ructo…

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Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 8. 6. 2017

Dreihunderteinundfünfzig Haftbefehle gegen Islamisten sind derzeit nicht vollstreckt. Allerdings „werden nur einem kleinen Teil der Gesuchten Taten mit einem terroristischen Hintergrund vorgeworfen“, meldet die tagesschau (ab 7’40“).

Ja toll! Da können wir nun also beruhigt sein. Sind doch nur so ein paar, die sich zum Selbstmordattentäter qualifiziert haben, da muß man sich nicht wirklich Sorgen machen. Die meisten sind eh‘ bloß Vergewaltiger, Räuber, Schläger und Drogendealer.

Für diejenigen, die angesichts dieser Nachricht nicht erbost vom Fernsehsessel aufspringen: „Haftbefehl“ bedeutet, diese Menschen sind rechtskräftig verurteilt. Ein Gericht hat – selten genug bei dieser Tätergruppe! – ihre Schuld festgestellt. Und es sind nicht irgendwelche „Nafris“, es sind konkret Islamisten, also erwiesenermaßen fanatische, radikalisierte Moslems.

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Kein Grund zum Jubeln

Posted in Forschung, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 7. 6. 2017

Der neuen Version des Elektroauto Opel Ampera wird allüberall Jubel zuteil. Opel hat’s – sagt man – geschafft: endlich ein alltagstaugliches E-Mobil mit über 300 km Reichweite. Definiert man so „Alltagstauglichkeit“? Das einzige Auto, das ich je mit etwa dieser Reichweite hatte, war ein benzingetriebener Peugeot J7, gebraucht, zum Wohnmobil ausgebaut. Kleiner Tank und großer Verbrauch, ich hatte immer zwei 20 Liter Kanister „Reserve“ dabei. Das ist bald dreißig Jahre her. Seither verstehe ich unter „Reichweite“ etwas anderes.

Mit dem Opel Ampera könnte ich ohne nachzuladen keinen meiner Verwandten besuchen, sie wohnen alle mindestens knapp außerhalb dessen „Reichweite“. Klar, wenn es dann bald genügend Ladestationen an Autobahnen gibt, braucht es mit einer halben Stunde nur dreimal so lange wie das Betanken eines Verbrenners, um weiterzukommen. Macht bei dieser Schnelladefunktion freilich nur 80% voll – das sind dann wieder deutlich unter 300 km. Die gibt’s nämlich nur bei einer Ladezeit von stattlichen 20 Stunden!

Interessant finde ich als Ingenieur aber etwas anderes. Der Akku des Ampera wiegt fast eine halbe Tonne und macht damit mehr als ein Viertel des Fahrzeuggesamtgewichts aus. Dieser Ballast muß immer mit herumgeschleppt und bewegt werden, egal ob voll oder leer. In der Größe vergleichbare Benziner wiegen – vollgetankt – eben dieses Akku-Gewicht weniger. Solange es noch keine federleichten Akku gibt (die Tankfüllung eines Benziners kommt da auf ein Zehntel), sind Elektroautos also schon deswegen konzeptionell dumm.

Dazu kommt, daß sie auch keinen Deut dazu beitragen, Merkel bei „ihrem CO2“ zu helfen. Der Ampera will nicht nur geladen werden, wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Deswegen verantwortet er effektiv 114 g CO2  je Kilometer und damit etwa genausoviel wie ein sparsamer Benziner derselben Größe (allerdings mit weniger PS).

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(alle technischen Daten und Verbrauchsangaben aus der ADAC Motorwelt und von mobile.de)

Mal wieder der Ausweis

Posted in Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie by Verfasser on 25. 5. 2017

Du liebe Güte, das gibt’s doch nicht! Hat der IS den islamistischen Selbstmordattentätern bei Todesstrafe (Witz) vorgeschrieben, auf jeden Fall sicherzustellen, daß am Tatort ihr Ausweis – oder wenigstens ein vergleichbares Identitätsdokument – gefunden wird?

