nichts mit einem „Kampf“ gegen das böse CO2 (dazu ist genug gesagt in diesem Blog). Denn die gobale Durchschnittstemperatur ist nicht, ich wiederhole: nicht maßgeblich vom Menschen beeinflußbar. Dafür gibt es klare Evidenz, hingegen bis heute keinen, ich wiederhole: keinen wissenschaftlichen Nachweis* für das Gegenteil – auch wenn beharrlich der Anschein erweckt wird.

Und irgendwann, ob mit einer Menscheit auf der Erde oder ganz ohne sie, wird die Durchschnittstemperatur viele Grade höher sein, wie oft in der Geschichte der Erde, und dann wieder viele Grade niedriger, wie oft in der Geschichte der Erde. Das werden die Pariser Protagonisten natürlich nicht erleben. Aber sollte es dann noch Menschen geben, werden die über „Klimaschutzabkommen“ lachen – wie wir heute über die Vorstellung, die Ede sei eine Scheibe.

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* Umgekehrt belegen viele wissenschaftliche Studien, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre der Erderwärmung nachfolgt, sie also logisch nicht verursachen kann. Aber solche Forschungsarbeiten, wie diese hier der Universität Bonn, schaffen es nicht in’s Licht der Öffentlichkeit. Nicht weil sie unseriös wären. Sondern weil sie ein gigantisches Kartenhaus zum Einsturz brächten.

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Bären aufgebunden

Posted in Forschung, Medien, Verschaukelt by Verfasser on 30. 3. 2017

Der irre Diktator Donald Trump meuchelt den Klimaschutz, und die tagesschau (29.3.2017 20h15 14’55“) begleitet den Bericht über seinen Erlaß mit einem Video, in dem ein traurig blickender Eisbär auf einer winzigen Eisscholle treibt. Schluchz!

Daß sich die Zahl der Eisbären seit Mitte des letzten Jahrhunderts vervier- oder verfünffacht hat, wird hierzulande lieber nicht groß kommuniziert. Denn es paßt nicht in’s Narrativ vom bösen menschengemachten CO2 und den darob vom Ausstreben bedrohten putzigen Tierchen. Stattdessen machen diejenigen, die sich im Besitz der Wahrheit über den Klimawandel wissen, absurde Verrenkungen, diese einfache Beobachtung der massiven Vermehrung irgendwie zurechtzubiegen – oder hilfsweise zu leugnen, im Sinne von: man weiß ja gar nicht, wieviele es Eisbären 1950 gab, aber die von heute, da haben wir jeden einzeln gezählt! Ach, was müssen die Forscher vor 70 Jahren dumm gewesen sein…

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Daß es mich gibt, ist schon irgendwie blöd – sagt der Club of Rome

Posted in Forschung, Gesellschaft, Verschaukelt by Verfasser on 15. 9. 2016

In den späten Siebzigern, als ich jung war (und evangelische Jugendgruppen leitete) – ach, was bewunderte ich da den „Club of Rome“ und seine düsteren Prophezeihungen.

Heute muß man ihm die berühmten Londoner Pferdeäpfel vorhalten (1885 wurde vorausgesagt, London würde 100 Jahre später – also 1985 – wegen des zunehmenden Droschkenverkehrs von Pferdemist überdeckt sein). Schade, die „Forscher“ haben sich ziemlich blamiert, sind entzaubert. Das ficht sie aber nicht an. Heute wollen sie verbieten, geboren zu werden, faßt die Achse zusammen. Denn wer geboren wird, richtet unweigerlich Schaden an.

In eineinviertel Jahren achtmal Frankfurt – Teneriffa, na und?

Posted in Forschung, Gesellschaft, Medien, Wirtschaft by Verfasser on 27. 7. 2016

Jubel, Begeisterung, Tränen: Das Solarflugzeug „Si2“ ist am Ende seiner Weltumrundung in Abu Dhabi gelandet. Naja – Weltumrundung in 17 Einzelteilen. Die wackeren Abenteurer sind nämlich mitnichten nonstop die rund 43.000 Kilometer geflogen, wie man angesichts der Schlagzeilen meinen könnte. Sie sind seit ihrem Start vor über einem Jahr immer wieder gelandet und haben pausiert. So waren sie in 16 Monaten tatsächlich nur rund 23 Tage in der Luft. Da hätten sie – durchschnittlich – auch einmal alle sechs Wochen Frankfurt -Teneriffa und zurück fliegen können. Aber das klingt natürlich wesentlich weniger spektakulär.

