ructo…

Volker Beck weiß das nicht

Posted in Gesellschaft, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 28. 6. 2017

An sich wollte ich einen Beitrag über den Schwachsinn „Ehe für alle“ schreiben, wie sie jetzt kommt. Kommt, weil die, die das fordern, nämlich SPD, Grüne und Linke, zusammen 320 Sitze im Bundestag haben, die Union „nur“ 309. Ich wollte darlegen, daß Ehe nun einmal die Verbindung von Mann und Frau ist, wie – na, wie Wurst ein Produkt aus Fleisch (weshalb es eben keine vegetarische Wurst geben kann). Ich wollte über die Gefahren für die Psyche eines Kindes schreiben, das nun von solchen Paaren adoptiert und großgezogen werden darf. Und auf die noch kaum thematisierten mittelfristigen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft hinweisen. Ich wollte kritisieren, daß da ganz ohne Not ein Gesetz für 2% der Bevölkerung gemacht wird, mit dessen Folgen 98% leben müssen.

Ich lasse es. Es hat keinen Sinn. Es ist niemand mehr da, der sich dem ganzen Irrsinn entgegenstellt. Jeder weiß, daß es falsch ist (gut, Volker Beck weiß das nicht) und dennoch macht jeder mit.

Und bitte: Keinesfalls nur hier.

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Sorry, aber der Özdemir widert an

Posted in Politik by Verfasser on 17. 6. 2017

Cem Özdemir „würdigt“ Helmut Kohl – hier bei Youtube zu sehen. Was auch immer Kohl für Deutschland zu verantworten hat, diese verlogene Schmonzette hat er nicht verdient. Warum Özmedir übrigens bei einem Nachruf – trotz Mikrophon – schreien muß? Und zu jedem einzelnen Wort seine Hand wie ein Fallbeil herniedersausen läßt?

Genau so verdient

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 14. 6. 2017

Es ist unbegreiflich genug, daß der fälschlich sogenannte Justizminister Heiko Maas ein Gesetz erarbeiten ließ, das offensichtlich gegen geltendes Europarecht verstößt und die Meinungsfreiheit verletzt. Das sage nicht ich, sondern der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages in zwei Gutachten* sowie der Sonderbeauftragte der UN für die Meinungsfreiheit**. Schließlich hat nicht nur Maas selbst Rechtswissenschaften studiert, sondern auch diejenigen, die in seinem Auftrag diesen Gesetzentwurf erarbeiteten. Das bedeutet, sie alle wissen, daß sie gesetzeswidrig handeln. Im Justizministerium. Wie soll man das einem Bürger dieser Republik erklären?

Gar nicht. Denn es ist sowohl Maas als auch der ihn theoretisch beaufsichtigenden Kanzlerine – als auch dem Bürger egal. Und so wird das den gewohnten Weg gehen: Das Gesetz wird vor der Sommerpause – und vor der Bundestagswahl – durchgepeitscht, Bundestag und Bundesrat stimmen mehrheitlich zu, obwohl da fast jeder weiß, daß der Entwurf gegen geltendes Recht verstößt. Nach der Wahl klagt dann irgendwer, irgendwann landet es vor’m Bundesverfassungsgericht und das spricht eines der sattsam bekannten Voßkuhle’schen „Ja aber“-Urteile. Es wird ein bißchen herumgefeilt (statt 50 Mio Euro Strafandrohung nur 25 Mio?), aber im wesentlichen bleibt’s. Die EU und die UN halten sich bedeckt – es geht ja schließlich um Deutschland, nicht um Ungarn oder Polen.

Und der Bürger gewöhnt sich schnell an, was er posten darf und was nicht. Katzenvideos und Photos vom eigenen Essen (aber bitte kein Fleisch!) sind OK, ansonsten eben, was die tagesschau gemeldet hat.

Ja, werte Mitbürger – dann habt Ihr das auch genau so verdient.

