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Nicht einhundertvierundneunzig. Einer. Vielleicht.

Posted in Forschung, Gesellschaft, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie, Wissenschaft by Verfasser on 12. 5. 2017

Es wird 194 verschiedene Wege geben, die Pariser Klimaziele zu erreichen. Ich bin sicher, die USA werden ihren eigenen Weg finden, die Ziele und den Vertrag umzusetzen.

Damit zitiert die tagesschau bewundernd Federica Mogherini, wie sie US-Präsident Donald Trump vor „Alleingängen warnt“.

Es wird – diese Vorhersage wage ich! – allenfalls einen einzigen Weg geben, die „Pariser Klimaziele“ zu erreichen: Zufall. Sollte die Erderwärmung tatsächlich in den nächsten Jahrzehnten unter einem Mittelwert von 2°C gegenüber der sogenannten vorindustriellen Zeit bleiben, dann hat das rein gar nichts mit irgendwelchen Maßnahmen der tapferen Weltenretter zu tun. Und nichts mit einem „Kampf“ gegen das böse CO2 (dazu ist genug gesagt in diesem Blog). Denn die gobale Durchschnittstemperatur ist nicht, ich wiederhole: nicht maßgeblich vom Menschen beeinflußbar. Dafür gibt es klare Evidenz, hingegen bis heute keinen, ich wiederhole: keinen wissenschaftlichen Nachweis* für das Gegenteil – auch wenn beharrlich der Anschein erweckt wird.

Und irgendwann, ob mit einer Menscheit auf der Erde oder ganz ohne sie, wird die Durchschnittstemperatur viele Grade höher sein, wie oft in der Geschichte der Erde, und dann wieder viele Grade niedriger, wie oft in der Geschichte der Erde. Das werden die Pariser Protagonisten natürlich nicht erleben. Aber sollte es dann noch Menschen geben, werden die über „Klimaschutzabkommen“ lachen – wie wir heute über die Vorstellung, die Ede sei eine Scheibe.

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* Umgekehrt belegen viele wissenschaftliche Studien, daß der CO2-Gehalt der Atmosphäre der Erderwärmung nachfolgt, sie also logisch nicht verursachen kann. Aber solche Forschungsarbeiten, wie diese hier der Universität Bonn, schaffen es nicht in’s Licht der Öffentlichkeit. Nicht weil sie unseriös wären. Sondern weil sie ein gigantisches Kartenhaus zum Einsturz brächten.

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Besser der Verkehr ist schuld, den kann man noch verbieten

Posted in Politik, Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 16. 3. 2017

Der CO2-Ausstoß in Deutschland ist im vergangenen Jahr gestiegen! So what? Was soll’s, wo liegt das Problem? Die Erderwärmung ist es wohl nicht, denn in all‘ den Jahrzehnten seit Ausbruch der CO2-Hysterie hat noch niemand wissenschaftlich beweisen können, daß das anthropogene CO2 einen signifikanten Anteil daran hat. (Ganz abgesehen davon, daß sie seit mehr als einem Jahrzehnt pausiert.) Nur zur Erinnerung für alle, die jetzt „Klimaleugner“ rufen (ein Begriff, der bei ein bißchen Nachdeken ohnehin eher den disqualifiziert, der ihn gebraucht): Eine Korrelation beweist keine Kausalität, es kann auch genau andersherum oder gar nicht sein.

Nein, der erhöhte CO2-Ausstoß stellt kein tatsächliches Problem dar, sondern ein virtuelles. Nämlich einen ziemlich peinlichen Imageschaden. Wer andauernd kreischt, CO2 sei des Teufels, dann aber selber viel davon macht, der wirkt nicht so unmittelbar glaubwürdig. Aber damit noch dazu bloß nicht die heroische „Energiewende“ in Verruf kommt (wo sie hingehört), darf nicht das – hysterische – Abschalten der CO2-neutralen Kernkraftwerke als Verursacher identifiziert werden. Deshalb: Der Verkehr ist schuld. (Die Lösung habe ich ja schon beschrieben: Kernkraftwerke sind schon verboten, also jetzt den Verkehr verbieten.)

Ach ja, die „Elektromobilität“ wäre auch nicht so der Bringer. Denn der Strom für die eMobile muß ja dann, wenn sie getankt werden: nachts und vielleicht gar bei Windstille, irgendwoher kommen. Nachdem wir keine CO2-freien Kernkraftwerke mehr haben dürfen, müssen das eben CO2-reiche Kohle- und Gaskraftwerke leisten.

Ich bin Ingenieur. Für mich ist das ganze eine dermaßene Idiotie, daß ich das kaum in Worte fassen kann.

Wo sind sie denn, die Treibhausgase, wenn man sie mal braucht?

Posted in Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 5. 1. 2017

Wo sind sie denn jetzt, die blöden Treibhausgase, wenn man sie mal braucht? Für heute nacht sind mehr als -10° C vorhergesagt, für morgen nacht vereinzelt mehr als -20° C. Ich lebe verdammt nochmal in Süddeutschland, nicht in Finnland oder Kanada! Die „Erderwärmung“, von der unsere Kanzlerine immer menetekelt, habe ich mir wirklich anders vorgestellt.

