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Kein Grund zum Jubeln

Posted in Forschung, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 7. 6. 2017

Der neuen Version des Elektroauto Opel Ampera wird allüberall Jubel zuteil. Opel hat’s – sagt man – geschafft: endlich ein alltagstaugliches E-Mobil mit über 300 km Reichweite. Definiert man so „Alltagstauglichkeit“? Das einzige Auto, das ich je mit etwa dieser Reichweite hatte, war ein benzingetriebener Peugeot J7, gebraucht, zum Wohnmobil ausgebaut. Kleiner Tank und großer Verbrauch, ich hatte immer zwei 20 Liter Kanister „Reserve“ dabei. Das ist bald dreißig Jahre her. Seither verstehe ich unter „Reichweite“ etwas anderes.

Mit dem Opel Ampera könnte ich ohne nachzuladen keinen meiner Verwandten besuchen, sie wohnen alle mindestens knapp außerhalb dessen „Reichweite“. Klar, wenn es dann bald genügend Ladestationen an Autobahnen gibt, braucht es mit einer halben Stunde nur dreimal so lange wie das Betanken eines Verbrenners, um weiterzukommen. Macht bei dieser Schnelladefunktion freilich nur 80% voll – das sind dann wieder deutlich unter 300 km. Die gibt’s nämlich nur bei einer Ladezeit von stattlichen 20 Stunden!

Interessant finde ich als Ingenieur aber etwas anderes. Der Akku des Ampera wiegt fast eine halbe Tonne und macht damit mehr als ein Viertel des Fahrzeuggesamtgewichts aus. Dieser Ballast muß immer mit herumgeschleppt und bewegt werden, egal ob voll oder leer. In der Größe vergleichbare Benziner wiegen – vollgetankt – eben dieses Akku-Gewicht weniger. Solange es noch keine federleichten Akku gibt (die Tankfüllung eines Benziners kommt da auf ein Zehntel), sind Elektroautos also schon deswegen konzeptionell dumm.

Dazu kommt, daß sie auch keinen Deut dazu beitragen, Merkel bei „ihrem CO2“ zu helfen. Der Ampera will nicht nur geladen werden, wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Deswegen verantwortet er effektiv 114 g CO2  je Kilometer und damit etwa genausoviel wie ein sparsamer Benziner derselben Größe (allerdings mit weniger PS).

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(alle technischen Daten und Verbrauchsangaben aus der ADAC Motorwelt und von mobile.de)

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Das ist gar kein Ausstieg

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 22. 5. 2017

Klar, in Deutschland ist überall triumphierend zu lesen, die Schweizer hätten „für den Atomausstieg“ gestimmt. Endlich hat sich weltweit doch noch ein Land (0,11% der Weltbevölkerung) gefunden, das sich dem Vorbild Deutschland anschließt und die Erde zu einem besseren Ort macht. Sehet, andere werden folgen!

Nur, das ist eine klassische „fake news“, die da alle unsere Medien stolz verbreiten. Denn es gibt keinen „Ausstieg“: Die fünf Atomkraftwerke sollen ohne einen fixierten Abschaltetermin so lange laufen, wie sie von den Behörden als sicher eingestuft werden. Man hat lediglich festgelegt, keine neuen Kernkraftwerke mehr bauen zu wollen.

Nebenbei erwähnt: Otto Schily, der ehemalige Grüne, hat die Schweizer vor der Abstimmung noch vor den „ökologischen und sozialen Folgen des Energiegesetzes“ gewarnt. Nun, manche lernen aus den Schmerzen anderer, manche nur aus den eigenen…

Es ist schon zu spät

Posted in Gesellschaft, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 9. 5. 2017

Ich weiß nicht, ob ich recht habe.
Aber selbst wenn, so hätte ich zwar das Mandat, nicht jedoch die Macht, es aufzuhalten.
Es ist auch zu spät, denn es ist bereits da.

Historiker der Zukunft werden den Kopf schütteln über uns heute.
Sie werden fragen: Sie mußten es doch kommen sehen, warum haben sie nichts dagegen getan?

Lieber sicher in den Untergang als riskant auf die Barrikaden

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 26. 3. 2017

Die sagen alle: Das putzig kleine Saarland ist kein Indikator für die Bundestagswahl. Wenn die sich da nicht mal irren. Im Saarland wurde nicht Kramp-Karrenbauer gewählt, sondern Merkel. Es wären sich alle Kommentatoren einig gewesen, wäre die CDU pulverisiert worden, daß das nicht Kramp-Karrenbauer, sondern Merkel gegolten hätte.

Das Volk ist im Saarland wie in den anderen Bundesländern gewogen, eine Kanzlerine zu wählen (hört mir auf damit, daß doch Parteien gewählt würden und der Bürger den Kanzler gar nicht direkt bestimmen könne), die Land und Volk abschafft, um mit Sarrazin zu sprechen. Es finden sich ja bereits Medien, die vorrechnen, was Merkel’s sogenannten Flüchtlinge kosten werden (über 20 Milliarden Euro im Jahr, vorerst). Und der Bürger liest jeden Monat auf der Rechnung, was ihn die „Energiewende“ kostet – und in der Zeitung, daß sie nichts bewirkt. Das nimmt er hin. Wenn’s drauf ankommt, wählt er Beständigkeit anstatt Protest. Lieber sicher in den Untergang als riskant auf die Barrikaden.

Einmal mehr: Ja, dafür habt Ihr sie auch verdient, die Merkel (oder den Schulz, kommt’s darauf an?).