Dennoch finden die Lobeshymnen kein Ende. Zitat NZZ (die Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg sind Schweizer):

Solar Impulse steht als Nachweis für die praktisch unbegrenzte Nutzbarkeit nachhaltiger Energie. Wer kann noch überzeugende Argumente gegen Solarstrom für den Betrieb von Haushaltgeräten vorbringen, wenn man mit Sonnenenergie sogar um die Welt fliegen kann? Natürlich werden solar angetriebene Flugzeuge – falls überhaupt jemals – noch lange keine Massenverkehrsmittel sein. Und natürlich ist das Projekt Solar Impulse mit seinem dreistelligen Millionenbudget alles andere als wirtschaftlich und schon gar nicht nachhaltig. Aber es ist die Botschaft, die hier zählt.

Ja, und was genau ist die Botschaft? Daß die Sonnenenergie quasi unerschöpflich ist wissen wir schon lange. Aber eben auch, daß sie nicht immer und überall zur Verfügung steht – so wie wir es gerne für unsere Energieerzeugung hätten. Wir wollen unsere Flugzeuge, Autos und Mikrowellen betreiben, wenn wir sie brauchen, nicht wenn gerade die Sonne scheint. Dazu müssen wir jedoch einen geradezu unanständigen Aufwand betreiben: Wir brauchen enorme Flächen für Solarpaneele, die unter Voraussetzungen gefertigt – und entsorgt! – werden, die niemand als „umweltfreundlich“ bezeichnen kann. Und wir brauchen vor allem die Akku’s, für die dasselbe gilt.

Apropos Akku: Die haben noch dazu einen prinzipiellen Nachteil, der die ganze Technologie an sich blamiert: Einen Akku – sein Volumen und sein beträchtliches Gewicht – muß man immer zusätzlich transportieren. Und dazu natürlich wieder Energie aufwenden – die man umgekehrt erst in diesem Akku speichern muß. Man mag sich den Zyklus einmal auf einem Stück Papier aufmalen, um seine Unsinnigkeit zu erkennen. (Bei einem Verbrennungsmotor transportiert man das – geringe – Gewicht des Treibstoffs nur anteilig; je mehr Wegstrecke zurückgelegt wird, desto weniger. Natürlich muß man wieder nachtanken, das muß aber das Solarflugzeug auch: es muß „in die Sonne“.)

Und so hat der gigantische Rummel um das Solarflugzeug im Grunde nur eines bewiesen: Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch sinnvoll. Wenn wir uns die Bilanz dieses Fluges kritisch vor Augen halten, müssen wir sogar fragen, ob das überhaupt als „technisch machbar“ durchgehen darf.

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(Nachtrag 30.7.2016: Siehe auch hier.)

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Knete für das Masturbationsmobil

Posted in Forschung, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 27. 4. 2016

Daß der Unsinn mit einer Förderprämie für den Kauf von Elektroautos kommt, war abzusehen. Eben weil es Unsinn ist. (Nur bei den – ehe seltenen – klugen politischen Maßnahmen hätten wir uns nicht sicher sein können, ob die tatsächlich kommen, wenigstens in wirksamer Ausprägung und nicht durch Lobbyinteressen zerstört.) Warum das Unsinn ist? Nicht erst von Dirk Maxeiner (hier auf der Achse) wurde das bereits dargelegt: Da kriegen welche, die es nicht brauchen, Geld von welchen, die es nicht haben für etwas, das nichts nützt.

Masturbationsmobil

Elektroautos sind als universell einsetzbare Personenwagen – jedenfalls mittelfristig – untauglich. Daher werden sie überwiegend von wohlhabender Klientel als Zweitwagen (oder Drittwagen) zur Masturbation gekauft: um sich ein gutes Gefühl zu verschaffen, nämlich die Welt zu retten. Die Prämie haben diese Leute nicht nötig, doch wird sie ihnen nun gerade von denen finanziert werden müssen, die sich das Elektroauto weder als einzigen noch als Zweitwagen leisten können. (Das Muster kennen wir: Wer sich die Solaranlage auf dem eigenen Hausdach ohnehin leisten kann, der bekommt sie von denen bezahlt, die kein Geld für ein eigenes Haus haben.)

Keine Auswirkungen auf CO2

Elektroautos tragen nicht oder nicht nenneswert zur Verringerung des CO2-Ausstoßes bei. Eine (sogar von Franz Alt auf seiner „Sonnenseite“ zitierten) Studie des Umwelt Prognose Instituts kommt zu dem Ergebnis „Mit Elektroautos können deshalb heute und in den nächsten Jahren keine CO2-Emissionen reduziert werden. Es ist sogar das Gegenteil der Fall: Elektroautos erhöhen die CO2-Emissionen. Sie führen zu einer Verkehrsverlagerung vom Öffentlichen Verkehr zum Auto, zu einer Zunahme der Autozahl und im Kontext der CO2-Gesetzgebung (Flottenemissionsgrenzwerte der EU) zu einer Kompensation der CO2-Grenzwertüberschreitungen von großen PKW.“
Die Fragen Klimawandel und CO2 seien hier gar nicht erst behandelt, das fand und findet in anderen Beiträgen statt.