__________
* Gutachten vom 29.05.2017: PE 6 – 3000 – 32/17, „Der Entwurf des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes – Vereinbarkeit mit dem Herkunftslandprinzip“ sowie Gutachten vom 12.06.2017: WD 10 – 3000 – 037/17, „Entwurf eines Netzwerkdurchsetzungsgesetzes – Vereinbarkeit mit der Meinungsfreiheit“

** http://www.ohchr.org/Documents/Issues/Opinion/Legislation/OL-DEU-1-2017.pdf

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Frieden im Land!

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 13. 6. 2017

Im ORF wird berichtet, daß die ägyptische Regierung immer mehr mißliebige Internet-Portale sperrt. Die sollten mal bei unserem Justizminister hospitieren, der stellt das eleganter an. Der sperrt nicht, der läßt die Betreiber störende Beiträge einfach zügig entfernen – sonst gibt’s was hinter die Löffel (50 Millionen Euro Strafe nämlich)!

Das Ergebnis ist dasselbe, „Es herrscht wieder Frieden im Land!„, aber die Bundesregierung hat sich die Hände nicht schmutzig gemacht.

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Empörend: Syrischer Flüchtling kennt Assad!

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 13. 6. 2017

Ja, es ist wieder soweit. Neben der Gesinnungsdiktatur und der Zensur holen wir das nächste Instrument totalitärer Staaten hervor, die Sippenhaft. (Tief graben mußten wir nicht, nicht einmal zwei Generationen zurück.)

Eine entfernte Verwandte des syrischen Präsidenten – eifrige Medienkonsumenten wissen: Machthaber, Diktator, blutrünstiger Schlächter, Massenmörder – hat in Deutschland einen Asylantrag gestellt. Für die Welt eine Skandalschlagzeile „Assad-Verwandte lebt in Flüchtlingsunterkunft in NRW“. Und weiter: „Der Landrat des Kreises zeigte sich gegenüber der Zeitung empört darüber, daß die Behörden vorher nicht über den familiären Hintergrund aufgeklärt worden waren.“

Die Frau ist, berichtet die Welt, die Witwe eines Cousins von Präsident Assad. Angeheiratet also, noch weiter entfernt kann eine Verwandschaft kaum sein. Doch selbst wenn es seine Schwester wäre – belegt das folglich ihre Schuld an dem, was wir – mit dem Nahen Osten überaus vertrauten! – Deutschen Assad selbst vorwerfen? Ist der Landrat demnächst auch empört, wenn er einen sogenannten Flüchtling aus Syrien zugewiesen bekommt, der Assad schon einmal persönlich gesehen hat?

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Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 8. 6. 2017

Dreihunderteinundfünfzig Haftbefehle gegen Islamisten sind derzeit nicht vollstreckt. Allerdings „werden nur einem kleinen Teil der Gesuchten Taten mit einem terroristischen Hintergrund vorgeworfen“, meldet die tagesschau (ab 7’40“).

Ja toll! Da können wir nun also beruhigt sein. Sind doch nur so ein paar, die sich zum Selbstmordattentäter qualifiziert haben, da muß man sich nicht wirklich Sorgen machen. Die meisten sind eh‘ bloß Vergewaltiger, Räuber, Schläger und Drogendealer.

Für diejenigen, die angesichts dieser Nachricht nicht erbost vom Fernsehsessel aufspringen: „Haftbefehl“ bedeutet, diese Menschen sind rechtskräftig verurteilt. Ein Gericht hat – selten genug bei dieser Tätergruppe! – ihre Schuld festgestellt. Und es sind nicht irgendwelche „Nafris“, es sind konkret Islamisten, also erwiesenermaßen fanatische, radikalisierte Moslems.

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Das ist ganz einfach: Comey sagt die Wahrheit und Trump lügt

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 8. 6. 2017

Vor einem Untersuchungsausschuß des US Senats belastet der von Donald Trump gekündigte ehemalige FBI Chef Comey den Präsidenten schwer.