Blackout

Posted in Gesellschaft, Medien, Verschaukelt by Verfasser on 5. 3. 2017

Auf Rügen liefern sich, wie auch sonst in Deutschland, Gegner und Befürworter von neuen Windkraftanlagen erbitterte Auseinandersetzungen. Siehe etwa den Bericht der Zeit.

Mir erscheint das dermaßen absurd. So ein Streit würde doch, wenn überhaupt, nur Sinn machen, wenn die Anlagen ihrerseits Sinn machen würden. (Also, über den Gewinn der „Investoren“ hinaus.) Aber die Zeit beschreibt drei Webseiten lang das Für und Wider. Ohne auf das eigentliche „Wider“ zu kommen, auf das KO-Kriterium. An der Ostseeküste kann man von etwa 4.000 Windstunden ausgehen. Ein Jahr hat aber 8.760 Stunden. Alles und jeder braucht Strom rund um die Uhr, jeden Tag, jede Nacht. (Und bitte, kein vernünftig denkender Mensch wird mir nun erzählen wollen, daß in den anderen 4.760 Stunden doch die Sonne scheint.)

Man muß doch nicht, wie ich, Ingenieur sein um zu verstehen, daß bei einer Anforderung von hundertprozentiger Verfügbarkeit die Investition in ein System, das bestenfalls die Hälfte bietet, und das willkürlich und nicht planbar, überhaupt nicht diskutiert werden muß!

Wie schaffen das die Medien einerseits und die Menschen im Land andrerseits, bei Thema Energie ihren gesunden Menschenverstand einfach abzuschalten – Blackout?

So müßte Ökostrom wirken

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 23. 2. 2017

In Fortführung des untenstehenden Beitrages: Man müßte an sich „echten Ökostrom“ machen. Heißt, diejenigen Mitbürger, die fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl sowie die Kernkraft ablehnen, sollten auch keinen aus diesen Quellen erzeuten Strom mehr erhalten. Meinetwegen dürfen sie den Strom aus ihren sogenannten Erneuerbaren Energien sogar billiger bekommen, müßten also für die Subventionen gar nicht mehr aufkommen. Aber sie würden nur Strom bekommen, wenn’s den gibt. Soviel sie wollen. Wenn er aber nicht reicht, bei Dunkelheit und Windstille etwa, dann nur noch nach einem Verteilerschlüssel. Und an einem 24. Januar kriegt keiner von denen was.

Ruckzuck wäre in Deutschland die Energieversorgung wieder im Lot. Schade, daß man die Netze nicht so trennen kann. Aber diese Energiewende-Jünger sollten wenigstens die Ehrlichkeit aufbringen, ein solches Szenario einmal zu überdenken.

Verschlafen? Von Herzen Dank dafür!

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 23. 2. 2017

Die Energiewende ist verschlafen worden, man hat nicht rechtzeitig diese Konzerne umgesteuert auf erneuerbage Energien – ja dann bekommen Unternehmen in einer marktwirtschaftlichen Ordnung, in der leben wir nun mal, die Quitttung dafür.

Diesen unfaßbar – man kann das nicht mehr anders, klagesicher bezeichnen – dämlichen Satz spricht ein Wirtschaftswissenschaftler namens Heinz-Josef Bontrup, Direktor des „Westfälischen Energieinstitut an der Westfälischen Hochschule“, in der tagesschau vom 22. Februar, den Milliardenverlust von RWE kommentierend. (Ein Grund, sich dort keinesfalls zu immatrikulieren.)

Ob die Energiewende bei RWE wirklich „verschlafen“ wurde, sei einmal dahingestellt. Vielleicht konnte da auch nur keiner glauben, daß die Regierung einer hochentwickelten Industrienation wirklich einen solchen gefährlichen Unsinn durchzieht. Die eigentliche Dummheit der Äußerung von Herrn Bontrup ist aber die Behauptung, wir lebten in einer „marktwirtschaftlichen Ordnung“. Das mag für überall zutreffen, aber jedenfalls nicht für den Energiesektor, um den es hier ja geht:

Unternehmen bekommen langfristig eine, vom Marktpreis völlig unabhängige feste und hohe Vergütung für ihre Ware (Strom) zugesichert. Sie müssen auch nicht etwa liefern, wenn die Ware gebraucht wird, sondern dürfen liefern wannimmer sie wollen beziehungsweise gerade können (was nicht so schlimm wäre, wenn man die Ware lagern könnte, aber das geht nicht). Ja, sie werden sogar bezahlt, wenn sie gar nicht liefern. Wenn sie aber liefern, haben sie stets Vorrang vor jedem anderen Lieferanten. Das alles ist gesetzlich (EEG) festgeschrieben. Und hat daher nichts mit Marktwirstchaft zu tun, sondern ist das genaue Gegenteil: Staatliche Planwirtschaft. Um das zu erkennen, muß man doch nicht einmal Wirtschaftswissenschaften studiert haben, wie Herr Bontrup.

Wir sollten RWE dankbar sein, daß der Konzern die Energiewende „verschlafen“ hat. Denn woher hätten wir sonst beispielsweise am 24. Januar 2017 den Strom für unsere Sraßenbahnen, OP-Säle, Registrierkassen der Supermärkte, unsere Laptops, Fernseher und Spülmaschinen bekommen? Die Energiewender lieferten da nämlich: nichts. Sie konnten nicht. RWE konnte. Und tat. Und wird dafür bestraft.