Jetzt haben sie in Manchester auch wieder den Ausweis des Terroristen entdeckt. Er sprengt sich, wie es so beharrlich wie unsinnig heißt, „in die Luft“, der eigene Körper zerfetzt wie die der 22 Opfer. Aber der Ausweis, der widersteht der Explosion. Wie an 9/11, wo Ermittler im kaum überschaubaren Trümmerfeld und Ascheregen die lediglich ein wenig angesengten Ausweise der Attentäter fanden.

Wenn verhindert werden soll, daß sich Leute finstere Verschwörungstheorien zurechtlegen, dann wäre es angebracht damit anzufangen, nicht an jedem Anschlagsort mit beeindruckender Regelmäßigkeit die Ausweise der Attentäter zu „finden“.

Timothy Garton Ash: Historiker oder Satiriker?

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 25. 5. 2017

Es ist erschreckend zu sehen, wie naiv selbst honorige Wissenschaftler sein können. Der 61jährige britische Historiker Timothy Garton Ash erhält den Aachener Karlspreis „Für die Einheit Europas“. In seiner Dankesrede spricht er auch deutsch: „Ich persönlich finde es unglaublich bewegend, dass sich heute Flüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland sehnen, als wäre es das Gelobte Land“.

„Bewegend“ ist das? Kann gerade ein Historiker tatsächlich so blind gegenüber der bereits evidenten Gefahr für die Gesellschaft und der gar nicht mehr zu bewältigenden Last für den Sozialstaat sein?

Ja, kann er. Vorausgesetzt, daß das nicht nur höflich war – immerhin ist er Brite. Denn Ash weiter: „Es ist doch wunderbar, daß Deutschland heute wie eine Insel der Stabilität, der Besonnenheit und der Liberalität aus einem Ozean des nationalistischen Populismus herausragt“. Das ist entweder unvorstellbar naiv – oder aber dermaßen dick zuckersüß aufgetragene Höflichkeit, daß es schon wieder an Beleidigung heranreicht. Dann allerdings: Bravo, Ash! Der Schulz und der Steinmeier klatschen begeistert Beifall. Und merken gar nicht, daß Du sie gehörig verar… hast.

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Das muß man gar nicht kommentieren

Posted in Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 24. 5. 2017

Im Islam würden viele menschliche Werte sehr stark verwirklicht. Als Beispiele nannte er Gastfreundschaft und Toleranz.

So zitiert der Deutschlandfunk den Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, eineinhalb Jahre nach Preisgabe unseres Staatsgebietes. Ihm zufolge steht also der Islam beispielgebend für ‚Toleranz‘.

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Auf Incirlik können Flugzeuge landen

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie by Verfasser on 19. 5. 2017

Die Türkei verbietet (wieder einmal) Deutschen Bundestagsabgeordneten den Besuch der Deutschen NATO Truppen auf dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik. Und die Bundesregierung gibt sich empört, spricht (wieder einmal) von „nicht akzeptabel“ – offensichtlich die diplomatische Floskel für gerade das Gegenteil.

Da macht Tomas Spahn in einem Artikel bei Tichy’s Einblick auf etwas aufmerksam, was ich bisher nirgendwo sonst, weder bei unseren tapferen Leitmedien noch bei den empörten Politikern vernommen habe: Der Besuch der Abgeordneten wäre überaus einfach – sie müßten nur dorthin fliegen.

Incirlik ist ein Luftwaffenstützpunkt, schon vergessen? Er hat eine 3km lange und 45m breite Landebahn, da könnte problemlos ein Airbus A319 oder eine Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft der Bundeswehr landen. Auch NATO Flugzeuge kämen inbetracht, es handelt sich ja um einen NATO Stützpunkt. Wenn sich also die besuchswilligen Bundestagsabgeordneten mit einer solchen Maschine auf den Weg dorthin begeben würden – was sollte Erdogan dagegen unternehmen? Sie abschießen?