So what, in jeder anderen Konstellation würde man sagen: Klar, der will sich doch jetzt nur rächen. Doch nicht so, wenn es um Trump geht, den Gottseibeiuns. Da kriegt jedes Wort des gedemütigten Comey das Gewicht der zehn Gebote! Und die Opposition in den USA sowie die für die Befreiung Amerikas und nebenbei der restlichen Welt zuständigen bundesdeutschen Medien saugen jeden Buchstaben gierig auf.

Protokolle habe er von den Geprächen mit Trump angefertigt. Also: Comey legt heute Texte vor, in denen er angibt, was Trump gesagt habe. Welche Beweiskraft sollen solche Aufzeichnungen haben? Ich könnte nach einem Telephonat mit meinem Finanzbeamten ein Protokoll aufsetzen, wonach der mir eine Steuererstattung in Höhe von zwanzigtausend Euro zugesagt habe.

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Kein Grund zum Jubeln

Posted in Forschung, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 7. 6. 2017

Der neuen Version des Elektroauto Opel Ampera wird allüberall Jubel zuteil. Opel hat’s – sagt man – geschafft: endlich ein alltagstaugliches E-Mobil mit über 300 km Reichweite. Definiert man so „Alltagstauglichkeit“? Das einzige Auto, das ich je mit etwa dieser Reichweite hatte, war ein benzingetriebener Peugeot J7, gebraucht, zum Wohnmobil ausgebaut. Kleiner Tank und großer Verbrauch, ich hatte immer zwei 20 Liter Kanister „Reserve“ dabei. Das ist bald dreißig Jahre her. Seither verstehe ich unter „Reichweite“ etwas anderes.

Mit dem Opel Ampera könnte ich ohne nachzuladen keinen meiner Verwandten besuchen, sie wohnen alle mindestens knapp außerhalb dessen „Reichweite“. Klar, wenn es dann bald genügend Ladestationen an Autobahnen gibt, braucht es mit einer halben Stunde nur dreimal so lange wie das Betanken eines Verbrenners, um weiterzukommen. Macht bei dieser Schnelladefunktion freilich nur 80% voll – das sind dann wieder deutlich unter 300 km. Die gibt’s nämlich nur bei einer Ladezeit von stattlichen 20 Stunden!

Interessant finde ich als Ingenieur aber etwas anderes. Der Akku des Ampera wiegt fast eine halbe Tonne und macht damit mehr als ein Viertel des Fahrzeuggesamtgewichts aus. Dieser Ballast muß immer mit herumgeschleppt und bewegt werden, egal ob voll oder leer. In der Größe vergleichbare Benziner wiegen – vollgetankt – eben dieses Akku-Gewicht weniger. Solange es noch keine federleichten Akku gibt (die Tankfüllung eines Benziners kommt da auf ein Zehntel), sind Elektroautos also schon deswegen konzeptionell dumm.

Dazu kommt, daß sie auch keinen Deut dazu beitragen, Merkel bei „ihrem CO2“ zu helfen. Der Ampera will nicht nur geladen werden, wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Deswegen verantwortet er effektiv 114 g CO2  je Kilometer und damit etwa genausoviel wie ein sparsamer Benziner derselben Größe (allerdings mit weniger PS).

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(alle technischen Daten und Verbrauchsangaben aus der ADAC Motorwelt und von mobile.de)

Merkel’s Arm nach Ungarn

Posted in Politik by Verfasser on 6. 6. 2017

Ich habe mich dieser Tage mit einem Ungarn unterhalten. Zwar spreche ich kein Ungarisch, er aber gut Deutsch – er kommt durch seinen Job viel herum in der Welt. Es war ihm, was mich überraschte, ein spürbares Bedürfnis zu erfahren, ob ich als Deutscher wirklich der Ansicht sei, sein Staatspräsident Orban sei der Schurke, als der er in den deutschen Medien hingestellt wird. Der europäisches Recht bricht anstatt sichert, weil er Migranten zurückweist.