 

 

520 Milliarden EUR – aber, hey, wir retten die Welt!

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 12. 10. 2016

Uns 80 Millionen Deutschen können die restlichen 7045 Millionen Menschen auf dieser Erde wirklich dankbar sein. Denn mit 520 Milliarden Euro retten wir die Welt – für alle.

Soviel kostet neuesten Berechnungen des Institut für Wettbewerbsökonomik an der Universität Düsseldorf zufolge die „Energiewende“ allein im Bereich Strom, jedenfalls mal bis zum Jahr 2025 kalkuliert. Sicher ist das viel Geld. Aber gemessen daran, daß ohne diese Anstregung die Erde samt aller auf ihr lebenden Menschen (und sonstiger unbedingt schützenswerter „Arten“) – ja, was eigentlich? Jedenfalls irgendwie von der Apokalypse heimgesucht und mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden würde. Und wir 1,136 % der Weltbevölkerung, wir verhindern das! Weil wir’s können! Uns geht es ja gut (sagt Merkel), wir sind ein reiches Land (sagt Merkel).

520 Milliarden Euro dafür, daß wir in diesem kleinen Land (schonmal Deutschland auf einem Globus gesucht?) schleunigst alles, was uns stabil und zuverlässig Strom liefern kann, abschalten. (Anderseits aber ganz viele Elektroautos auf die Straße bringen, die dummerweise noch zusätzlichen Strom brauchen.) Dafür, daß wir – bisher gänzlich erfolglos – versuchen, den CO2 Ausstoß zu verringern. Wovon freilich niemand etwas hat, denn eine durch ihn verursachte Bedrohung der Erde ist immer noch nicht nachgewiesen, inzwischen eher unwahrscheinlich.

520 Milliarden Euro um mit High-Tech das Mittelalter zurückzuholen. Ja, wir können stolz auf uns sein!

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Energiewende: Den Skandal versteht keiner

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 6. 9. 2016

Die sogenannten „Energieriesen“ e.on und RWE sind wirtschaftlich schwer angeschlagen. Ihr Geschäft war und ist noch die „konventionelle“ Kraftwerkssparte, also Kohle und Gas, ein paar Jahre noch die Kernkraft. Das bringt aber inzwischen kaum genug ein, um wenigstens die Betriebskosten zu decken. Grund ist „der seit Jahren anhaltende Sinkflug der Strompreise an der Börse. RWE muss den Strom, den es in seinen konventionellen Kraftwerken produziert, zu immer schlechteren Konditionen absetzen“ (Handesblatt).

Die Deutschen haben es lange genug von den Medien eingetrichtert bekommen und feixen daher: „Tja, selber schuld – diese rückwärts gewandten Dinosaurier haben eben keine Chance angesichts des Siegeszugs der erneuerbaren Energien.“ Und merken gar nicht, wie dumm das ist. Es ist ein Skandal, wenn die Konzerne mit gerade den Kraftwerken nichts mehr verdienen können, die einzig in der Lage sind, sicher und zu jeder Zeit Strom zu liefern! Wenn sie gezwungen werden, ihre Anlagen abzukoppeln, falls gerade genug (oder zuviel, was gefährlich ist) Sonne scheint und Wind weht, sie aber stets in Bereitschaft für die „Dunkelflaute“ zu halten, ohne daß die dafür anfallenden Kosten vergütet werden.

Der ganze Irrsinn der sogenannten (von einer Physikerin verordneten!) „Energiewende“ offenbart sich da: Die verläßlichen Lieferanten müssen zugunsten von Hallodris zurücktreten, aber sofort in die Bresche springen, wenn jenen die Luft ausgeht. Dazu werden sie – obwohl es keine Staatsunternehmen sind – per Gesetz gezwungen, doch ihre daraus entstehenden Kosten werden nicht erstattet. Viel Geld wird stattdessen den Hallodris gezahlt, egal ob die gerade arbeiten oder in der Hängematte liegen.
Und das betrachtet der Bürger – spätabends bei Windstille vor seinem Flatscreen TV – dann auch noch mit Schadenfreude.

Habt Ihr eigentlich soviel Geld?

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 31. 8. 2016

Die „Energiewende“ kostet den Stromkunden: 28 Milliarden Euro jährlich.
Der Benefit: Kopfschütteln im Ausland, Stromausfälle im Inland (heute nur kurz, morgen vielleicht über Wochen hinweg: de Mazières Blackout-Szenario, angeblich durch fiese Terroristen).

Die „Flüchtlingskrise“ kostet den Steuerzahler: bis zu 55 Milliarden Euro jährlich.
Der Benefit: Kopfschütten im Ausland, ein freundliches Gesicht aber soziale Verwerfungen im Inland.

Das sind nur zwei, aber dramatische, Beispiele für den bezifferbaren Schaden, den die Zonen-Mutti bereits angerichtet hat. Ganz ohne Not, nichts davon hätte sein müssen! (Hinzu kommt, was nicht in Euro zu bemessen ist, etwa die Auflösung der mühsam errungenen Gesellschaftsordnung, das schleichende Gefühl von Unsicherheit und die Angst vor Meinungsäußerung.)

Da oben steht: Milliarden! Habt Ihr Steuerzahler und Wähler wirklich soviel Geld, daß Euch das egal ist? Daß Ihr Euch das leisten könnt und wollt? Oder warum nehmt Ihr das alles einfach so hin, duckt Euch weg? Daß Euch Politik, gelebte Demokratie gleichgültig, vielleicht zu anstrengend ist, daß Euch Meinungsfreiheit nicht so wichtig ist, das habe ich gelernt. Aber beim Geld – da muß es Euch doch weh tun?