„Es ist halt Winter“, höre ich. Ja eben! Und wenn ich im Winter nachts -20° C habe und tags -10°C, dann ist das für mich die Klimakatastrophe! Die Heizungen arbeiten in allen Haushalten auf Anschlag und verfeuern „fossile Energien“, der Diesel versulzt, obwohl angeblich „Winterdiesel“ und sicher bis -22°C. Aber ich bin ja auch ein Klimasünder, daß ich da mit’m Auto anstatt dem Fahrrad zu meinen Kunden fahre. Oder reite? In den Pferdeställen friert die Wasserversorgung ein und muß mit extra verlegter Rohrbegleitheizung, die übrigens Strom verbraucht, offengehalten werden, damit die Tiere trinken können.

Es wird nicht lange dauern, da werden sich Hofnarren wie der Herr Professor Schellnhuber (von dem man auffällig lange nichts mehr hörte) zu Wort melden und erklären, daß diese bittere Kälte in Mitteleuropa ein untrügliches Zeichen für die dramatische Erderwärmung ist. In etwa so: Die Polkappen schmelzen, dadurch kühlen sich die Meere ab, und weil die Nordsee gerade +5°C hat, wird es bei mir in Oberbayern -20°C.

Ja, ich habe das „satirisch“ verkürzt. Ich bin eben kein Klimawissenschaftler – Schellnhuber übrigens auch nicht, er hat in theoretischer Physik promoviert. Aber wenn ich heute im Winter mehr friere als vor dreißig Jahren (obwohl übrigens viel, viel mehr CO2 in die Atmosphäre geblasen wird), dann werde ich irgendwie zum „Klimaleugner“. Ist das jetzt „rechts“? Oder „postfaktisch“? Oder paßt dieser Begriff hier eher auf die Klimawissenschaftler?

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Was für’n Tier?

Posted in Gesellschaft, Politik, Wissenschaft by Verfasser on 24. 11. 2016

Wenn ich mich für eine Stelle bewerbe, werde ich meine Fähigkeiten über den grünen Klee loben. Ich werde meinen hoffentlich künftigen Arbeitgeber lobpreisen und kein Wort der Kritik an ihm verlauten lassen.

Wenn daher sogenannte „Geflüchtete“, also Zuwanderer, in einer Studie befragt werden, wie gut ihre Ausbildung ist, was werden sie wohl sagen – „Naja, geht schon“? Und wenn sie angeben sollen, ob sie sich zu Demokratie und Gleichberechtigung bekennen, heißt es dann „Was für’n Tier?“ oder „Ist doch bloß was für Weicheier“?

Es braucht also gar nicht das Hintergrundwissen, daß das, was in manchen Staaten – auch in Syrien – der Hochschulabschluß ist, hierzulande meist bestenfalls zum Facharbeiter qualifiziert. Es ist auch so offensichtlich, daß die sogenannte „Studie“ von BAMF, IAB und DIW (siehe hier) nichts als ein schamloses Propaganda-Machwerk ist.

Mir tut die Frau leid

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 16. 11. 2016

Es tut fast schon weh, wenn ich unsere Umweltministerin Barbara Hendricks auf dem „Klimagipfel“ in Marrakesch sehe: Ich bedaure die arme Frau, denn sie – und vielleicht eine Handvoll anderer Politiker, allerdings Legionen von Aktivisten – scheint an die Kulisse von CO2, „Energiewende“, „Kampf gegen die Erderwärmung“ undsoweiter innigst zu glauben. Dabei ist das letztlich alles nur Mumpitz, dem auch ein sogenannter „Weltklimarat“ nachgewiesenermaßen zu keiner wissenschaftlichen, allenfalls einer politischen Gültigkeit verhelfen kann!

Viele werden mir nun vorwerfen, ein „Klimaleugner“ zu sein (und gar nicht merken, was allein dieser Begriff für einen Unsinn darstellt). Viele davon sind Ideologen, wenn nicht Fanatiker und daher rationalen Argumenten, der Wissenschaft also, nicht zugänglich. Allen anderen, die der „herrschenden Lehre“ nur folgen, weil sie eben aus Politik und Medien tagtäglich hereinprasselt, möchte ich die Lektüre der gerade erschienen Artikelserie „Mythen und Fakten über Klima und Energie“ auf der Achse empfehlen. Wichtig dabei der Hinweis jeweils in der Fußnote:

Der Autor, Dr. Klaus-Peter Dahm, legt Wert auf den Hinweis, dass er keine Beziehungen zur Kohle-, Öl- oder Kernkraftindustrie pflegt oder gepflegt hat. Er ist parteilos und auch nicht Mitglied bei Organisationen von ‚Klima- oder Energiewende-Skeptikern‘.

Wer sich einen kritischen und klaren Verstand bewahren mag, sollte sich das bißchen Zeit für die Lektüre nehmen. Danach mag er sich ein Urteil bilden, ob ihn die „herrschende Lehre“ oder die dort wiedergegebene wissenschaftlich begründete Argumentation überzeugt (die sich so oder ähnlich jenseits der ideologischen Plattformen vielfach finden läßt). Hier zu den Teilen 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 .

Und wenn wir schon dabei sind, vielleicht noch schnell ‚was zur „Elektromobilität“ bei Tichy.

Man muß doch kein Ingenieur sein um zu erkennen: Das kann nicht funktionieren

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 27. 10. 2016

Das, was Roger Letsch hier auf seinem Blog als Endzeit Szenario der sogenannten „Energiewende“ beschreibt, muß doch auch Menschen einleuchten, die nicht – wie ich selbst – einen Hochschulabschluß als Diplom-Ingenieur haben! Manches mag überspitzt sein, einige Details falsch, wie er selbst einräumt. Aber das Prinzip ist doch offensichtlich: Sackgasse! Es kann nicht funktionieren.