Soweit reicht Merkel’s Arm also schon, daß er die Bürger souveräner Staaten in der Europäischen Union verunsichert!

Nein, konnte ich dem Ungarn versichern. Wenn Orban seine Grenzen gegen Migranten aus sicheren Drittstaaten verschließt, dann vollzieht er geltendes europäisches Recht und bricht es nicht etwa. Nicht Orban begeht da die Rechtsverletzung, sondern Merkel.

Doch so eindeutig das ist – in Brüssel wird das eben anders gesehen. Korrigiere: Gesehen nicht, aber gesagt. Anstatt Merkel auszugrenzen, verunglimpft man Orban. Ein schäbiges Schauspiel.

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Er ist weg! Wer ist weg? Der Schmerz ist weg!

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 6. 6. 2017

Eine Woche Urlaub. Außer Landes und kein Internet, keine Zeitung, kein Radio. Stattdessen einfache, harte Arbeit. Das ist wie Aspirin: Der Schmerz ist weg! Die ohnmächtige Wut auf die Politik und die Medien – weg! Und so schnell: Vom ersten Tag an.

Zurück zuhaus, wieder die Nachrichten: An sich immer dasselbe. Die Details variieren, aber das Grundmuster bleibt. Wieso habe ich das vorher nicht so gesehen? Jetzt ist der Scheidepunkt: Wieder aufregen, wieder wütend sein? Oder… mein Blick geht nach rechts, neben das Notebook. Was da ist? Dazu später.

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Mal wieder der Ausweis

Posted in Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie by Verfasser on 25. 5. 2017

Du liebe Güte, das gibt’s doch nicht! Hat der IS den islamistischen Selbstmordattentätern bei Todesstrafe (Witz) vorgeschrieben, auf jeden Fall sicherzustellen, daß am Tatort ihr Ausweis – oder wenigstens ein vergleichbares Identitätsdokument – gefunden wird?

Jetzt haben sie in Manchester auch wieder den Ausweis des Terroristen entdeckt. Er sprengt sich, wie es so beharrlich wie unsinnig heißt, „in die Luft“, der eigene Körper zerfetzt wie die der 22 Opfer. Aber der Ausweis, der widersteht der Explosion. Wie an 9/11, wo Ermittler im kaum überschaubaren Trümmerfeld und Ascheregen die lediglich ein wenig angesengten Ausweise der Attentäter fanden.

Wenn verhindert werden soll, daß sich Leute finstere Verschwörungstheorien zurechtlegen, dann wäre es angebracht damit anzufangen, nicht an jedem Anschlagsort mit beeindruckender Regelmäßigkeit die Ausweise der Attentäter zu „finden“.

Timothy Garton Ash: Historiker oder Satiriker?

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 25. 5. 2017

Es ist erschreckend zu sehen, wie naiv selbst honorige Wissenschaftler sein können. Der 61jährige britische Historiker Timothy Garton Ash erhält den Aachener Karlspreis „Für die Einheit Europas“. In seiner Dankesrede spricht er auch deutsch: „Ich persönlich finde es unglaublich bewegend, dass sich heute Flüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland sehnen, als wäre es das Gelobte Land“.

„Bewegend“ ist das? Kann gerade ein Historiker tatsächlich so blind gegenüber der bereits evidenten Gefahr für die Gesellschaft und der gar nicht mehr zu bewältigenden Last für den Sozialstaat sein?

Ja, kann er. Vorausgesetzt, daß das nicht nur höflich war – immerhin ist er Brite. Denn Ash weiter: „Es ist doch wunderbar, daß Deutschland heute wie eine Insel der Stabilität, der Besonnenheit und der Liberalität aus einem Ozean des nationalistischen Populismus herausragt“. Das ist entweder unvorstellbar naiv – oder aber dermaßen dick zuckersüß aufgetragene Höflichkeit, daß es schon wieder an Beleidigung heranreicht. Dann allerdings: Bravo, Ash! Der Schulz und der Steinmeier klatschen begeistert Beifall. Und merken gar nicht, daß Du sie gehörig verar… hast.