Spahn stellt daher zurecht die Frage: Warum fliegen die dann nicht? Warum gibt sich die Regierung der Bundesrepublik Deutschland empört, aber hilflos – obwohl sie es gar nicht ist? Und ich frage hinterher: Warum lese ich bei unseren stolzen „Leitmedien“ nirgends etwas darüber?

Nicht einhundertvierundneunzig. Einer. Vielleicht.

Posted in Forschung, Gesellschaft, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie, Wissenschaft by Verfasser on 12. 5. 2017

Es wird 194 verschiedene Wege geben, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Ich bin sicher, die USA werden ihren eigenen Weg finden, die Ziele und den Vertrag umzusetzen.

Damit zitiert die tagesschau bewundernd Federica Mogherini, wie sie US-Präsident Donald Trump vor „Alleingängen warnt“.

Es wird – diese Vorhersage wage ich! – allenfalls einen einzigen Weg geben, die „Pariser Klimaziele“ zu erreichen: Zufall. Sollte die Erderwärmung tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten unter einem Mittelwert von 2°C gegenüber der sogenannten vorindustriellen Zeit bleiben, dann hat das rein gar nichts mit irgendwelchen Maßnahmen der tapferen Weltenretter zu tun. Und nichts mit einem „Kampf“ gegen das böse CO2 (dazu ist genug gesagt in diesem Blog). Denn die gobale Durchschnittstemperatur ist nicht, ich wiederhole: nicht maßgeblich vom Menschen beeinflußbar. Dafür gibt es klare Evidenz, hingegen bis heute keinen, ich wiederhole: keinen wissenschaftlichen Nachweis* für das Gegenteil – auch wenn beharrlich der Anschein erweckt wird.

Und irgendwann, ob mit einer Menscheit auf der Erde oder ganz ohne sie, wird die Durchschnittstemperatur viele Grade höher sein, wie oft in der Geschichte der Erde, und dann wieder viele Grade niedriger, wie oft in der Geschichte der Erde. Das werden die Pariser Protagonisten natürlich nicht erleben. Aber sollte es dann noch Menschen geben, werden die über „Klimaschutzabkommen“ lachen – wie wir heute über die Vorstellung, die Ede sei eine Scheibe.

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* Umgekehrt belegen viele wissenschaftliche Studien, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre der Erderwärmung nachfolgt, sie also logisch nicht verursachen kann. Aber solche Forschungsarbeiten, wie diese hier der Universität Bonn, schaffen es nicht in’s Licht der Öffentlichkeit. Nicht weil sie unseriös wären. Sondern weil sie ein gigantisches Kartenhaus zum Einsturz brächten.

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Ja, wo gibt’s denn sowas!

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 12. 5. 2017

Am 6. Mai berichtete die tagesschau empört, daß in einer Kaserne der Bundeswehr – wörtlich – „kriegsverherrlichendes Material“ gefunden worden sei.

Skandal! In einer Kaserne! Bei Soldaten!

Wofür sind die jetzt nochmal da? Egal, wenn die etwas verherrlichen wollen, dann doch bitte vielleicht die von der Frau Ministerin verordneten Kindertagesstätten und Transgender-Programme.

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Ach, das machen doch alle

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 4. 5. 2017

Jaja, das kennen wir schon: Wenn ein afghanischer Asylbewerber eine zum Christentum konvertierte frühere Muslima absticht, dann ist das nur und ausschließlich und sowieso, weil er psychisch krank ist. Bitte, mit dem Islam hat das doch nichts zu tun. Und mit den Migranten, korrigiere: „Flüchtlingen“, korrigiere: „Schutzsuchenden“ auch nicht. (Beweis: Auch ein deutscher Christ hat schonmal irgendwann irgendwo eine deutsche Christin abgestochen.)

