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Die Kirche verleugnet die Schöpfung

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 25. 5. 2017

Ist es nicht höchst befremdlich, daß die Kirchen in Deutschland zwar – die Worte Jesu „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist“ mißachtend – sich in die Politik einmischen, sich lärmend „gegen rechts“ engagieren und jeden, der nicht wenigstens einen abgelehnten und zur Abschiebung vorgesehenen Asylbewerber im Keller versteckt, exkommunizieren. Aber andrerseits kein, kein einziges Wort erheben gegen den absurden und eben jedem kirchlichen Verständnis widersprechenden Genderismus, der Abschaffung von Mann und Frau?

Ach, das machen doch alle

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 4. 5. 2017

Jaja, das kennen wir schon: Wenn ein afghanischer Asylbewerber eine zum Christentum konvertierte frühere Muslima absticht, dann ist das nur und ausschließlich und sowieso, weil er psychisch krank ist. Bitte, mit dem Islam hat das doch nichts zu tun. Und mit den Migranten, korrigiere: „Flüchtlingen“, korrigiere: „Schutzsuchenden“ auch nicht. (Beweis: Auch ein deutscher Christ hat schonmal irgendwann irgendwo eine deutsche Christin abgestochen.)

36,4%

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 8. 1. 2017

Eine Freundin erzählt mir, wie sie vor wenigen Tagen am Stammtisch in ihrer Kleinstadt in Bayern saß. Ein anderer dort, Inhaber eines Handwerksbetriebes, berichtete, daß er gerade in der örtlichen Asylbewerberunterkunft gewesen sei. Man hatte ihn um Unterstützung in einer handwerklichen Angelegenheit gebeten, er sollte den Bewohnern die Bedienung vorführen. Da waren nur etwa 15 versammelt und er bat, die übrigen zu holen für die Einweisung (ja, er spricht Englisch). Denn er wußte, daß in der Unterkunft 56 Migranten leben (sowas spricht sich auch in einer Kleinstadt noch herum). Die Bewohner teilten ihm unverblümt mir, die anderen seien gerade in die Heimat gereist.

Am Stammtisch habe, sagt mir die Freundin, betretenes Schweigen geherrscht. Sie sei sehr verwundert gewesen, daß niemand gefragt habe, wie es denn sein könne, daß diese Asylbewerber mal eben genau dorthin gingen, wo ihnen doch – angeblich – schlimmste Verfolgung drohe. (Und, so würde ich ergänzen, von welchem Geld?) Die Freundin wußte schon von mir, daß soetwas durchaus passiert. Die übrigen am Stammtisch schienen aber überrascht – sie hatten davon bisher wohl nichts gelesen oder gehört in unseren Qualitätsmedien. Freilich bin selbst ich hier erstaunt, wie hoch der Anteil der „Urlauber“ ist.

Eine einzelne Unterkunft mit nur 56 „Schutzsuchenden“ kann natürlich nicht einfach so als typisch gesetzt werden. Dennoch erlaube ich mir das Zahlenspiel:

Augenscheinlich kein Asylgrund: 73,2%
Abgelehnte Asylanträge Januar bis November 2016: 36,8% (Quelle BAMF)
Differenz: 36,4%

Vereinfacht hieße das, diesen Fall als Maßstab nehmend, ein Drittel aller positiven Asylbescheide sind objektiv falsch und das BAMF ist erfundenen Geschichten aufgesessen.

Regierung verwirrt: Gesetze auch noch anwenden?

Posted in Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 7. 1. 2017

Wer diesen Bericht in der Welt liest muß doch annehmen, daß unsere Bundesregierung nichts als ein Haufen unfähiger Trottel ist. Wie anders ist zu erkären, daß sie 1,8 Millionen Euro Steuergeld (!) an McKinsey bezahlen muß um zu erfahren, daß geltendes Recht unverzüglich (im Juristendeutsch heißt das „ohne schuldhaftes Zögern“) anzuwenden ist? Daß Asylanträge zügig zu bearbeiten sind und im Falle einer Ablehnung eine unmittelbare und konsequente Abschiebung zu erfolgen hat?

Das war diesen Damen und Herren mit – manchmal sogar echtem – Studienabschluß und vom Steuerzahler aufgebrachten Vergütungen von jährlich 187.000 Euro für Bundesminister und sogar 238.000 Euro für Staatssekretäre nicht klar? Dazu brauchen sie eine Studie? Und die müssen sie teuer bei McKinsey einkaufen, obwohl ihnen soetwas jeder Bürger, der sich einigermaßen „gesunden Menschenverstand“ bewahrt hat, am Telephon hätte sagen können?