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Das muß man gar nicht kommentieren

Posted in Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 24. 5. 2017

Im Islam würden viele menschliche Werte sehr stark verwirklicht. Als Beispiele nannte er Gastfreundschaft und Toleranz.

So zitiert der Deutschlandfunk den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, eineinhalb Jahre nach Preisgabe unseres Staatsgebietes. Ihm zufolge steht also der Islam beispielgebend für ‚Toleranz‘.

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Das ist gar kein Ausstieg

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 22. 5. 2017

Klar, in Deutschland ist überall triumphierend zu lesen, die Schweizer hätten „für den Atomausstieg“ gestimmt. Endlich hat sich weltweit doch noch ein Land (0,11% der Weltbevölkerung) gefunden, das sich dem Vorbild Deutschland anschließt und die Erde zu einem besseren Ort macht. Sehet, andere werden folgen!

Nur, das ist eine klassische „fake news“, die da alle unsere Medien stolz verbreiten. Denn es gibt keinen „Ausstieg“: Die fünf Atomkraftwerke sollen ohne einen fixierten Abschaltetermin so lange laufen, wie sie von den Behörden als sicher eingestuft werden. Man hat lediglich festgelegt, keine neuen Kernkraftwerke mehr bauen zu wollen.

Nebenbei erwähnt: Otto Schily, der ehemalige Grüne, hat die Schweizer vor der Abstimmung noch vor den „ökologischen und sozialen Folgen des Energiegesetzes“ gewarnt. Nun, manche lernen aus den Schmerzen anderer, manche nur aus den eigenen…

Auf Incirlik können Flugzeuge landen

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie by Verfasser on 19. 5. 2017

Die Türkei verbietet (wieder einmal) Deutschen Bundestagsabgeordneten den Besuch der Deutschen NATO Truppen auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik. Und die Bundesregierung gibt sich empört, spricht (wieder einmal) von „nicht akzeptabel“ – offensichtlich die diplomatische Floskel für gerade das Gegenteil.

Da macht Tomas Spahn in einem Artikel bei Tichy’s Einblick auf etwas aufmerksam, was ich bisher nirgendwo sonst, weder bei unseren tapferen Leitmedien noch bei den empörten Politikern vernommen habe: Der Besuch der Abgeordneten wäre überaus einfach – sie müßten nur dorthin fliegen.

Incirlik ist ein Luftwaffenstützpunkt, schon vergessen? Er hat eine 3km lange und 45m breite Landebahn, da könnte problemlos ein Airbus A319 oder eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr landen. Auch NATO Flugzeuge kämen inbetracht, es handelt sich ja um einen NATO Stützpunkt. Wenn sich also die besuchswilligen Bundestagsabgeordneten mit einer solchen Maschine auf den Weg dorthin begeben würden – was sollte Erdogan dagegen unternehmen? Sie abschießen?

Spahn stellt daher zurecht die Frage: Warum fliegen die dann nicht? Warum gibt sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland empört, aber hilflos – obwohl sie es gar nicht ist? Und ich frage hinterher: Warum lese ich bei unseren stolzen „Leitmedien“ nirgends etwas darüber?

Wozu sollte das gut sein?

Posted in Medien, Politik, Verschwörungstheorie by Verfasser on 19. 5. 2017

Die Nachdenkseiten bringen die Übersetzung eines sehr, sehr langen Artikels im britischen Guardian. Dessen Autorin Carolyn Cadwalladr stellt das Ergebnis ihrer Recherchen dar, und das taugt durchaus als Verschwörungstheorie. Kurz: Der Brexit sei das Produkt einer Manipulation der Massen durch den US Milliardär Robert Mercer.

Diese Manipulation soll durch Microtargeting erfolgt sein, also durch paßgenau auf bestimmte Zielgruppen abgestimmten Beschuß mit Botschaften vorwiegend in sozialen Medien, und da insbesondere bei Facebook.