Niemand hat den Mut

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 22. 7. 2016

Ich kenne weitaus mehr Menschen, die, würden sie offen sprechen, von der MKGW (Maas-Kahane-Gesinnungswacht) gnadenlos gejagt werden würden, als solche, die dem kindisch-naiven #FlüchtlingeBereicherungWelcome folgen. Das liegt nicht daran, daß man sich im Freundes- und Bekanntenkreis eher mit Gleichgesinnten umgibt. Denn ich habe beruflich mit vielen zu tun, deren Freundschaft ich gar nicht anstreben würde. Dabei auch mit welchen, die unmittelbar Erfahrung mit Zuwanderern haben. Beispielsweise Sozialpädagogen in der „Flüchtlingsarbeit“ oder Betreibern und Betreuungspersonal von Unterkünften.

Aber: Kaum einer von denen spricht offen. Kaum einer sagt, was er wirklich denkt. Aus Angst. Gar nicht so sehr Angst vor der MKGW, sondern beispielsweise vor seinem Arbeitgeber (mir berichtete jemand, und das war niemand in der „Flüchtlingshilfe“, er würde unzweifelhaft seinen Arbeitsplatz verlieren). Oder weil er fürchtet, an einen fanatischen #FlüchtlingeBereicherungWelcome Jünger zu geraten. Denn das „Hate Speech“-Femegericht bedient sich ja selbst einer „Hate Speech“, indem es jeden auch noch so zaghaften Kritiker der Folgen von Merkel’s freundlichem Gesicht lauthals eifernd des üblen, menschenverachtenen Rassisismus bezichtigt.

Wir haben inzwischen in Deutschland ein Klima, in dem es die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung nicht wagt, ihre Meinung zu äußern. Deshalb ist nicht zu erwarten, daß die fatale Entwicklung – damit meine ich gar nicht die Attentate, sondern die mittelfristige Zersetzung unserer Kultur und Gesellschaftsform – noch irgendwie abzuwenden wäre. Es hat niemand den Mut, dagegen Position zu beziehen. Auch in der Politik nicht, obwohl ich überzeugt bin, daß viele zumindest aus dem Unions-Lager ganz anders denken als sie reden. Und das gilt nicht nur beim Thema Migration, sondern auch bei „Energiewende“ und manch‘ anderem.

Ohne die DDR selbst erlebt zu haben glaube ich doch, daß wir auf dem Weg zu einer Art DDR 2.0 sind. „Wiedervereinigung“ war sowieso ein Euphemismus. Aber wer hat sich da eigentlich wem angeschlossen?

Effizienz ist Rückschritt

Posted in Gesellschaft, Politik, Wissenschaft by Verfasser on 14. 7. 2016

Wann prosperierte Amerika? Als die Ölquellen sprudelten. Als das Zeug einfach so herausspritzte und wenn die Hälfte daneben ging, war’s auch egal.

Rein wirtschaftlich gesehen, das Philosophische lassen wir hier mal außen vor: Wenn ich soviel habe, wie ich brauche, geht’s mir gut. Wenn ich mehr habe als ich brauche, geht’s mir besser. Reichtum ist Überfluß. Effizienz ist nichts anderes als schnöde Mangelverwaltung.

Und jetzt kommen wir zur sogenannten Energiewende. Deren Jünger mögen Effizienz und „Einsparung“ als Fortschritt anpreisen, aber das stimmt nicht. Fortschritt ist, wenn ich von etwas jederzeit soviel machen (produzieren) kann, wie ich gerade haben will. Nicht wenn ich das, was ich will, an das anpasse, was ich habe. Und darauf auch noch stolz bin.

Das heißt, die Wissenschaft sollte daran arbeiten, uns allen eine quasi unerschöpfliche Energiequelle – das ist keineswegs eine Utopie – zu erschließen. Anstatt, politisch verordnet, ihre Fähigkeiten damit vergeuden zu müssen sich Tricks auszudenken, wie wir noch das letzte Millijoule irgendwo sparen können.

Energie zu haben, einfach so, bedeutet schließlich nichts anderes als die Überwindung von Armut und Elend in der sogenannten „Dritten Welt“.

Die EM in einer besseren Welt

Posted in Politik, Wir können nichts dagegen tun, Wirtschaft by Verfasser on 5. 7. 2016

Über die Frage, wer dann zum Endspiel den Fernseher einschalten darf, entscheidet ein smartes Stromnetz per Zufallsgenerator.

So schreibt Peter Heller bei Tichy über seine Vorstellung vom „klimaneutralen“ Deutschland des Jahres 2050. Er geht davon aus, daß es dann schlicht zuwenig Strom gibt. Weil die sogenannten „Erneuerbaren“ an dem windstillen Abend nicht genug liefern und die bis dahin vielleicht entwickelten Stromspeicher schon leer sind.

Ja – gäbe es nur Deutschland und würde sich die romantische, aber mit physikalischen Gegebenheiten unvereinbare „Energiewende“ (die eine hin zum schlechteren ist) fortsetzen. Aber da gibt es eben auch noch den Markt. Und da hat es dann europäische Nachbarn, die Atom- oder Kohlekraftwerke betreiben, keinen Mangel leiden und den deutschen Engpaß füllen, indem sie ihre Anlagen geradezu spielerisch hochfahren, um auch für unseren Bedarf zu verkaufen. Und Deutschland speist das dann dezent in seine Netze, während es nach außen weiterhin den „Grünen Ritter“ mimt und eben diese Länder tadelt.