Natürlich werden wir nicht in die Steinzeit zurückfallen. Denn die geplante Entwicklung wird in der letzten Konsequenz nicht kommen. Eben weil das Land damit, was die Energiefrage betrifft (in der Geschichte der Menschheit ein, wenn nicht der wesentliche Baustein für Entwicklung), in das Mittelalter zurückfallen würde.

Aber daß es nicht soweit kommen wird spricht nicht jene von ihrer Schuld frei, die diese „Energiewende“ über uns bringen und fanatisch durchpeitschen. Sie müssen wissen, daß das nicht geht. Da braucht es nicht einmal „Berater“, deren Bedenken eben – dann aber auch sträflich – ignoriert würden.

Warum verjagen denn die Bürger, die von dieser „Energiewende“ nichts haben außer keine, weil unbezahlbare, Energie, nicht diese ganze Bande falscher Propheten aus Berlin? Warum machen sie da weiterhin mit, lassen sich das alles gefallen? Ich versteh’s nicht, ich versteh’s einfach nicht…

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Die können einem nur noch leidtun

Posted in Politik, Wissenschaft by Verfasser on 15. 10. 2016

Ich kann’s nicht anders sagen: Die sind ja so doof. Schon wieder (siehe Paris) liegen sich jubelnd Verhandlungsführer in den Armen (jetzt in Ruanda) und klatschen frenetisch Beifall. Diesmal, weil sie sich auf ein Verbot von Fluor-Kohlenwasserstoffen geeinigt haben. Und felsenfest der Überzeugung sind, damit das „Weltklima“ – wie sie das auch immer definieren – gerettet zu haben.

Es mag aus vielen Gründen sinnvoll sein, den Einsatz von Fluor-Kohlenwasserstoffen in kältetechnischen Anlagen zurückzufahren. Nur: Mit „Klimaschutz“ hat das nichts, einfach gar nichts zu tun. Die Verhandlungsführer können einem leidtun in ihrer rührenden Naivität. In weit über einem Jahrzehnt hat weltweit noch kein Wissenschaftler den Nachweis (!) erbringen können, daß sogenannte „Treibhausgase“ in irgendeiner Form die, seltsamerweise auch seit einem Jahrzehnt pausierende, Erderwärmung befördern. (Logisch ist weiterhin eher das Gegenteil, weil sie, in die Atmosphäre verbracht, die Sonneneinstrahlung mindern.) Es ist tragisch, daß ganze Lebensläufe auf solche faktenfernen Ideologien aufgebaut sind und das Schicksal der Weltpolitik wie der globalen Wirtschaft bestimmen können.

China und die USA sind einsichtig und helfen der Klimakanzlerin, die Welt zu retten

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Wissenschaft by Verfasser on 21. 9. 2016

Aus unseren wohlvertrauten Medien erfahren wir, daß China und die USA (die „weltweit größten Klimasünder„) dem Pariser Klima-Abkommen beigetreten sind. Und gerade erst haben, so hören wir, 31 weitere Staaten das Protokoll ratifiziert, womit es nun bereits 60 sind.

Unsere Medien sagen das mit kaum zu überhörenden Unterton: Sehet, wir Deutschen, allen voran unsere gute Klimakanzlerin, sind die Vorreiter auf einem richtigen Wege – und die anderen folgen uns.

Das ist freilich ziemlich dumm. Denn gerade daß China und die USA mitmachen zeigt, daß das Abkommen nichts wert ist. Erstens ist es eine unverbindliche Absichtserklärung „Wir werden alles daran setzen daß …“, die so funktioiert: Jeder Staat setzt sich selbst beliebige blumigen Ziele in ferner Zukunft. Ob er sie erreicht, darf er selbst überprüfen. Und wenn er sie verfehlt, geschieht ihm – nichts. Das ist ein bißchen wie die Werbung für die Diät, die uns endlich zur „Bikini-Figur“ verhilft, „einfach, weil sie funktioniert“, versprochen!

Zweitens aber rettet das Abkommen die Erde, indem es dieser verbietet, sich um genau einskommafünf (allerhöchstens aber zwei) Grad zu erwärmen. Und wie schaffen wir das? Indem wir alle kein CO2 mehr machen. Weil das ja bekanntlich der „Klimakiller“ ist. Zwar hat bis heute niemand nachweisen könen, daß CO2 Ausstoß – insbesondere der vom Menschen beeinflußbare – eine nennenswerte Rolle bei der Erderwärmung spielt. Aber das ist egal: Solange es ganz viele ganz fest behaupten (und solange alle, die widersprechen und da auch Beweise haben, verb(r)annt werden), gilt es eben. Basta.

Also, „Lügenpresse“ sagt man nicht, das ist Pfui, ist Pegida, ist Nazi. „Lückenpresse“ trifft’s aber nicht, weil ja nicht einfach nur Wesentliches unerwähnt bleibt, sondern gradlinig an den – leicht recherchierbaren – Fakten vorbei berichtet wird. Wie also nennen wir das?

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Er dachte, es könnte nicht schlimmer kommen – und es kam schlimmer

Posted in Politik, Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 9. 8. 2016

Ducrh Zufall bin ich über einen Artikel in der Welt aus dem Jahr 2011 gestolpert: „Die CO2-Theorie ist nur geniale Propaganda“ von Günter Ederer. Es freute mich darin zu lesen, was ich seit Jahren über die – nennen wir’s einmal – „CO2-Verschwörung“ in meinem Blog schreibe.