Aha. Es ist noch nicht lange her, da erklärte man uns, die „alten weißen Männer“ hätten die Jugend Großbritanniens um ihre Zukunft betrogen, indem gerade sie für den Brexit stimmten. Die aufgeklärte, urbane Jugend hätte Remain gewählt und Leave nur der dumpfe Pöbel vom Land. Die „alten weißen Männer“ sind aber gerade nicht das typische Facebook-Klientel. Und hätte wirklich jemand den Aufwand treiben müssen, gerade sie vom Brexit zu überzeugen?

Weiters mutmaßt die Autorin, das ganze sei erfolgt, um Großbritannien im Einfluß der USA zu halten. Aber bestand da wirklich eine Gefahr? Schon vergessen wie spontan beispielsweise Tony Blair in den (völkerrechtswidrigen) Krieg gegen den Irak folgte? Und übersehen, daß England nie so richtig in der EU angekommen war, siehe etwa den Euro? Wäre es darüber hinaus aus Sicht der Vereinigten Staaten strategisch nicht klüger gewesen, UK als ein „U-Boot“ in der EU zu belassen?

Ich interessere mich für Verschwörungstheorien, weil allzuoft die Mächtigen diejenigen damit diffamieren, die ihnen auf die Schliche gekommen sind. Aber bei Carolyn Cadwalladr vermisse ich die Plausibilität.

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Die eine Meinungsfreiheit

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 18. 5. 2017

Artikel 5 Absatz 1, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten [1] und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten [2]. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet [3]. Eine Zensur findet nicht statt [4].

Anmerkungen:

[1] Er muß freilich, sofern diese Meinung nicht DIE EINE MEINUNG ist, die sich daraus ergebenden Konsequenzen tragen.
[2] Unbenommen bleibt, gegebenenfalls die allgemeine Zugänglichkeit der Quellen einzuschränken.
[3] Indem alle, aus freien Stücken, ohnehin DIE EINE MEINUNG verbreiten.
[4] Dies findet sich nicht ohne Grund am Ende des Absatzes: Es gilt also nur unter den in den vorangestellten Sätzen sowie zugehörigen Anmerkungen beschriebenen Voraussetzungen.

Ruckzuck

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 18. 5. 2017

Ich habe, absolut zurecht, einen Strafzettel bekommen, für zu schnelles Fahren. Auf einer Straße, die seit gut zwanzig Jahren Tempo 60 war, nun aber zu Tempo 50 umgewidmet wurde. Ich habe die neuen Schilder tatsächlich nicht bemerkt und bin aus Gewohnheit mit – laut Messung – 61 km/h unterwegs gewesen. Die Stadt hat sicher nur gedacht: Damit alle merken, daß sich da etwas geändert hat, bleibt uns wohl nichts anderes übrig, als – gut verborgen – eine Radaranlage aufzustellen.

Ich will mich nicht herausreden. Die Schilder standen da, es ist meine Pflicht, darauf zu achten. Und wenn ich zu schnell bin und „geblitzt“ werde, muß ich eben zahlen.

Aber es bleibt ein bitterer Geschmack. Bei soetwas funktioniert der Apparat ganz prima. Neue Schilder, Radaranlage, ruckzuck ein paar Tage später der Bescheid über ein „Verwarnungsgeld“. Auf der anderen Seite werden alljährlich Milliarden von Steuergeldern durch Schlamperei, Faulheit und Unfähigkeit verschleudert (ich verzichte auf die Aufzählung und verweise auf die Berichte des Bundesrechnungshofes – was für den Bund gilt, findet sich genauso in Ländern und Kommunen). Und derweil stehen Polizisten mit Laserpistolen am Straßenrand, aber für den Schutz gegen Wohnungseinbrüche wird uns Eigenvorsorge empfohlen und in U-Bahnhöfen werden Menschen zu Krüppeln geschlagen.