Vermutlich wird dieser Strom gar nicht einmal unverhältnismäßig teuer. Denn Deutschland ist umzingelt von Staaten, die – evidenzbasiert – der Ansicht sind: Strom kommt aus dem Kraftwerk, und das zeugt von Fortschritt. So werden die sich einen Preiskampf liefern, wie etwa die bohrende OPEC mit den frackenden USA in Sachen Öl.

Aber hier irre ich. Der Einkauf wird nicht teuer sein. Der Verkauf an den bundesdeutschen Stromkunden schon. Weil hierzulande die Markgesetze ja durch Planwirtschaft ausgehebelt sind und wir die Subventionen für ein adrettes, aber leider ineffizientes Energiesystem bezahlen müssen. Nur wir, die normalen Haushalte. Die Industrie nicht, das übernehmen auch wir. Gerne – für eine bessere Welt.

Physik haben wir schon in der Schule nicht gemocht

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 16. 6. 2016

Manfred Haferburg ist der Kragen geplatzt. In der Achse erläutert er so, daß es auch Nicht-Physiker (oder solche vom Schlage einer Frau Dr. Merkel) verstehen können, daß und warum die sogenannte „Energiewende“ nicht funktioniert und warum sie sogar schädlich ist.

Aber er verweist auch darauf, daß die Deutschen das gar nicht wissen. Warum nicht? Das hat zwei Gründe: Wir können nicht und wir wollen nicht.

Wir können nicht, denn wir hören tagtäglich nur, die „Energiewende“ sei die letzte Chance, die Welt (das Weltklima wenigstens) zu retten. Alle sagen das – Politiker, „Experten“, Stromkonzerne, Medien, sogar die Lehrer in der Schule. Wenn alle fortwährend dasselbe behaupten (nein, dann muß es noch lange nicht richtig sein), dann müssen wir es irgendwann glauben. Zumal uns gegenteilige Informationen vorenthalten oder aber als übles Machwerk von „Klimaleugnern“ entwertet werden.

Und wir wollen nicht, denn wir möchten doch so gerne die ganze Welt retten. Der Deutsche will sich gut fühlen, auf der richtigen Seite stehend, dem Bösen trotzend. Er will derjenige sein, der in einer verderbten Welt die Moral hochhält. Und der Auserwählte, der vom Baum der Erkenntnis kosten durfte.

Wenn man uns also dies nur eindringlich genug versichert, dann kommen wir nicht einmal in’s Grübeln, wenn wir an einem düsteren Regentag die Windräder stillstehen sehen und das Licht im Wohnzimmer einschalten. Wenn wir die Guten sein dürfen, dann obsiegt der Glaube über die Wirklichkeit. Dann darf es auch richtig wehtun – es ist ja für einen gute Zweck: Die kostbare Mutter Erde zu bewahren hat eben seinen Preis.

Die meisten von uns kennen wohl die verzweifelte Hilflosigkeit, mit einem fanatischen Ideologen zu diskutieren. Ich, ein Ingenieur, habe unter meinen Kunden einen Ingenieur (Bauwesen, sogar amtlich besteller Gutachter), der singt euphorisch alle „Energiewende“-Psalmen. Es hat keinen Sinn, mit ihm irgendwo auf der Ebene physikalischen Sachverstandes argumentieren zu wollen – „Hirn ist aus“ (hat Urban Priol eines seiner Bücher betitelt). Natürlich hat er auch wirtschaftliche Interessen, wie alle „Experten“ oder Stromkonzerne, die der „Energiewende“ das Wort reden. Aber ich kenne ihn gut genug um zu wissen, daß die ihn da nicht antreiben. Er ist einfach überzeugt, das Richtige zu tun für eine bessere Welt.

Als ich noch studiert habe, konnten wir weltweit stolz sein auf unsere Ingenieure.

Flüchtlinge im Kinderzimmer

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie by Verfasser on 23. 2. 2016

Wenn ich ein sogenannter Verschwörungstheoretiker wäre, dann würde ich wohl mutmaßen, daß die „Flüchtlingskrise“ ein Kunstprodukt ist. Gezeugt, gesäugt und gezogen nicht trotz, sondern gerade wegen der dramatischen gesellschaftlichen Folgen.

Die großherzige Einladung unserer lieben Angela vom freundlichen Gesicht an alle Mühseligen und Beladenen dieser Welt (insbesondere freilich an die syrischen Ärzte und Ingenieure) bestimmt seit einem halben Jahr den medialen und politischen Alltag. So kann die Politik unauffällig und – fast – am Bürger vorbei lauter Schweinereien machen, die unser Leben ähnlich dramatisch einschränken werden wie der spätestens jetzt zu Deutschland gehörende Islam: Vorratsdatenspeicherung und anlaßlose Bespitzelung, TTIP mit Investorengerichtsbarkeit, Absenkung von Sozialstandards, Infrastrukturinvestitionsstop und Privatisierung wegen „schwarzer Null“, dramatisch steigende Strompreise wegen Subventionierung einer surrealen Energiewende und vieles mehr. Außerdem fällt so kaum auf, daß Deutschland auf eine erneute Banken-„Rettung“ hinarbeitet, Griechenland im besonderen und Europa im allgemeinen kaputtdominiert und wieder in den Krieg zieht für eine Sache, die aber gar nicht seine ist. Auch die Liste ließe sich fortsetzen.