Geirrt hat Ederer sich freilich mit seiner Einschätzung, die übrigen Nationen würden langsam aussteigen aus der Propagandamaschinerie. Dazu ist das wirtschaftliche und machtpolitische Potenzial doch zu verlockend. Zitat: „Von der deutschen Öffentlichkeit fast unbemerkt haben sich beim letzten G8-Gipfel in Deauville Kanada, Japan, Rußland und Frankreich versichert, dass sie an keinen Konferenzen mehr für ein Kyoto-Nachfolgeprotokoll teilnehmen werden.“ Und nun fand der jüngste „Klimagipfel“, an dem sich schließlich alle jubelnd und vor Freude weinend in den Armen lagen, ausgerechnet in Paris statt. Und in den USA wird überlegt, sogenannte „Klimaleugner“ strafrechtlich zu verfolgen.

Tja, Gier obsiegt eben über Vernunft. Das aber war zu erwarten: Wann hätte sich in der Politik jemals längerfristig die Vernunft behauptet?

Effizienz ist Rückschritt

Posted in Gesellschaft, Politik, Wissenschaft by Verfasser on 14. 7. 2016

Wann prosperierte Amerika? Als die Ölquellen sprudelten. Als das Zeug einfach so herausspritzte und wenn die Hälfte daneben ging, war’s auch egal.

Rein wirtschaftlich gesehen, das Philosophische lassen wir hier mal außen vor: Wenn ich soviel habe, wie ich brauche, geht’s mir gut. Wenn ich mehr habe als ich brauche, geht’s mir besser. Reichtum ist Überfluß. Effizienz ist nichts anderes als schnöde Mangelverwaltung.

Und jetzt kommen wir zur sogenannten Energiewende. Deren Jünger mögen Effizienz und „Einsparung“ als Fortschritt anpreisen, aber das stimmt nicht. Fortschritt ist, wenn ich von etwas jederzeit soviel machen (produzieren) kann, wie ich gerade haben will. Nicht wenn ich das, was ich will, an das anpasse, was ich habe. Und darauf auch noch stolz bin.

Das heißt, die Wissenschaft sollte daran arbeiten, uns allen eine quasi unerschöpfliche Energiequelle – das ist keineswegs eine Utopie – zu erschließen. Anstatt, politisch verordnet, ihre Fähigkeiten damit vergeuden zu müssen sich Tricks auszudenken, wie wir noch das letzte Millijoule irgendwo sparen können.

Energie zu haben, einfach so, bedeutet schließlich nichts anderes als die Überwindung von Armut und Elend in der sogenannten „Dritten Welt“.

Das Monster unter’m Bett

Posted in Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 31. 5. 2016

Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen den Freistaat Bayern. Sie will – dem BR zufolge – wissen, „wie viel klimaschädliches CO2 Seehofer’s Dienstwagen ausstößt“. Und Seehofer verweigert die Auskunft.

Dabei wäre die Antwort ganz einfach, und Seehofer müßte sich nicht schämen: „Gar keins“.

Es gibt nämlich kein „klimaschädliches CO2“ – das ist ein Ammenmärchen, ähnlich wie das Monster unter’m Bett (seht einmal nach!). Man lese etwa hier.  Der Dienstwagen des Ministerpräsidenten mag also noch soviel CO2 ausstoßen, die Umwelthilfe betrifft das gar nicht.

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Nix Märchen

Posted in Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 29. 4. 2016

Ich räume ein, ich bin kein Freund von Frost und Eis, sondern von Sonne und Wärme. So gesehen lebe ich auch (noch) im falschen Land, wo es eben ein halbes Jahr lang Winter ist. Ich war froh, als sich endlich der Frühling ankündigte. Und deshalb finde es auch selten dämlich, wenn Wetterportale angesichts des Wintereinbruchs der letzten Tage, mit bis zu 20cm Neuschnee im Allgäu und (dort) Frostnächten bis fast auf zweistellige Minusgrade titeln: „April-Wintermärchen im Allgäu„.

Winter, ja. Mit „Märchen“ hat das aber für meinen Geschmack gar nichts zu tun. Allenfalls mit Schauermärchen. Oder weil uns die Klimaapologeten bald erzählen werden, daß dieser ungewöhnlich heftige Kälteeinbruch (weit jenseits der sprichwörtlichen Launenhaftigkeit des Aprils, die schon öfters noch ein bißchen Schnee und Kälte brachte) selbstverständlich eine Folge der Erderwärmung sei.

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Elektroautos sind toll – solange man auf einen Verbrennungsmotor zurückgreifen kann

Posted in Gesellschaft, Wissenschaft by Verfasser on 24. 4. 2016

Auf Tichy’s Einblick liefert ein gewisser Martin Voigt 13 Gründe (tatsächlich 14, aber er zählt Punkt 7 zweimal), weshalb das Elektroauto dem verbrennungsmotorgetriebenen gegenüber überlegen sei und ihm die Zukunft gehöre. Allerdings sind das bei genauer Betrachtung eher Gründe dagegen! Im einzelnen:

  1. Das Elektroauto erfüllt heute schon die Schadstoffvorgaben nach 2020
    Ja vielleicht, aber nur solange, wie die Schadstoffbelastung bei der Stromerzeugung ohne Ansatz bleibt. Die hier vom Autor beschränkte Sicht auf den „deutschen Strommix“ taugt nicht, siehe dazu unten bei 11.
  2. Elektroauto stoßen kein NOX aus
    Das stimmt. Die Argumentation, daß bei realistischer Einbeziehung der fossilen Energieverstromung dieser dann schon, aber wenigstens nicht in der Stadt sondern weit draußen anfiele, tröstet allerdings kaum.
  3. Verbrenner verbrauchen mehr als das, was der Bordcomputer anzeigt
    Ja – und? Weshalb ist das ein Argument pro Elektroauto?
  4. Elektroautos machen Städte ruhiger
    Ja.
  5. Günstige Inspektionen, wenige Reparaturen
    Aufgrund der weitaus weniger komplexen Mechanik trifft das zu. Dafür liegt aber der Anschaffungspreis um ein Vielfaches höher. Und auf hohe Laufleistung beziehungsweise langjährige Nutzung bezogen lassen sich noch gar keine Aussagen treffen.
  6. Geringe Betriebskosten
    Auch hierzu lassen sich insgesamt vergleichbare Angaben nicht machen, dafür ist das Elektroauto noch nicht lange genug im universellen Produktivbetrieb.
  7. Zur Tankstelle fahren? Brauch’ ich nicht…
    Das ist kein Argument. Mag sein, daß die meisten Autos hierzulande die überwiegende Zeit nur herumstehen und da auch geladen werden können. Aber wenn der Tank leer ist, bin ich nach zehn Minuten wieder gerüstet für ein paar hundert Kilometer. Den Akku zu laden dauert Stunden. Das mag unerheblich sein, wenn ich das Auto nachts nicht benötige. Aber ich muß meine Mobilität damit nach meinem Akku richten. Ist das noch „Mobilität“?

    Müssen es wirklich 800km Reichweite pro Füllung sein?
    Wenn das so egal wäre – weshalb dann die Konzepte, wonach der Käufer eines Elektroautos für eine bestimmte Zeit im Jahr, etwa zu Urlaubsfahrten, ein konventionell angetriebenes Auto gestellt bekommt? Weshalb haben viele Besitzer eines Elektroautos noch einen „Erstwagen“ mit Verbrennungsmotor und nutzen den Stromer nur für kleinere Einkaufsfahrten oder um die Kinder in die Schule zu bringen? Offensichtlich ist Reichweite, die zudem spontan verlängert werden kann, durchaus wichtig. Übrigens ist der Verweis des Autors auf die „nächste Generation“ mit Reichweiten von bis zu 300km ausgesprochen naiv. Bis jetzt haben wir nur die vollmundige Public-Relation von Tesla. Und bis jetzt sind alle Reichweitenangaben (aktuelle Generation) um bis zur Hälfte übertrieben, wie mehrere ausgedehnte Tests gezeigt haben.

  8. Auto fahren wird zur Entspannung
    Mag sein, daß für den Autor selbst das Fahren im konventionell angetriebenen Auto grundsätzlich Streß bedeutet, seinen Puls „auf 150“ treibt. Aber diese individuelle Erfahrung einerseits am Antrieb festzumachen und anderseits zu verallgemeinern ist absurd: Man kann auch mit Verbrennungsmotor entspannt fahren. Und so ganz glaube ich ihm ohnehin nicht, denn später berichtet er von seinen Beschleunigungsrennen an der Ampel (siehe 12.).
  9. Wenn der Akku kaputt ist, hat das Auto nur noch Schrottwert. FALSCH!
    Der Akku macht einen Großteil des Gesamtpreises aus. Wie gut er sich in realem Fahrbetrieb über viele Jahre schlägt, ist noch gar nicht evaluiert. Und wie die Hersteller ihre Garantieversprechen auslegen und sich vielleicht durch Unterstellung nicht adäquater Nutzung herausreden werden, ebenfalls nicht. Die Lebenserfahrung lehrt da Zweifel. Vor allem aber greift natürlich keine Garantie bei normalem Verschleiß. Und genau dem unterliegt jeder Akku.
  10. Lithium wird unter schlimmen Bedingungen gefördert und die Akkuherstellung hat keine gute Umweltbilanz
    Das räumt der Autor ein, um es einerseits im Vergleich zum konventionellen Antrieb und anderseits mit Forschung und Entwicklung gleich zu relativieren. Allerdings macht uns die Forschung keine Hoffnung, daß wir mittelfristig hinreichend leistungsfähige und umweltschonende Akkus bekommen könnten.
  11. Wo soll denn der ganze Strom für eine Million Elektroautos herkommen?
    Hier offenbart der Autor seine ganze Unbedarftheit. Er verweist darauf, daß Deutschland doch ohnehin zu den Strom-Exporteuren gehört, der Strom sei also da. Warum exportiert Deutschland Strom? Weil es durch die angebots-, nicht bedarfsgesteuerte fälschlich sogenannte „regenerative“ Energie oft zuviel produziert, was verkauft werden muß, um die Netze nicht zu zerstören. Wenn aber die Elektroautos geladen werden wollen, abends und sicher auch bei Windstille, dann haben wir alles andere als Überschuß. (Und deshalb funktioniert da auch die tolle Idee vom Elektroauto als der lang gesuchte Stromspeicher nicht.)
  12. Elektroautos sind langweilig und kosten viel
    Daß Elektroautos als langweilig gelten, habe ich jedenfalls noch nie gehört. Vielleicht war das früher, vor den hier bejubelten Beschleunigungsrennen die Meinung des Autors. Daß sie aber viel kosten ist selbst durch mühsame Umdeutungsversuche nicht in Abrede zustellen. (Den Gebrauchten – mit noch funktionsfähigem Akku, siehe 9. – für 8.000 EUR möge der Autor mal zeigen.)
  13. Benzin/Diesel ist doch preisgünstig, also brauch ich kein Elektroauto
    Der Kraftstoffpreis ist wohl auch für kaum jemanden Argument für oder gegen Elektroautos. Das war ja auch nie das Thema, es ging darum, die Erde vor CO2 und Klimawandel zu bewahren (zu Sinn und Unsinn dieser Idee an anderer Stelle).