Feiertag – da denkt die Nahles nicht an ihre Arbeit

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 1. 5. 2017

Das war schon beeindruckend, wie Andrea Nahles auf der Kundgebung des DGB zum 1. Mai mit heiser geschrieener Stimme gerechte Renten forderte. Man hätte beinahe vergessen können, daß sie seit fast vier Jahren als Minister für Arbeit und Soziales in der Bundesregierung sitzt

Gehören Renten nicht irgendwie zu „Arbeit“ und zu „Soziales“? Was also hat Nahles in den vergangenen Jahren daran gehindert umzusetzen, was sie jetzt verspricht, und ist künftig plötzlich als Hindernis ausgeräumt?

Und jetzt komme man bitte nicht mit Schäuble. Denn auch im nächsten Kabinett wird es einen Finanzminister geben. Und dann muß der Arbeits- und Sozialminister zusätzlich ja noch etliche hunderttausend neu hinzugekommene Netto-Empfänger (nie in Renten- und Sozialkassen eingezahlt) versorgen. Ich bin mir sicher, daß im Ministerium jemand sitzt, der rechnen kann. Weniger sicher bin ich, daß Nahles die vorgelegten Zahlen auch versteht.

Die Post – äh…

Posted in Gesellschaft, Verschaukelt, Wirtschaft by Verfasser on 28. 4. 2017

Die Deutsche Post verkündet, in der Logistik bis 2050 komplett emissionsfrei sein zu wollen. Das soll durch Effizienzsteigerung und insbesondere durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen geschehen. Jubelrufe, tosender Beifall aus Politik und Medien!

Einmal mehr werden wir in Sachen Energiewende – freilich bei weitem nicht nur da – für dumm verkauft.

Einserseits sollen ja bereits ab 2030 keine Pkw mehr mit Verbrennungsmotor zugelassen werden. Die Post will sich danach also für ihre Kleintransporter und Lkw noch satte 20 Jahre Zeit lassen.

Bemerkenswerter aber ist: Elektrofahrzeuge werden angetrieben von – äh, elektrischem Strom. Und woher kommt der? Aus – äh, Kraftwerken. Und aus was für welchen? Selbst die in dieser Hinsicht nicht unbedingt für Objektivität stehende Bundesregierung geht für 2050 noch von etwa 20% fossilen Energien aus (hier Seite 2 und hier). Wie realistisch das ist, lassen wir einmal hier außer acht. Heißt aber, daß die Transporter der Post faktisch selbst dann nicht emissionsfrei fahren, wenn man alle sonstigen Faktoren (Produktion, Wartung, Entsorgung) ignoriert und nur unmittelbar den Antrieb betrachtet.

Darüber hinaus ist – zumindest heute – Prinzip, daß die Transporter tagsüber ausliefern, also unterwegs sind, und nachts in der Halle stehen, also laden könnten. Nachts – äh, scheint aber keine Sonne, Photovoltaik als Erzeuger entfällt also komplett. Stattdessen müssen konventionelle Kraftwerke den Wind unterstützen oder, falls er eben nicht weht, sogar ersetzen. Bei der Versorgung aller Elektroautos, Beleuchtungen, Computer, Fernseher, Waschmaschinen, Aufzüge, Krankenhäuser und so fort.

Die vollmundige Ankündigung der Post ist also – äh, Quatsch.

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Problembedürfnis oder Bedürfnisproblem?

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 28. 4. 2017

Ich kenne einige Schwule und Lesben, leider aber – zumindest wissentlich – keine Menschen, die sich zu einer der übrigen 56 bei Facebook möglichen Geschlechtsangaben bekennen. Zu gerne würde ich von denen wissen, ob es ihnen auch bei dringendem Bedürfnis nicht gelingt, sich im öffentlichen Raum für eine der beiden Toiletten „Damen“ oder „Herren“ zu entschieden. Oder ob sie dann zwar eine davon aufsuchen, dies für sie aber so schlimm ist, daß es für alle anderen den Bruch mit einer viele Jahrhunderte alten und nicht grundlos eingeführten Sitte begründen soll.