Da, finde ich, sind die Verhältnisse verschoben. Ich erwarte keineswegs, daß man jetzt beim Tempo-„Sünder“ ein Auge zudrückt. Aber der hier so gut geölte Verwaltungsapparat sollte sich mit der gleichen Effizienz mit dem beschäftigen, was sonst noch – und vielleicht gar: vor allem – zu seinen Pflichten (sic!) dem Bürger gegenüber gehört.

Was helfen Informationen, wenn man sie nicht verwenden darf?

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 17. 5. 2017

Es gibt sie noch, die Deutsch-Amerikanische Freundschaft. Und deshalb fühlen sich alle Deutschen eins mit allen Amerikanern, weil die doch den Trump weghaben wollen. Also – alle, außer fast der Hälfte (durchschnittliche Zustimmung rund 45%, siehe etwa hier). Egal, Trump muß weg. Sagen die Deutschen.

Trump kann machen was er will, es wird in den USA womöglich, in Deutschland aber ganz sicher tagelang Wellen der Empörung schlagen. Außer wenn er völkerrechtswidrig Syrien bomardiert, das ist dann schon in Ordnung, das muß man anerkennen.

Prima, daß er jetzt seinem Verbündeten im Kampf gegen den IS, nämlich Rußland, Geheimdienstinformationen zum Kampf gegen den IS gegeben hat. Das nehmen die Medien sogleich als Grund zur hysterischen Schnappatmung. Nur – Geheimnisverrat? Wenn die Präsidenten der USA und Rußlands im engsten Kreis gemeinsame Strategien gegen den islamistischen Terror entwickeln, ist das Geheimnisverrat? Sind nicht eher die meterhohen Schlagzeilen der Medien der Geheimnisverrat?

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Nicht einhundertvierundneunzig. Einer. Vielleicht.

Posted in Forschung, Gesellschaft, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie, Wissenschaft by Verfasser on 12. 5. 2017

Es wird 194 verschiedene Wege geben, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Ich bin sicher, die USA werden ihren eigenen Weg finden, die Ziele und den Vertrag umzusetzen.

Damit zitiert die tagesschau bewundernd Federica Mogherini, wie sie US-Präsident Donald Trump vor „Alleingängen warnt“.

Es wird – diese Vorhersage wage ich! – allenfalls einen einzigen Weg geben, die „Pariser Klimaziele“ zu erreichen: Zufall. Sollte die Erderwärmung tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten unter einem Mittelwert von 2°C gegenüber der sogenannten vorindustriellen Zeit bleiben, dann hat das rein gar nichts mit irgendwelchen Maßnahmen der tapferen Weltenretter zu tun. Und nichts mit einem „Kampf“ gegen das böse CO2 (dazu ist genug gesagt in diesem Blog). Denn die gobale Durchschnittstemperatur ist nicht, ich wiederhole: nicht maßgeblich vom Menschen beeinflußbar. Dafür gibt es klare Evidenz, hingegen bis heute keinen, ich wiederhole: keinen wissenschaftlichen Nachweis* für das Gegenteil – auch wenn beharrlich der Anschein erweckt wird.

Und irgendwann, ob mit einer Menscheit auf der Erde oder ganz ohne sie, wird die Durchschnittstemperatur viele Grade höher sein, wie oft in der Geschichte der Erde, und dann wieder viele Grade niedriger, wie oft in der Geschichte der Erde. Das werden die Pariser Protagonisten natürlich nicht erleben. Aber sollte es dann noch Menschen geben, werden die über „Klimaschutzabkommen“ lachen – wie wir heute über die Vorstellung, die Ede sei eine Scheibe.

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* Umgekehrt belegen viele wissenschaftliche Studien, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre der Erderwärmung nachfolgt, sie also logisch nicht verursachen kann. Aber solche Forschungsarbeiten, wie diese hier der Universität Bonn, schaffen es nicht in’s Licht der Öffentlichkeit. Nicht weil sie unseriös wären. Sondern weil sie ein gigantisches Kartenhaus zum Einsturz brächten.

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