Torpediert „Klimaziele“

Die sogenannte Energiewende sieht bis 2020 eine Verringerung des Stromverbrauchs um 10% vor (gegenüber Referenzjahr 2008). Schon jetzt ist dieses Ziel nach einer Studie von McKinsey kaum noch erreichbar. Allerdings: Elektroautos fahren mit – Strom. Mehr von denen auf die Straße zu bringen bedeutet mehr Stromverbrauch.

Keine Million

Selbst die Prämie wird nach einer Studie der Technischen Universität Braunschweig – deren Berechnung sogar noch von 5.000 EUR ausging – keinesfalls zur Merkel’schen Million (1 Mio Elektroautos in 2020) führen. Wobei die „Million“ an sich ohnehin keinen technischen oder wirtschaftlichen Bezug hat.

Das alles weiß die Bundesregierung wohl. Oder sollte es zumindest wissen. Aber sie hat sich ja lange schon dem Motto verschrieben: „Wenn alle Fachleute sagen, macht das nicht – dann machen wir das! Einfach weil wir’s können!“

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Mission Accomplished!

Posted in Forschung, Medien, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 19. 5. 2015

Ach ja, jetzt wird’s wieder Zeit für eine neue Runde: Der diesjährige „Klimagipfel“ wird vorbereitet. Und dazu gehört eben auch das Getrommel, daß alles sooo schlimm und sooo dramatisch ist. Daß der Klimawandel erst die Menschheit und dann die Erde bedroht. Und daß daran eigentlich nur dieses böse CO2 schuld ist, das unsere Autos und Kraftwerke in die Luft pusten. Und die Medien machen mit, schließlich bringen Katastrophenmeldungen Quote. Das neue Magazin „heute+“ (ZDF, 18.5.2015, 23h50) droht schon mal, bald gäbe es keinen Kaffee mehr, Äpfel und Birnen würden kaum bezahlbar und wir bekämen nur noch Rotwein. Wegen des Klimawandels, natürlich. Und darüber mögen wir doch mal nachdenken. Im B5 Radio hieß es: „Ob die Erderwärmung überhaupt noch auf zwei Grad begrenzt werden kann, erscheint fraglich“.

Nun, was das betrifft können wir eine Erfolgsmeldung machen: „Mission Accomplished!“ (nach George W. Bush). Denn: Seit fünfzehn Jahren gibt es keine Erderwärmung mehr! (Siehe zB hier Spiegel Online, der allerdings ganz en vogue von einer „Pause“ spricht, so als wüßte er schon irgendwoher, daß es bald weitergeht.) Übrigens, während im gleichen Zeitraum die bösen, bösen CO2-Emmissionen kräftig gestiegen sind? Na egal, unsere um ihre Reputation – zu recht! – besorgten Wissenschaftler werden schon wieder einen Grund (er)finden, weshalb das Anlaß zur Sorge ist. Wieso sind eigentlich diejenigen die „Verschwörungstheoretiker“ und „Klimaskeptiker“, die sich an Beobachtungen und bewiesene Fakten halten? Und nicht etwa jene, die nur Theorien konstruieren und sich eben wieder zurechtbiegen, sobald sie gar nicht mehr haltbar sind?

Ist Ihnen übrigens aufgefallen, daß Wissenschaftler, Politiker und Journalisten inzwischen meist nicht mehr eindringlich vor der „Erderwärmung“ warnen, sondern nun vor dem „Klimawandel“? Also, wer da immer noch nicht merkt, wie er verschaukelt wird…

Nein, wir behaupten nicht, es besser zu wissen. Aber warum legen diejenigen, die die Gleichung „Menschengemachtes CO2 = Klimawandel“ aufmachen, bis heute keine Beweise vor, sondern nur Theorien, die evidenten Fakten widersprechen? Das erinnert fatal an das „Franzosen-Paradoxon“.

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Nachtrag (19.5.2015), apropos „Erderwärmung“ vs „Klimawandel“: Unsere Kanzlerin spricht freilich tapfer weiterhin von der Erderwärmung. Was ficht sie auch die Faktenlage an. Obwohl Physikerin, gelingt es ihr ja schon immer, Realitäten hartnäckig zu ignorieren und in einem Elfenbeinturm zu leben.

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Gipfel der Ingenieurskunst?

Posted in Forschung, Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 3. 5. 2015

Da jubeln sie alle, die „es schon immer gewußt“ haben: Den „erneuerbaren“ Energien (Hinweis: physikalisch ein Ding der Unmöglichkeit) gehört die Zukunft, wir Deutschen haben es mit der „Energiewende“ richtig gemacht, die anderen folgen uns jetzt. Grund für den lustvollen Aufschrei ist eine Studie der französischen Agentur Ademe, wonach Frankreich „bis 2050 ohne Kernenergie auskommen [könnte], und das zu Kosten, die denen der Aufrechterhaltung der Stromerzeugung aus Atomenergie vergleichbar sind“ (zitiert nach Wirtschaft und Gesellschaft). Tschakka!

