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Die getöteten Kinder

Posted in Gesellschaft, Medien by Verfasser on 23. 5. 2017

Nach dem Attentat in Manchester betonen alle Medien, daß auch Kinder unter den Toten waren. So wie bei Anschlägen im Nahen Osten oder bei ertrunkenen Migranten im Mittelmeer stets hervorgehoben wird, wenn es Frauen und Kinder unter den Opfern gab.

Gilt das Leben eines Mannes weniger als das einer Frau? Oder das eines Erwachsenen weniger als das eines Kindes? Sind ein Anschlag oder ein Unglück weniger tragisch, wenn es sich bei den Getöteten um erwachsene Männer handelt?

Wohlgemerkt: Auch mir geht der – durch was auch immer verursachte – Tod eines Kindes näher. Aber warum eigentlich? Weshalb sollte das Leben des einen Menschen weniger gelten als das des anderen? Und wenn wir das einmal so annehmen – wie ist die Abstufung, wo sind die Grenzen? 15jähriges männliches Anschlagsopfer weniger schlimm als 10jähriges weibliches? 30jähriger männlicher Toter weniger schlimm als 40jähriger weiblicher? Wäre es dann nicht folgerichtig irgendwann fast egal? Aber ab wann – bei einem 60jährigen Mann? Wer bestimmt das?

Hat jemand weniger „Recht auf Leben“, weil er schon mehr Lebensjahre hinter sich hat als ein anderer? Gibt es denn eine Art Anspruch auf eine bestimmte Lebenszeitspanne, und je näher der Mensch dem – statistisch gemittelten – Ablauf ist, desto geringeren Wert hat sein Leben?

Wer sich jetzt empört und diese Ausführungen zynisch nennt, den frage ich: Ist es nicht vielmehr zynisch, solche Vergleichsbewertungen anzustellen?

 

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Hurra! Die Rechten, sowieso!

Posted in Medien, Verschaukelt by Verfasser on 27. 4. 2017

Ein Bundeswehroffizier gibt sich seit eineinhalb Jahren als syrischer „Flüchtling“ aus, läßt sich als Asylbewerber registrieren und kassiert so monatlich 400 Euro vom Staat. Dieser eine von rund 178.000 Soldaten ist in allen Medien die Meldung des Tages und die Top-Schlagzeile in der tagesschau

Warum?

Nicht etwa, weil er, kein Wort arabisch sprechend, das blamable Versagen der deutschen „Flüchtlingspolitik“ offenbart. Sondern weil er – sagt man uns – einen Anschlag geplant hatte, um den dann „Flüchtlingen“ in die Schuhe zu schieben und so mit einer „false flag operation“ ein fremdenfeindlichen Klima zu schüren.

Jubel! Da ist der Beweis: Die „Flüchtlinge“ sind doch die Guten und alles Böse kommt von Rechtsextremen! Das soll sich tief bei TV Zuschauern und Zeitungslesern festsetzen. (Als damals ein richtiger syrischer „Flüchtling“ einen Brandanschlag auf eine Unterkunft verübte und mit Hakenkreuz-Schmierereien den Verdacht auf die rechte Szene lenken wollte, war die spätere Aufklärung nicht der große Aufmacher, nur eine Randnotiz wert.) Idealerweise müssen die, „die schon länger hier leben“, bei jedem künftigen Anschlag eines Asylbewerbers intuitiv sagen: „Schon wieder die Nazis“. Dann hat der Volkserziehungsauftrag funktioniert.

Abschließend: Bislang ist das mit den Anschlagsplänen offenbar nicht mehr als eine Vermutung. Und niemand scheint zu fragen, weshalb der Offizier nach eineinhalb Jahren noch immer nicht über die Vorbereitungsphase hinausgekommen war?

Jetzt zeigen wir’s denen aber!

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 12. 4. 2017

Das kann sich doch niemand mehr anhören: Ohne Unterlaß tromptetet jeder, aber auch wirklich jeder, daß wir uns jetzt – nach dem Anschlag auf den BVB Mannschaftsbus – aber schon gleich überhaupt nicht unser „freies Leben“ und unsere „Werte“ (ach das, Fußball, sind diese Werte!) verbieten lassen und daß wir uns dem Terror sowieso nicht beugen. Und das, wie ein wackerer Fan in der tagessschau (12.4.2017 20h) in die Kamera sprach, „zeigen wir der ganzen Welt“ – indem wir das Spiel eben anderntags stattfinden lassen. Ja, freilich  die „ganze Welt“ wird sehr genau hinsehen, was da „jetzt erst recht“ irgendwo in Mitteleuropa, in einem Dortmunder Fußballstadion geschieht. Respektabel! Beeindruckend!

Deswegen muß dann auch noch unser Innenminister (zugleich, hier besonders sinnig, Sportminister) zu diesem Spiel anreisen, von dem er ansonsten allenfalls morgen im Radio gehört hätte. Um nämlich – na was wohl? – jawoll, „ein Zeichen zu setzen“! Respektabel! Beeindruckend!

Auch so kann man Opfer verhöhnen

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 23. 3. 2017

Essen, Paris-Orly, London, Antwerpen – alles psychisch gestörte Einzeltäter. Hat nichts mit dem Islam zu tun. Ach ja, und natürlich lassen wir uns unsere (westliche, offene, tolerante, bunte…) Lebensweise nicht verbieten.

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