Insegsamt sehe ich in den Ausführungen von Martin Voigt kaum etwas, was als „Grund für das Elektroauto“ und gar als „Böses Omen für Verbrenner“ gelten könnte. Über die Beschleuinigungsrennen an der Ampel (siehe 12.) hinaus scheint auch der Autor nicht so recht überzeugt: Immerhin fährt er, wie der Anreißer erzählt, einen Hybrid. Er fährt also in seinem Auto zusätzlich zu der ganzen komplexen Antriebsmechanik (siehe 5.) den Elektromotor und die Akkus spazieren. Damit ist er der beste Beweis für die These „Elektroautos machen Spaß und man tut auch was für die Umwelt dabei – aber wenn’s draum ankommt, brauche ich etwas, worauf ich mich verlassen kann.“

Zum Schluß: Wenn das Elektroauto so toll wäre – dann würde es sich verkaufen wie geschnitten Brot. Ein gutes und praktisches Produkt setzt sich auf dem Markt recht schnell durch. Alles andere braucht Subventionen, finanziell und redaktionell.

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Wenn Spinner die Welt retten wollen

Posted in Gesellschaft, Wissenschaft by Verfasser on 20. 4. 2016

„Umweltaktivisten“ stürmen die Aktionärsversammlung von RWE in Essen und skandieren: „Eure Zeit ist abgelaufen!„. Womit sie die großen konventionellen Energieversorger meinen. Und sich selbst als pubertäre Fanatiker outen, denen jedweder Sachverstand fehlt sich zu dem zu äußern, zu dem sie sich äußern.

Unsere industrialisierte Welt lebt nur dank eben jener großen konventionellen Energieversorger. Gäbe es den Strom aus Kohle, Kernkraft und Gas nicht, würde kein Haushalt funktionieren, kein Büro, keine Fabrik, kein Krankenhaus, kein Kommunikationsnetz, kein öffentlicher Personennah- und Fernverkehr undsoweiter. Weil die Blümchenenergie, physikalisch falsch als „regenerative“ bezeichnet, den Strom – wenigstens zur Zeit – schlicht nicht nachfragekonform und stabil liefern kann wie es konventionelle Kraftwerke tun. Das ist eine physikalisch unumstößliche Tatsache, auch wenn es manche Menschen nicht hören mögen. (Wer das ernsthaft vertiefen will, dem sei Peter Heller’s Artikelreihe bei Tichy’s Einblick zur Lektüre empfohlen, insbesondere dieser mit den technischen Grundlagen.)

Das ist das Tragische an Fanatikern – sie sind so verblendet, daß sie Vernunftargumenten niemals zugänglich sind und sogar Evidentes schlicht leugnen. Es ist wohl eine Form von Dummheit. Und die beweisen in Essen diese „Umweltaktivisten“, die sich dabei noch – Krönung der Lächerlichkeit – als ritterliche Kämpfer für eine bessere Welt sehen.

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Was Merkel den Flüchtlingen voraus hat: Sie kommt immer durch

Posted in Gesellschaft, Politik, Wissenschaft by Verfasser on 20. 3. 2016

Im Vorfeld des EU Gipfels mit der Türkei waren sich viele Kommentatoren sicher: Damit kommt Merkel nicht durch. Nicht nur wegen der Türkei an sich, ihrem Auftreten, den dreisten Forderungen, dem Umgang mit den Migranten dort. Sondern auch, weil das ein neuer und schwerwiegender Beweis für Merkel’s Doppelzüngigkeit wäre: Nach innen heißt sie „humanitär“ mit „freundlichem Gesicht“ weiterhin jeden willkommen – dabei sorgt sie unerbittlich dafür, daß es soweit gar keiner schafft. Sie macht die Grenzen dicht, aber ganz weit weg, so daß das niemandem auffallen möge. Diesen Versuch würden, so hieß es vielfach, die europäischen Partner scheitern lassen. Und hierzulande würden die Bürger endlich begreifen, daß Merkel’s wahres Gesicht keineswegs ein „freundliches“ ist.Eine sonderbare Vorstellung nach so vielen Jahren Merkel: Natürlich kommt sie damit durch. Sie kommt immer durch. Vielleicht nicht auf anhieb und in jedem Detail. Aber Details sind ihr ohnehin zu kompliziert.Und siehe da, der – offenbar von einem europäischen Thinktank erdachte und dem türkischen Premier Davutoglu untergeschobene – „Merkel-Plan“ ist schon unter Dach und Fach. Die EU hat artig Männchen gemacht dazu. Wird es dereinst geschichtswissenschaftliche Abhandlungen geben zu der Frage, wie es einer naive politische Dilettantin innerst einer Dekade gelingen konnte, im eigenen Land Politik abzuschaffen und dieses Land sowie einen ganzen Kontinent kaputtzumachen?

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Zeit, mal wieder ein bißchen das Klima zu leugnen

Posted in Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 15. 3. 2016

Mitte März, zwei Wochen nach meteorologischem Frühlingsanfang. Tagestemperatur um den Gefrierpunkt, Schneetreiben – und der bleibt liegen. Die Wetterticker tönen unbeirrt „Ungebrochene Tendenz zur globalen Erwärmung!“ Süddeutschland gehört gar nicht zum Globus?