Frankreich verfügt demnach über ein Potential an grünen Energiequellen in dreifacher Höhe der erwarteten Stromnachfrage. Aber wir sehen da keinen Grund zum Jubel. Denn diese Menge steht ja nur zur Verfügung, wenn alle Quellen zugleich voll ausgeschöpft werden können. Gerade das ist eben bei den grünen Energien regelmäßig nicht der Fall. Wir hier in Deutschland machen es vor: An den – vielen – Tagen und Nächten im Jahr, an denen kein Wind weht, keine Sonne scheint, decken wir unseren Bedarf mit Kohlekraftwerken – und Zukäufen von Atomstrom anderer Länder an der Strombörse. Auch die französische Studie sieht nur rd 20% stabiler Energie (Wasserkraft, Geothermik, Biomasse). Woher kommt der Rest in kritischen Zeiten? Und umgekehrt, bereits jetzt muß Deutschland seinen Überschußstrom an sonnen- und windreichen Tagen an der Strombörse verschenken. Wie funktioniert das, wenn das alle machen?

Da beißt sich die Katze dann in den Schwanz bei der „Alle müssen unsere Energiewende nachmachen“-Euphorie. In kalten Winternächten etwa ist es nämlich überall in Europa dunkel und vielleicht windstill. Es gibt Großwetterlagen, die sich nicht nur auf Deutschland beschränken. Wenn nun alle mitmachen und ihre grundlastfähigen Kraftwerke abschaffen, wo kaufen wir dann den Strom gemäß unserem Bedarf zu? Erzählt uns nichts von Stromspeichern – zeigt sie uns mal! Erzählt uns nichts von den Solarkraftwerken in der Wüste – Desertec ist gescheitert!

Darüber hinaus zeigt die Studie auch den logischen Unsinn der grünen Energien. Wegen der Produktionsschwankungen müßte eine 55%ige Überkapazität an Anlagen errichtet werden. Das soll der Gipfel der Ingenieurskunst sein: Weil wir auf für den beabsichtigten Zweck grundsätzlich untaugliche Lösungen setzen, müssen wir davon sogar noch ein Übermaß einsetzen, um die strukturellen Defizite auszugleichen?

Wir reden deshalb nicht unbedingt der Atomkraft das Wort. (Obwohl auch hier interessante Ansätze immerhin die Endlagerfrage vielleicht einst hinfällig werden lassen.) Aber als Ingenieur sind wir der Ansicht, Forschung sollte eine technisch und wirtschaftlich geeignete Lösung für einen konkreten Bedarf suchen und sollte nicht verschlissen werden für ideologisch-romantischen Lifestyle.

Bestandsgarantie der Natur?

Posted in Forschung, Gesellschaft, Politik, Wissenschaft by Verfasser on 30. 11. 2014

Dieses ganze alarmistische Gedöns um den „Klimawandel“ hat die Grenze der Possierlichkeit lange hinter sich gelassen und ist inzwischen nur noch dumm. Jetzt kreischt zur Abwechslung nicht eine geltungssüchtige Randfigur wie dieser Mojib Latif  (auf den wir ganz bewußt nicht verlinken), sondern die Weltbank. Die Folgen des Klimawandels seien nicht mehr aufzuhalten.

Natürlich – und hier bitte den Wortsinn beachten! – nicht. Ebenso wie das ganz natürliche Phänomen eines normalen und über Jahrmillionen der Erdgeschichte beständig vorkommenden Klimawandels nicht von irgendwelchen Aktivitäten der unglücklichen Erdbewohner maßgeblich beeinflußt werden kann. Ebenso, wie der Mensch beispielsweise das unausweichliche Verlöschen der Sonne nicht aufhalten kann. Aber der Allmachtwahn des heutigen „homo sapiens“ geht offenbar so weit, daß er sich auch dazu imstande sieht.

Wir bedauern jene Insulaner der Südsee, deren Lebensräume wohl überspült werden. Ebenso die Familien, deren Häuser von Hurricanes zerlegt werden. Und so fort. Aber weshalb sollte die Natur eine Bestandsgarantie abgeben. Nur weil der Mensch sonst beleidigt ist, da sie sich nicht nach seinen Planungen richtet? Lächerlich!

Übrigens: Erst recht können wir nichts ausrichten, wenn wir trotzig auf’s falsche Pferd setzen. Wenn wir verbissen unseren – noch dazu überaus bescheidenen – CO2 Ausstoß bekämpfen, wo doch der nachweislich eben fast gar nichts mit dem Dilemma zu tun hat…

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