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Die glauben das wirklich

Posted in Gesellschaft, Medien by Verfasser on 24. 5. 2017

In Brüssel demonstrieren ein paar tausend Spinner gegen den Besuch von Donald Trump bei der EU. Er sei da nicht „welcome“, entscheiden sie – mal eben den Anspruch vertretend, für die ganze Stadt (1.1 Mio Einwohner), eigentlich natürlich für die ganze Europäische Union (510 Mio Einwohner) zu sprechen. Ich bin mir sicher, neun von zehn EU Bürgern geht Trump am A… vorbei, aber das nur am Rande bemerkt.

Diese Demonstranten „Spinner“ zu nennen ist offensichtlich begründet. Da haben die Organisatoren eigenem Bekunden zufolge einen wilden Haufen von Splittergruppen aus allen Ländern zusammenrufen müssen, um überhaupt auf eine nennenswerte Zahl zu kommen. Es stehen also Kämpfer für ein von jetzt ab unveränderliches Weltklima (allen Naturgesetzen zum Trotze) neben Menschen, die im wahrsten Sinne des Wortes nicht wissen, ob sie nun Männlein oder Weiblein sind. Egal, selbstgestrickte Mützen in zum jeweiligen Lager passenden Farben gibt’s für jeden – Hauptsache es geht gegen Trump. Denn der ist der, nein: das Böse schlechthin. Wenn der endlich weg ist, gibt es nichts als Liebe und Frieden auf unserer Erde, die sich freiwillig nur noch um 1,49°C erwärmt, damit sie taktvoll die todbringende 1,5°C-Marke von Paris nicht reißt.

Das bei aller Lächerlichkeit Tragische daran ist: Die glauben das wirklich. Nicht etwa, weil sie nachgedacht oder gar geforscht hätten. Sondern weil das so oder so ähnlich alle großen Medien verbreiten. Diese verwirrten Seelen ziehen überhaupt nicht gegen Donald Trump in die Schlacht, sondern gegen das Zerrbild, das von ihm gezeichnet wird.

Das ist die Gefahr, die von den Medien ausgeht, und der Schaden, den sie – sehenden und zufriedenen Auges – mit ihren Hetzkampagnen anrichten: Einfältige Menschen, und davon gibt es viele, nehmen dieses Zerrbild für die Wirklichkeit und rüsten daraufhin zu einem fanatischen Kreuzzug. Der nicht selten gewalttätig wird. Sei es hier Trump, da die AfD, dort ein „Klimaleugner“ oder sowieso ein „Nazi“.

Zurück nach Brüssel. Seltsam ist, daß die Polizei zuerst rund 6.000 Teilnehmer der Demonstration zählte. Nach dem Ende der Verastaltung korrigierte sie plötzlich auf 9.000 . Wie das? Gab es da eine wohlwollende staatliche Stelle im Hintergrund, die der Meinung war, 6.000 gegen Trump sei einfach nicht genug angesichts des leibhaftigen Gottseibeiuns?

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Schlechte Verlierer, nichts weiter

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 2. 7. 2016

Wenn jetzt in London „Zehntausende“ auf die Straße gehen und gegen das Brexit-Votum demonstrieren, sollten wir nicht übersehen: Das sind dennoch nur die Verlierer, und ganz schlechte dazu.

Man reibt sich die Augen: Da ruft das Volk die Regierung dazu auf, gegen einen eben getroffenen Volksentscheid zu verstoßen. Und hier fordern jene, die in der Abstimmung unterlegen sind, ihr Votum – also das der Minderheit! – umzusetzen. Das ist nicht nur ausgesprochen kindisch. Wie soll es denn weitergehen, wenn die jeweiligen Verlierer ihre Niederlage nicht akzeptieren wollen? Einer wird ja immer der Verlierer sein. Aber wollen diese Wirrköpfe wirklich, daß bei Abstimmungen und konsequenterweise eben auch Wahlen sich künftig die Minderheit durchsetzt?

Die tagesschau übersetzt den Ruf einer empörten Demonstrantin hinsichtlich der Brexiteers: „Die wußten gar nicht, worüber sie abstimmen!“ Wieder einmal unterstellt der Unterlegene, daß die obsiegende Mehrheit einfach nur aus Dummheit so abstimmte und sich deshalb nicht durchsetzen dürfe. Aber allein der Umstand, daß jemand aus dem Volk fordert, einen Volksentscheid zu ignorieren oder eben solange zu wiederholen, bis das Ergebnis endlich das „richtige“ ist, zeugt doch von einer viel größeren Dummheit.

Daß die Brexiteers übrigens nicht mit Demonstrationen die Straßen und die Medien beherrschen, sollte nicht glauben lassen, plötzlich würden die Remainer das Volk repräsentieren. Wozu sollten die „Gewinner“ des Referendums denn jetzt noch demonstrieren?

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