Und ob diese Menschen fortan weniger unter ihrer psychischen Anomalie – das ist es nicht nur nach gesundem Menschenverstand, sondern auch wissenschaftllich, und das sollte man auch so benennen – leiden, wenn sie bei Bedürfnisanstalten außen an der Tür zwar keine „Weiblein“ und „Männlein“ mehr vorfinden, drinnen aber durchaus!

Sollte einer von ihnen dies hier lesen, erkennt er (= der Mensch) hoffentlich, daß ich mich hier keineswegs über ihn lustig mache. Sondern über den absurden Popanz, der seinetwegen mit Klohäuschen veranstaltet wird.

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Keiner da (II)

Posted in Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 27. 4. 2017

Wenn ich in den Nachrichten die Bilder aus dem Bundestag sehe, packt mich jedesmal die Wut. Das Plenum ist eigentlich immer gähnend leer. Taktvoll erfaßt die Kamera ohnehin meist nur die vorderen Reihen, aber selbst die sind spärlich besetzt. Tatsächlich sind kaum je mehr als vielleicht 50 der 631 Abgeordneten da, weniger als ein Zehntel.

Ich kann ja verstehen, daß die Volksvertreter, die wir so schlecht nicht bezahlen, keine Lust darauf haben, sich beispielsweise heute die einschläfernde Regierungserklärung der Kanzlerine anzuhören. Aber verdammt, das ist nunmal der Job. Vielleicht findet die Kassiererin im Supermarkt ihren Job auch öde, oder der Beamte in der Führerscheinstelle  – sie können aber nicht einfach entscheiden, nur zur Arbeit zu kommen, wenn ihnen gerade danach ist.

In Einzelfällen mag es zutreffen, daß ein Abgeordneter im Interesse der Bürger anderweitig beschäftigt ist, just zum Zeitpunkt dieser Plenarsitzung. Aber neun von zehn Mitglieder des Bundestages, und das in neun von zehn Fällen? Wer soll das glauben?

Zwar droht das Abgeordnetengesetz, daß für „unentschuldigtes Fernbleiben eines Sitzungstages“ 200 EUR von der Aufwandspauschale über 4.305 EUR abgezogen werden. Aber da wird sich doch wohl eine Entschuldigung finden lassen? Wobei – wozu der Aufwand. Man muß ja gar nicht im Plenarsaal sitzen, es reicht, die Sitzung vom Büro aus über das Hausfernsehen zu verfolgen. Also: Der Abgeordnete ist so beschäftigt, die Interessen seiner Wähler zu wahren, daß er keine Zeit findet, in den Sitzungssaal zu kommen. Aber selbstverständlich verfolgt er das ganze aufmerksam über den Bildschirm, im Zimmer vis-à-vis.

Übrigens: Im vergangenen Jahr gab es gerade einmal 63 Sitzungstage.

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Hurra! Die Rechten, sowieso!

Posted in Medien, Verschaukelt by Verfasser on 27. 4. 2017

Ein Bundeswehroffizier gibt sich seit eineinhalb Jahren als syrischer „Flüchtling“ aus, läßt sich als Asylbewerber registrieren und kassiert so monatlich 400 Euro vom Staat. Dieser eine von rund 178.000 Soldaten ist in allen Medien die Meldung des Tages und die Top-Schlagzeile in der tagesschau

Warum?

Nicht etwa, weil er, kein Wort arabisch sprechend, das blamable Versagen der deutschen „Flüchtlingspolitik“ offenbart. Sondern weil er – sagt man uns – einen Anschlag geplant hatte, um den dann „Flüchtlingen“ in die Schuhe zu schieben und so mit einer „false flag operation“ ein fremdenfeindlichen Klima zu schüren.