 

Gekommen zu Fuß oder mit dem Bus, zurück mit dem Charterflugzeug

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 11. 7. 2016

Manfred Haferburg hat auf der Achse ein paar Zahlen zur Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern dargestellt. Der Artikel ist oben verlinkt, ich fasse hier nur zusammen:

  • Kosten der Abschiebung in NRW: zwischen 11.000 und 41.000 EUR je Person
  • Kosten der Abschiebung in Bayern: durchschnittlich 55.000 EUR je Person
  • Ausgeführte Abschiebungen in 2015 bundesweit: 22.369
  • Derzeit anhängige Asylverfahren: rund 400.000
  • Übliche Ablehnungsquote: 40% = 160.000 (aber da gibt’s ja dann die „Abschiebehindernisse“)
  • Unregistrierte Zuwanderer: geschätzt bis zu 500.000
  • Davon bei möglicher Ablehungsquote 40%: 200.000 (wobei die ja oft einen Grund haben, sich nicht zu registrieren – nämlich eine erwartbare Ablehnung)

Angesichts der sich daraus ergebenen unfaßbaren Kosten läßt sich nachvollziehen, weshalb nur eine so überaus kümmerliche Zahl abgelehnter Asylbewerber tatsächlich abgeschoben wird: Es ist schlicht zu teuer. Wobei ich mich wundere, weshalb auch Ärzte mitfliegen – und bezahlt werden – müssen. Wer so krank ist, daß er für die paar Stunden Reisezeit einen Arzt braucht, für den bestünde ja ohnehin ein Abschiebehindernis. Und ich frage mich, weshalb um alles in der Welt einem abgelehnten und abschiebepflichtigen Asylbewerber auch noch ein bundesdeutscher Sozialarbeiter mitgegeben werden muß?

(Daß ich dies geschrieben habe, ist schon überaus riskant – angesichts der Nähe des besagten Amtsrichters, siehe hier. Haferburg ist weit weg, in Sicherheit.)

Mittwochs von acht bis zehn Schulterklopfen

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 22. 1. 2015

Tapfer gehen Bürger – wie heute in Leipzig – gegen PEGIDA auf die Straße. Ähnlich wie bei jenen bleibt unklar, wofür oder wogegen konkret sie da demonstrieren. Sie tragen Schilder wie „Leipzig zeigt Courage“, aber was sagt uns das? Reicht es denn, gegen PEGIDA zu sein. Bedeutet das automatisch, aufgeschlossen, weltoffen und tolerant zu sein?

Wieviele dieser Demonstranten hätten aber dann doch auf einmal ein Problem damit, wenn direkt neben ihrem Haus eine Moschee errichtet würde – oder ein Asylbewerberheim? Mit allem, was das so mit sich bringt? Oder wenn ihre Tochter mit einem äthiopischen Flüchtling ausgehen würde? Wieviele rümpfen schon die Nase, wenn der Sohn vom Nachbarn mit kiloweise Piercings und ganzkörpertätowiert daherkommt?

Ob da nicht auch viele, viele Gutmenschen sind, die sich selbst mit ihrem wohlfeilen Protest auf die Schulter klopfen und Absolution erteilen, damit sie in dieser Nacht gut schlafen – um anderntags insgeheim in ähnliche Stereotypen zu verfallen, wie sie PEGIDA vorwerfen? Denn wenn es soviele aufrechte Bürger gibt, die für Minderheiten eintreten – warum haben es Minderheiten dann so schwer in diesem Land?

Bauernopfer?

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 30. 9. 2014

Anläßlich der mutmaßlichen Schikanen von Flüchtlingen in der Notunterkunft Burbach zitieren die Medien den Regierungssprecher, ‚die Vorwürfe müssten von den zuständigen Stellen rasch und gründlich „aufgearbeitet und aufgeklärt werden“. Falls tatsächlich geschehen sei, was Bilder nahelegten, „dann müssen die Verantwortlichen, sofern es welche gibt, zur Rechenschaft gezogen werden“ ‚ (nach Yahoo). Beeindruckend? Daß die Angelegenheit aufgeklärt und sich eventuelle Schuldige dafür verantworten müssen, ist ja wohl überaus selbstverständlich. Daher ist diese Aussage nur banal und wir fragen uns, wer sich da mehr disqualifiziert – Seibert mit dem hohlen Geschwätz oder die Medien, die das für eine Nachricht halten?