Dieselben Wetterticker übrigens erinnerten gerade noch an März 2013, „Winter hielt Europa im eisigen Klammergriff“. Ja, wenn wir März 2013 mit März 2016 vergleichen, dann läßt sich auch in Süddeutschland eine Erwärmung belegen.

Passend dazu ein Artikel bei EIKE: Die Eismasse der Antarktis nimmt stetig zu, die der Arktis nicht mehr ab. Klar, EIKE ist böse, „Klimaleugner“. Allerdings zitiert der Beitrag Studien der University of Illionis (USA), des US National Snow and Ice Data Center, des National Centre for Atmospheric Research (USA) und des Koninklijk Nederlands Meteorologisch Instituut.

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Lengsfeld erklärt den Moslems den Islam

Posted in Gesellschaft, Wissenschaft by Verfasser on 26. 2. 2016

Im dritten Teil ihres Loblieds auf das Buch „Der mißverstandene Koran“ von Barbara Köster (siehe hier) wird die geschätzte Vera Lengsfeld nun ein Opfer ihrer eigenen Intellektualität.

Sie schreibt: „Da Mohammed nicht lesen und schreiben konnte, scheinen viele seiner Anhänger es nicht wichtig zu finden, es zu können.“ Wieviele Moslems wissen denn überhaupt, daß – wenn es zutrifft – der Prophet Analphabet war? Nur wenn ihnen das bewußt wäre, könnten sie ja auf diese Weise ihre „besondere Form der Nachahmung und Nachfolge“ demonstrieren. Ich denke, wenn Lengfeld dazu die des Lesens und Schreibens unkundigen Moslems befragen würde, träfe sie durchweg auf verständnislose Gesichter.

Dann wendet sie sich dem Kopftuch zu: „In der Sure 24:31 steht: … ‚Sie sollen ihren Schal über den Schlitz (Halsausschnitt) ihres Kleides ziehen.‘ Sie sollen also ihr Dekolleté, nicht ihren Kopf, bedecken, d.h. die religiöse Pflicht, sich mit einem Kopftuch zu bedecken, gibt es im Koran nicht.“ Sollte man an dieser Stelle nicht seriöserweise auch anmerken, daß die Sache so eindeutig nicht ist? Daß nämlich manche Wissenschaftler sagen, Frauen hätten in jener Zeit den Schal (khimar, khumur) stets über dem Kopf getragen, so selbstverständlich wie Schuhe an der Füßen. Daher bestand kein Anlaß, dies zu erwähnen. Anders als bei der Sitte, ihn nach hinten fallen zu lassen und so den Ausschnitt zu entblößen.

Exegese ist eine heikle Angelegenheit, und die der Schriften, die Weltreligionen begründen, ganz besonders. Wir wären sicher konsterniert, wenn ein islamischer Gelehrter aus dem Nahen Osten, unserer Sprache nicht mächtig, uns die Bibel erklären wollte. Umgekehrt sollte das auch gelten. Ich finde es peinlich, wenn wir jetzt den etwa 1.6 Milliarden Moslems weltweit erklären wollen, wie das eigentlich ist mit dem Islam.

Die Sekte aus Potsdam auf dem Weg zur Weltreligion

Posted in Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 25. 2. 2016

Draußen schneit’s unaufhörlich, der „Spätwinter will nicht weichen“ (Zitat mehrerer Online-Wetterdienste), wenige Tage vor dem meteorologischen Frühlingsanfang. Da beruhigt es mich ungemein, daß das „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“ irgendeinen „Code genackt“ hat und nun präzise vorhersagen kann, daß der Mensch mit seinem unheilbringenden CO2 die normalerweise in etwa 50.000 Jahren bevorstehende nächste Eiszeit um nochmal 50.000 Jahre hinauszögert. Hurra! Denn eine Eiszeit könnte ich jetzt wirklich nicht auch noch gebrauchen.

Allerdings verkündet der Chef dieses Instituts, ein Sektenführer mit dem wunderlichen Namen Schellenhuber, wie alle Sektenführer nicht nur die drohende Apokalyse, sondern ist auch im alleinigen Besitz einer höheren Wahrheit. Er verspricht, den Weltuntergang noch abzuwenden – wenn wir uns ihm bedingungslos unterwerfen und allesamt seine Jünger werden. Das beschreibt er in seinem Manifest „Selbstverbrennung„.

Diesem Buch könnte dabei eher gelingen, woran seriöse Wissenschaft bislang gescheitert ist. Nämlich bei den sich tapfer jeder Evidenz widersetzenden Verteidigern der porösen Theorie vom menschengemachten Klimawandel Zweifel aufkommen zu lassen, ob sie all‘ die Jahre dem wahren Propheten gefolgt sind. (Freilich war das kaum Schellenhuber’s Absicht.)

Übrigens hat diese Sekte in Potsdam das Privileg, je zur Hälfte vom Bund und den Ländern finanziert zu werden. Schon um das nicht zu verlieren, muß sie natürlich weiterhin den Weltuntergang einerseits und ihre Heilslehre anderseits beschwören. Aber ich überlege, wo da der Gegenwert für den Steuerzahler ist?

Verquere Argumentation

Posted in Gesellschaft, Wissenschaft by Verfasser on 15. 2. 2016

Die Nachdenkseiten interviewen den Arzt und Vorstand des Deutschen IPPNW (International Physicians for the Prevention of Nuclear War) Alex Rosen zu Fukushima. Titel, eher nicht so seriös wissenschaftlich, „Fukushima ist überall“. Rosen prangert Vertuschung und Verharmlosung durch ein Netzwerk aus Atomlobby und Regierung in Japan an.