Hier und da berichten die Medien. Aber als Begleitmusik, die sich beliebig leiser drehen läßt. Hingegen werden wir jeden Tag überschüttet mit Meldungen zu den „Flüchtlingen“. Nicht daß die Entwicklung nicht tatsächlich längst ein bedrohliches, ja bereits unausweichlich zerstörerisches Ausmaß angenommen hätte. Aber ist das „passiert“ oder wurde es „inszeniert“, um die quengelnden Rotznasen zu beschäftigen, damit die Eltern im Schlafzimmer…

 

Elektro-Autos werden nicht sinnvoller, wenn sie billiger sind

Posted in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft by Verfasser on 2. 2. 2016

Daß Merkel’s wirrem Treiben, insbesondere früher noch gelegentlich mit Politik verwechselt, keinerlei Konzept zugrunde liegt, hat nicht erst die sogenannte „Energiewende“ gezeigt. Einerseits sind für die Kanzlerin die „Märkte“ so bedeutsam, daß sie ihnen – ohne gerade dafür legitimiert zu sein – sogar die Demokratie zum Fraß vorwirft. Nichts anderes bedeutet ja ihr Schlagwort von der „marktkonformen Demokratie“. Anderseits wird aber unbekümmert das Gesetz des Marktes hinweggefegt. Unternehmen, hier die Energiekonzerne, werden gleichsam zwangsenteignet, weil ihre getätigten Investitionen (es gab eben nicht nur längst abgeschriebene Kernkraftwerke) sich nicht mehr rentieren dürfen. Stattdessen wird der Verbraucher, nicht die Wirtschaft, nicht die Industrie, für eine Energieerzeugung zur Kasse gebeten, die sich ohne solche massiven Subventionen (EEG, Einspeisevergütung) auf dem Markt niemals behaupten könnte. Das Ergebnis ist: Planwirtschaft. Merkel kennt das aus ihrer Jugend.

Nicht anders ist es bei der sogenannten „Elektromobilität“. Von wenigen Nischen abgesehen ist das Elektro-Auto eine teure Sackgasse. Der Markt will es nicht, weil es nämlich das Gegenteil von „Mobilität“ bedeutet – und dabei viel zu teuer ist. Die realistische Reichweite liegt bei etwa der Hälfte der Herstellerangaben. Übrigens: je größer wir den Akkumulator machen, um das auszugleichen, desto weniger Platz bleibt im Auto beziehungsweise desto größer und schwerer wird der Wagen, weshalb der Verbrauch wieder steigt. An sich ist das Elektro-Auto also ein klassischer Flop. Aber unsere liebe Angela vom freundlichen Gesicht würde ebendieses verlieren, wenn sie das zugeben würde. So wird also auch hier der sonst unterwürfig verehrte Markt ausgehebelt und Planwirtschaft gemacht. Man diskutiert über Kaufprämien für Elektro-Autos, so als würden sie sinnvoller, wenn sie billiger sind. Übrigens: Wer wird wohl diese Kaufprämien letztlich bezahlen?

Bis zum Jahr 2020 hatte die Kanzlerin 1 Million Elektro-Autos in Deutschland versprochen. Während Lobby-Verbände noch im Jahr 2014 für 2015 von 33.000 ausgingen, sind es tatsächlich nicht einmal 19.000 geworden. Es wurden also knapp 1.600 monatlich neu zugelassen. Um das 1-Million-Ziel wenigstens bis Ende 2020 zu erreichen, müßten es von nun an jedem Monat mehr als das zehnfache sein! Wie realistisch ist das?

Jetzt argumentieren die Weltenretter damit, daß mit den Elektro-Autos aber doch die Welt gerettet würde. Nur ist auch das Unfug. Lassen wir gerne die Frage der Umweltfreundlichkeit der Akkumulatoren bei Herstellung und Entsorgung außer acht. Strom kommt selbst im „Musterländle“ Deutschland nicht einmal zu einem Drittel von den (fälschlich) sogenannten Erneuerbaren Energien. Das bedeutet, daß für jedes neue Elektro-Auto zusätzlich überwiegend fossiler Brennstoff verfeuert werden oder Kernkraft aufkommen muß.

Wie auch die sogenannten Erneuerbaren Energien ist das Elektro-Auto ein Irrweg, der dabei Forschung und Entwicklung tatsächlich zukunftsfähiger Technologien verhindert. Beides verkörpert aber das merkel’sche Denken an sich: romantisch, willkürlich, kurzsichtig, irrational, trotzig. Wie eine pubertierende Teenagerin. Unsere Bundeskanzlerin.

Ich möchte NICHT, daß Angela Merkel ihre Flüchtlingspolitik korrigiert

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 19. 1. 2016

Wie bitte? In etlichen Beiträgen brandmarke ich das Treiben unserer lieben Angela vom freundlichen Gesicht nicht nur als Bedrohung, sondern als Zerstörung des sozialen Friedens im Land – und jetzt soll sie das gar nicht korrigieren, wie viele aus der Unionsfraktion ihr in einem Brief dringend nahelegen?

So ist es. Denn wenn Merkel jetzt „korrigiert“, dann kommt sie wieder einmal durch. Dann wurschtelt sie unbehelligt weiter vor sich hin und ist in ein paar Monaten wieder Deutschlands beliebteste Politikerin. Und dann kommt die Wahl 2017, bis dahin ist alles vergessen und der Volkszorn verraucht. Und dann haben wir sie nochmals vier Jahre, vier weitere Jahre bleierne Zeit, die unser Land erstickt.