Das Problem ist vermutlich komplexer, als es in der ersten – plakativen – Empörung scheint. Wer sich einmal mit den Zuständen in den Unterkünften und Asylbewerbern auseinandergesetzt hat, wird wissen, daß darunter schon auch welche mit geradezu unverschämten Anspruchsdenken sind, aufsässig, aggressiv und gewalttätig. Noch dazu sind beim Zusammenleben unterschiedlicher Volksgruppen auf engstem Raum ständige Konflikte unvermeidlich. In solchen Situationen sind sogar ausgebildete und erfahrene Psychologen zuweilen überfordert. Was erwarten wir da vom Wachmann eines Sicherheitsdienstes? Natürlich entschuldigt das keinesfalls Übergriffe jedweder Art. Aber wir sollten überlegen, wen wir da spontan verurteilen. Ob das nicht Bauernopfer sind.

Jetzt wird publikumswirksam nach besseren Kontrollen gerufen. Als ob das etwas ändern könnte. Wie soll das aussehen? Kommen Inspekteure und befragen die Flüchtlinge, ob die Wachleute auch gut zu ihnen sind? Oder verteilen sie Fragebögen (die von vielen gar nicht erst verstanden werden)? Was soll dabei herauskommen, wenn nicht eine Denunziationskultur – mit anschließenden Vergeltungsschlägen? Oder befragt man das Personal, ob denn alles friedlich zugeht?

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Der Neger auf dem Fahrrad

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 31. 5. 2014

Ich laufe auf einem – recht schmalen – Gehweg einer ruhigen Seitenstraße am Rande meiner kleinen Stadt. Auf einmal ertönt vor mir eine Klingel, mehrmals. Ein Neger* auf einem Fahrrad. Er macht keinerlei Anstalten, auszuweichen. Ich weise den Asylbewerber (in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Asylbewerberheim und er fährt in diese Richtung) darauf hin, daß dies ein Gehweg, kein Radweg sei. Das ganze bewußt ohne Aggression, ohne Überheblichkeit und ohne in „Ausländersprech“ zu verfallen. Ich trete sogar zur Seite.

Und er? Er fährt an mir vorbei und sobald er eine sichere Entfernung, weiterhin auf dem Gehweg radelnd, erreicht hat, ruft er, mit starkem Akzent aber verständlich, „Arschloch!“ zurück. Gleich mehrmals.

Keine Frage, so eine Szene mag sich auch mit alteingesessenen Bayern abspielen. Aber es gibt einen Unterschied: Dieser Mann ist Gast in unserem Land – und wir bezahlen ihm seinen Aufenthalt sogar! Muß ich mich da noch von ihm beschimpfen lassen?

Die traurige Wahrheit ist: Ja, muß ich. Weil man sich hierzulande, bald ein Jahrhundert nach Hitler, in eine hysterische Angst hineingesteigert hat, als „Nazi“ zu gelten. Deshalb kann sich hier ein Ausländer Unglaubliches herausnehmen. Deshalb kann es sich eine offensichtlich arbeitsscheue Rumänin erlauben, vor höchsten Gerichten den Deutschen Staat auf Arbeitslosengeld zu verklagen. Deshalb wird gerne in Deutschland der Asylantrag gestellt: Rechtsradikalen Mob gibt es überall, so auch in Frankreich, England, Italien oder Dänemark. Aber anders als in jenen Ländern werden Einwanderer hier „Menschen mit Migrationshintergrund“ genannt und es gibt Tanzkurse für Asylbewerberkinder. Was wäre losgewesen, wenn ich dem Neger nachgesetzt hätte um ihn zur Rede zu stellen. Dann hätten „besorgte“ Bürger die Polizei gerufen, daß da einer „Jagd auf Ausländer“ macht.

Jetzt heulen die Gutmenschen auf: Der arme, traumatisierte Flüchtling, kann die Regeln in seinem Gastland noch gar nicht kennen und wird, kaum tödlicher Gefahr in seiner Heimat entronnen, gleich wieder drangsaliert. Und überhaupt sind das doch nur Einzelfälle. Und schon bin wieder ich der Böse, nicht etwa der unverschämte Asylbewerber. Ich könnte kotzen.

Disclaimer: Ich bin kein Ausländerfeind, kein Rassist und kein Neonazi. Ich befürworte das Recht auf Asyl – für politisch, ethnisch oder religiös Verfolgte. Ich nehme in Anspruch, Mißbrauch und Fehlentwicklungen frei von Tabuisierung durch falschverstandene political correctness anzusprechen.

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*Ja, ich verwende diesen Begriff, und zwar grundsätzlich wertfrei. Denn ich gehöre einer Generation an, wo der Alltag noch nicht von absurder political correctness zersetzt war, der zufolge „Neger“ mit aufwendigen Wortungetümen umschrieben werden muß, ein „Asiate“ aber gefahrlos auch als solcher beschrieben werden darf.