Mag stimmen. Befremdlich ist, daß er die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Kernkraft unter anderen mit Verweis auf eine der drei für das japanische Parlament erstellten Studien begründet, weil sie TEPCO’s Behauptung, der Unfall sei auf ausschließlich auf den Tsunami zurückzuführen, widerspräche. Die FAZ zitiert, die Katastrophe sei dem Bericht zufolge „von Menschen gemacht“ und „vorhersehbar und vermeidbar gewesen“. Damit sind Mißstände bei Betrieb des Kraftwerks und den Aufsichtsbehören gemeint.

Rosen glaubt, es sei dem Aufruf zum „Atomausstieg“ dienlich, Belege anzuführen, wonach der Unfall „vermeidbar“ gewesen wäre? Eine ungewöhnliche Position für einen Kernkraftgegner. Denn dann wäre die Konsequenz nicht notwendigerweise der Ausstieg, sondern naheliegender und mit viel weniger Aufwand erreichbar, solche Mißstände zu verhindern. Das scheint ja möglich – siehe „vermeidbar“.

 

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Tags die Sonne und nachts der Mond?

Posted in Medien, Wissenschaft by Verfasser on 11. 2. 2016

„Wie ein Märchen aus Tausendundeiner Nacht“ jubelt die FAZ., „Den Klimawandel bremsen“ die Frankfurter Neue Presse. Und meinen damit die in Fertigstellung befindliche Solarkraftwerksanlage in Marokko nahe Ouarzazat. Daß solche Projekte in einer Region mit (tagsüber) recht konstanter Sonneneinstrahlung deutlich mehr Sinn machen als etwa im – klimatisch, selbstverständlich – tristen Deutschland, liegt nahe.

Aber in den Artikeln tauchen dann ein paar Bemerkungen auf, die mich nachdenklich stimmen. Bei der FAZ etwa heißt es:

‚Die Anlage wird auch Stunden nach Sonnenuntergang Strom einspeisen können‘, erklärt Ingenieur Bayed. Die Schwankungen im Stromangebot, die die Energiewende in Deutschland so kompliziert machen, werden damit in Marokko kleiner ausfallen.

Stunden nach Sonnenuntergang? Wieviele denn? In Ouarzazat, also neben der Anlage, geht die Sonne beispielsweise heute um 18h10 unter und morgen um 07h11 auf (Quelle: sunrise-and-sunset.com). Das macht 11 Stunden Sonne – und 13 Stunden Dunkelheit. Im marokkanischen Winter, wenn’s auch dort kalt ist, nachts geht es dieser Tage bis fast an den Gefrierpunkt (Quelle: wetteronline.com). Natürlich ist anzunehmen, daß die meisten Marokkaner nachts schlafen und daher nicht soviel Strom benötigt wird wie tagsüber. Aber bis dahin? Wenn die einen zuhause fernsehen, dazu Licht und Heizung brauchen, die anderen noch Bars und Restaurants bevölkern? Dann brauchen die noch 5 bis 6 Stunden nach Sonnenuntergang recht viel Strom. Können die Flüssgkeitsspeicher solange liefern? Keine Angabe. Es gibt also selbst hier noch „Schwankungen im Stromangebot“ – mit denselben fatalen Auswirkungen wie bei uns in Deutschland. Und es werden offenbar dieselben Fehler gemacht: Eine staatlich garantierte Einspeisevergütung für die Betreiber (also: die Investoren), die höher als der aktuelle (!) Endkunden-Strompreis ist. Das muß man sich halt schönrechnen. Die FAZ macht das in ihrem Artikel.

Und aus der Frankfurter Neuen Presse erfahren wir, daß die Anlage sogar einem höheren Ziel dient:

Ziel sei es, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern und den Klimawandel zu bremsen.

Sagt die KfW. Beruhigend, daß wir mit sowas gleich den ganzen Klimawandel bremsen. Lesen wir weiter. Schon nach Fertigstellung des ersten Abschnitts würde Marokkos CO2-Ausstoß (in Klammern: der böse, der die Erderwärmung macht und Köln überflutet) um 240.000 Tonnen jährlich gesenkt. Wenn wie geplant bis 2020 alle fünf Abschnitte fertiggestellt würden, und es wird da explizit im Konjunktiv formuliert, könnten sich sogar 3.7 Mio Tonnen einsparen lassen. Und dann erfahren wir, daß das Solarkraftwerk einen Meilenstein darstellt, weil in Afrika noch 600 Millionen Menschen ohne Strom seien. Hoppla – wenn es darum geht, diese Lücke aufzufüllen, dann kann man doch mit diesem (und anderen solchen) Kraftwerken den CO2 Ausstoß gar nicht senken, weil es um eine zusätzliche Versorgung geht? Man kann vielleicht verhindern, daß er weiter ansteigt. Wobei diese 600 Millionen, nicht anders als die Marokkaner, den Strom gewiß auch gerne spät nachts noch hätten.

Es wäre ehrlicher gewesen, auch so zu kommunizieren. Aber warum geschieht eben das nicht? Ganz einfach, zum einen muß man uns schon immer wieder einreden, daß die Energiewende ein Erfolgsmodell ist und der Blümchenenergie die Zukunft gehört. Sonst könnten uns angesichts der Diskrepanz zwischen dem, was wir sehen, und dem, was wir hören, doch wieder Zweifel kommen. Zum anderen steckt auch in diesem Projekt, wie im gescheiterten DeserTec, das Geld bundesdeutscher Steuerzahler. Weil die KfW über 600 Millionen unserer Euro da beigesteuert hat.