Wir haben jeden Mist mitgemacht. Haben uns einreden lassen, daß wir schuld sind am nahenden Weltuntergang, weil wir Auto fahren und Staubsauger benutzen. Wir haben zugelassen, daß uns eine stabile Stromversorgung weggenommen und durch eine immer teurere ersetzt wurde. Wir haben unsere Häuser in giftige Styroporkorsetts verpackt und nehmen inkauf, daß sie verschimmeln. Wir haben uns die unverschämtesten Beschränkungen unseres Lebensstils auferlegen lassen, weil wir uns damit angeblich stets gegen irgendetwas oder irgendjemanden versündigen. Wir haben zugesehen, wie Banken, die unser Geld verspielt haben, mit Milliarden Euro unseren Geldes „gerettet“ wurden und inzwischen unverändert wieder mit unserem Geld spielen dürfen. Wir haben akzeptiert, daß eine schwarze Null um einer schwarzen Null willen unser Gemeinwesen und unsere Infrastruktur verroten läßt. Bei Flüchtlingen und Einwanderen, da wachen wir langsam auf. Beschämend genug, aber wenn das die einzige Chance ist, dann muß sie genutzt werden! Wir dürfen Merkel nichts mehr durchgehen lassen.

Ich lasse mir nicht einreden, daß Merkel „alternativlos“ ist. Sie kann nicht Kanzler – haben wir denn alle schon vergessen, wie unser Land vor ihr ausgesehen hat? Freilich war da auch nicht alles eitel Sonnenschein, aber Deutschland lebte! Ich bin der festen Überzeugung, daß da draußen einige darauf warten unter Beweis zu stellen, daß sie Kanzler können. Kanzler mag schwer sein, aber es besser zu machen als Merkel ist leicht, dazu genügt: zu machen. Und wenn sich keiner traut – dann muß ich es eben selber tun.

Auch Kohleflöze und Erdgaslagerstätten schicken keine Rechnung

Posted in Politik, Wirtschaft by Verfasser on 24. 8. 2015

Zwei Schlagzeilen vom Tage: Nach einer Berechnung des Instituts der Deutschen Wirtschaft muß eine durchschnittliche deutsche Familie 270 EUR im Jahr für die Energiewende berappen. Insgesamt 28 Milliarden im Jahr. Und: Die Energieversorger planen, 57 – konventionelle – Kraftwerke abzuschalten, weil sie nicht mehr rentabel zu betreiben sind. Dumm nur: Die brauchen wir dringend, wenn mal „der Wind nicht weht, die Sonne nicht scheint“ (Zitat Hildegard Müller, Hauptgeschäftsführerin beim Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft). Wobei das jedem vernünftig denkenden Menschen ohnehin klar sein müßte.

Nicht aber den fanatischen Weltrettern und grünen Träumern, die sich in den Kommentaren zu den obigen Meldungen äußern. „Die Rechnung wird aufgehen! – Der Umwelt und unseren Kindern zuliebe! – Wind und Sonne schicken keine Rechnung!“ Gerade am letztgenannten Argument erkennt man die unglaubliche Naivität der Verteidiger der Blümchenenergie. Denn die Kohleflöze und die Erdgaslagerstätten schicken auch keine Rechnung! Aber irgendjemand muß Kohle, Gas, Wind und Sonne einsammeln und daraus Strom machen. Und der schickt eine Rechnung.

Die deutsche sogenannte Energiewende funktioniert – zumindest in Mitteleuropa – nicht. Konzeptionell nicht, siehe oben oder hier. Und ökonomisch nicht, denn wie wir sehen bleibt sie so teuer, daß sie hoch subventioniert werden muß.

An dieser Stelle immer der Aufschrei, daß ja auch Kohle und Atomkraft subventioniert wurden. Nur daß wir da wenigstens eine stabile Versorgung hatten. Warum eine zuverlässige, subventionierte Methode durch eine unzuverlässige, aber auch subventionierte ersetzen? Und an dieser Stelle dann der Aufschrei, daß die Kohle irgendwann zuende geht, und Fukushima und die Endlagerfrage… Da stimmen wir zu, würden dann aber, wie in diesem Blog mehrfach geschrieben, lieber Investitionen in eine zukunftsfähige und stabile Energiegewinnung sehen anstatt Milliarden um Milliarden zu verpulvern in eine rein ideologisch begründete Brückentechnologie, vulgo: Übergangslösung (wobei „Lösung“ der falsche, weil unzutreffende Begriff ist).

So, und was die aktuelle Klagen der Deutschen Wirtschaft wegen der hohen Stromkosten betrifft, das ist natürlich durchschaubar, wenn sie von Standortnachteil und Wettbewerbsverzerrung reden. Aber da wird die Politik reagieren. Nicht etwa, indem sie die unsinnige Energiewende einstampft. Sondern indem sie der Industrie noch großzügigere Ausnahmen von der Mitfinanzierung einräumt. Ach ja, die dadurch entstehenden Defizite trägt dann natürlich wieder der Bürger. So werden aus 270 Euro im Jahr dann bald 500.

Gipfel der Ingenieurskunst?

Posted in Forschung, Verschaukelt, Wissenschaft by Verfasser on 3. 5. 2015

Da jubeln sie alle, die „es schon immer gewußt“ haben: Den „erneuerbaren“ Energien (Hinweis: physikalisch ein Ding der Unmöglichkeit) gehört die Zukunft, wir Deutschen haben es mit der „Energiewende“ richtig gemacht, die anderen folgen uns jetzt. Grund für den lustvollen Aufschrei ist eine Studie der französischen Agentur Ademe, wonach Frankreich „bis 2050 ohne Kernenergie auskommen [könnte], und das zu Kosten, die denen der Aufrechterhaltung der Stromerzeugung aus Atomenergie vergleichbar sind“ (zitiert nach Wirtschaft und Gesellschaft). Tschakka!