Jubel! Da ist der Beweis: Die „Flüchtlinge“ sind doch die Guten und alles Böse kommt von Rechtsextremen! Das soll sich tief bei TV Zuschauern und Zeitungslesern festsetzen. (Als damals ein richtiger syrischer „Flüchtling“ einen Brandanschlag auf eine Unterkunft verübte und mit Hakenkreuz-Schmierereien den Verdacht auf die rechte Szene lenken wollte, war die spätere Aufklärung nicht der große Aufmacher, nur eine Randnotiz wert.) Idealerweise müssen die, „die schon länger hier leben“, bei jedem künftigen Anschlag eines Asylbewerbers intuitiv sagen: „Schon wieder die Nazis“. Dann hat der Volkserziehungsauftrag funktioniert.

Abschließend: Bislang ist das mit den Anschlagsplänen offenbar nicht mehr als eine Vermutung. Und niemand scheint zu fragen, weshalb der Offizier nach eineinhalb Jahren noch immer nicht über die Vorbereitungsphase hinausgekommen war?

Wo ist denn nur das Führungszeugnis für diesen Donald Duck

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 25. 4. 2017

Die Bundesregierung hat einen Gesetzentwurf für EU-weite Führungszeugnisse eingebracht. Damit einer, der in einem Land einen Eintrag hat, im anderen nicht unbescholten dastehen kann. Der Bundesrat befürwortet das in seiner Stellungnahme explizit mit dem Hinweis auf die in Freiburg von einem Asylbewerber getötete Studentin, der ja zuvor bereits in Griechenland wegen Mordversuch eine Jugendstrafe absitzen mußte.

Wollen die uns für dumm verkaufen? Solage hier jeder durchgewunken wird, der seine Papiere wegwirft und erstens „Asyl“ (der Freiburger Mörder kam aus Griechenland, ein sicherer Drittstaat) und zweitens „ich bin minderjährig und unbegleitet“ (er hatte schon etliche Jahre zuvor in Griechenland behauptet, 17 zu sein – laut Gutachten ist er etwa 22) rufen darf, wie will man dann das passende Führungszeugnis finden?

Ich kann einfach nicht glauben, daß Bundesregierung und Bundesrat so naiv sind. Das aber würde im Umkehrschluß bedeuten, daß sie unanständig sind und uns Bürger, den Souverän, für unzurechnungsfähig halten.

Mal was zum Lachen mit der Tagesschau

Posted in Medien, Verschaukelt by Verfasser on 24. 4. 2017

Die ARD bringt endlich wieder Kabarett! Michael Stempfle zitiert in der tagesschau (ab 8’55“) eine „Expertenkommission“ zum Thema Antisemitismus: „Zwar seien viele von ihnen [Zuwanderer; dVerf] in den Herkunftsländern mit Antisemitismus aufgewachsen,“ – Achtung, jetzt kommt der Brüller! – „gleichzeitig zeigten sie hier aber ein großes Interesse an demokratischen Strukturen“.

großes Interesse an demokratischen Strukturen

Obwohl – ist das wirklich lustig? Oder ist es nicht vielmehr eine Frechheit sondergleichen, den Zuschauer (auf seine eigenen Kosten, Stichwort GEZ) für dermaßen blöd zu erklären?

Wenn es das überhaupt hier und da gibt, dann bezieht sich das „große Interesse an demokratischen Strukturen“ allenfalls darauf herauszufinden, wo die verwundbar sind. Die „Wahrheits-„, korrigiere: „Expertenkommission“ hätte sich vielleicht nicht auf dei Auswertung der Asylanträge beschränken sollen, in denen die Bewerber ankreuzen, daß sie Demokratie „total gut“ finden. (Aber das ist natürlich nicht so riskant wie in die Ghettos der Großstädte zu gehen und dieses „Interesse“ einmal direkt zu erleben.) Und darüber hinaus: Was hat Demokratie mit Antisemitismus zu tun, beziehungsweise inwiefern schließt das einander aus?