Frankreich verfügt demnach über ein Potential an grünen Energiequellen in dreifacher Höhe der erwarteten Stromnachfrage. Aber wir sehen da keinen Grund zum Jubel. Denn diese Menge steht ja nur zur Verfügung, wenn alle Quellen zugleich voll ausgeschöpft werden können. Gerade das ist eben bei den grünen Energien regelmäßig nicht der Fall. Wir hier in Deutschland machen es vor: An den – vielen – Tagen und Nächten im Jahr, an denen kein Wind weht, keine Sonne scheint, decken wir unseren Bedarf mit Kohlekraftwerken – und Zukäufen von Atomstrom anderer Länder an der Strombörse. Auch die französische Studie sieht nur rd 20% stabiler Energie (Wasserkraft, Geothermik, Biomasse). Woher kommt der Rest in kritischen Zeiten? Und umgekehrt, bereits jetzt muß Deutschland seinen Überschußstrom an sonnen- und windreichen Tagen an der Strombörse verschenken. Wie funktioniert das, wenn das alle machen?

Da beißt sich die Katze dann in den Schwanz bei der „Alle müssen unsere Energiewende nachmachen“-Euphorie. In kalten Winternächten etwa ist es nämlich überall in Europa dunkel und vielleicht windstill. Es gibt Großwetterlagen, die sich nicht nur auf Deutschland beschränken. Wenn nun alle mitmachen und ihre grundlastfähigen Kraftwerke abschaffen, wo kaufen wir dann den Strom gemäß unserem Bedarf zu? Erzählt uns nichts von Stromspeichern – zeigt sie uns mal! Erzählt uns nichts von den Solarkraftwerken in der Wüste – Desertec ist gescheitert!

Darüber hinaus zeigt die Studie auch den logischen Unsinn der grünen Energien. Wegen der Produktionsschwankungen müßte eine 55%ige Überkapazität an Anlagen errichtet werden. Das soll der Gipfel der Ingenieurskunst sein: Weil wir auf für den beabsichtigten Zweck grundsätzlich untaugliche Lösungen setzen, müssen wir davon sogar noch ein Übermaß einsetzen, um die strukturellen Defizite auszugleichen?

Wir reden deshalb nicht unbedingt der Atomkraft das Wort. (Obwohl auch hier interessante Ansätze immerhin die Endlagerfrage vielleicht einst hinfällig werden lassen.) Aber als Ingenieur sind wir der Ansicht, Forschung sollte eine technisch und wirtschaftlich geeignete Lösung für einen konkreten Bedarf suchen und sollte nicht verschlissen werden für ideologisch-romantischen Lifestyle.

Es quakt der Frosch

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 26. 2. 2015

Der Hofreiter schon wieder, der ulkige langhaarige Frosch. Da quakt er, Seehofer entwickle sich zum „größten Störfall der Energiewende“ (übrigens bei Hubertus Heil geklaut?). Man mag Seehofer’s Haltung kritisieren. Aber der größte Störfall der Energiewende ist er nicht. Das ist: die Energiewende.

Denn die ist schlichtweg dumm. Nicht nur – wie inzwischen auch in breiteren Bevölkerungsschichten und sogar manchen Medien angekommen – die stümperhaften Umsetzungsversuche der Bundesregierung. Die Idee an sich ist dumm. Es ist dumm, eine stabile und skalierbare Versorgung wegzunehmen, ohne eine Alternative zu haben. Und die haben wir nicht. Die Blümchen-Energie (Sonne, Wind, Wasser) ist keine Alternative, weil sie eben nicht stabil und verläßlich und hinreichend skalierbar zur Verfügung steht. Wer anderes behauptet, ist ein Träumer, der sich der offensichtlichen Realität verweigert.

Gerade weil das so ist, wollen die in Norddeutschland ja die Trassen in den Süden. Damit die den Strom-Überschuß an windreichen Tagen nach Bayern verkaufen können. Aber wenn da oben ‚mal Ruhe ist, kein Wind, keine Sonne, dann soll der Süden Gaskraftwerke vorhalten, die gleich hochgefahren werden und den Norden füttern. Konventionelle Kraftwerke sind kaum wirtschaftlich zu betreiben, geschweige denn zu errichten, weil die Blümchen-Energie immer Vorrang hat. Aber um sich zu rentieren, muß so ein Kraftwerk eben viel laufen – und verkaufen. Das ist denen im Norden egal, soll der Seehofer mal sehen, wie er das hinkriegt. Wer den Windpark hat, ist automatisch „everybody’s darling“.

(Apropos Hofreiter: Was ist bloß in den Köpfen der Grünen vorgegangen, diese Figur zum Co-Fraktionsvorsitzenden zu machen? Er mag ja vielleicht ein guter Politiker sein, aber diese Rolle bedeutet, die Fraktion nach außen zu repräsentieren. Der Hofreiter und Repräsentieren? Sobald der den Mund aufmacht schalten doch alle ab.)

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Nachtrag 27.2.2015: Sogar Oliver Welke (heute show, in der sinnigerweise Hofreiter gleich zu Gast war) ist auf die Propaganda vom guten Wind aus dem Norden und dem bösen Seehofer aus dem Süden hereingefallen. Er motzt, die Bayern würden Subventionen für ihre Gaskraftwerke verlangen und so die anderen Bundesländer für ihre „Extrawürste“ zahlen lassen wollen. Dazu siehe oben.