Hauptsache: Feind

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 24. 4. 2017

Natürlich ist der Jubel groß, in Deutschland scheinbar noch mehr als in Frankreich selbst, um dessen Präsidenten es doch ging. Aus Propagandaorganen (auch „Medien“ genannt) und Schalltrichtern (auch „Politiker“ genannt) tönen die sattsam bekannten Sprechblasen. Ein Satz, in dem Marine LePen genannt wird, muß grundsätzlich auch die Worte „rechtspopulistisch“ bzw „rechtsextrem“, „fremdenfeindlich“ und „europafeindlich“ enthalten (siehe etwa Ellis Fröder in der tagesschau). Wichtig, damit das in den Köpfen hängen bleibt, ist das immer und immer wiederholte „feindlich“.

Wer es nicht hinnehmen will, daß Polizisten in ihrem Auto angezündet werden, weil sie in ein Nafri-Ghetto gefahren sind, der ist ein „Fremdenfeind“. Wer die Bürokratiekrake EU ablehnt, in der es sich einige zehntausend Apparatschiks auf des Steuerzahlers Kosten eingerichtet haben wie die Funktionäre in sozialistischen Systemen, der ist ein „Europafeind“ (also ob Europa und die EU dasselbe seien).

Also wird das undurchsichtige Bürschlein Macron gefeiert für sein Programm, das eigentlich gar keines ist, weil es auf der einen Seite alles verspricht, nur um es auf der anderen wieder wegzunehmen. Egal, Hauptsache nicht „Rechtspopulist“, aber „Europa“.

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Post scriptum: Bei vielen werde ich damit Empörung hervorrufen, aber ich bin nun mal ein „alter weißer Mann“. Und als der finde ich, daß mit einem jungen weißen Mann, der mit Dreißig eine fast doppelt so alte Frau heiratet, etwas nicht stimmt.

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Ununbeholfen?

Posted in Gesellschaft, Verschaukelt by Verfasser on 14. 4. 2017

Warum verwenden gerade die Menschen, die sich für gebildet halten, so gerne „Un-Worte“? Also etwa „unweit“ anstatt „nahe“. Oder „unlängst“ anstatt „kürzlich“. Oder „ungut“ anstatt „schlecht“. Ist es besonders kultiviert – Verzeihung: ununbeholfen -, nicht das zu sagen, was man meint, sondern das, was man eigentlich nicht meint, durch „un“ in’s Gegenteil zu verkehren, um es dann anstatt des unmittelbar (!) passenden und frei verfügbaren Begriffs zu benutzen?

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Nichts zu essen ohne Gauck

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 13. 4. 2017

Mir tun die Berliner Obdachlosen leid, sie werden nun wohl verhungern.

Gestern hat der frühere Bundespräsident Joachim Gauck zusammen mit seiner Lebensgefährtin – und begleitet von sehr vielen Kamerateams – in der Bahnhofsmission bei der Essensausgabe geholfen. Das ist wundervoll! Nur wird er das ja nicht jeden Tag tun. Aber dann kommen die armen Menschen dort künftig gar nicht mehr an ihre Mahlzeiten?

Ach so – in der Bahnhofsmission gibt es Personal dafür? Das ist beruhigend. Allerdings: Wozu war dann dieser einmalige und einstündige Arbeitseinsatz von Gauck eigentlich gut?

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Lastwagen verbieten!

Posted in Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 12. 4. 2017

Bekanntermaßen wollen Wolfgang Schäuble und (deswegen?) die EU Kommission das Bargeld verbieten. Denn es leiste Kriminalität und Terror Vorschub.

Ich finde, wir sollten auch Lastkraftwagen verbieten. Mit Nizza, Berlin und Stockholm ist ja bewiesen, daß die Terroristen zu Anschlägen dienen. Da können wir doch nicht dulden!

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