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Timothy Garton Ash: Historiker oder Satiriker?

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 25. 5. 2017

Es ist erschreckend zu sehen, wie naiv selbst honorige Wissenschaftler sein können. Der 61jährige britische Historiker Timothy Garton Ash erhält den Aachener Karlspreis „Für die Einheit Europas“. In seiner Dankesrede spricht er auch deutsch: „Ich persönlich finde es unglaublich bewegend, dass sich heute Flüchtlinge aus aller Welt nach Deutschland sehnen, als wäre es das Gelobte Land“.

„Bewegend“ ist das? Kann gerade ein Historiker tatsächlich so blind gegenüber der bereits evidenten Gefahr für die Gesellschaft und der gar nicht mehr zu bewältigenden Last für den Sozialstaat sein?

Ja, kann er. Vorausgesetzt, daß das nicht nur höflich war – immerhin ist er Brite. Denn Ash weiter: „Es ist doch wunderbar, daß Deutschland heute wie eine Insel der Stabilität, der Besonnenheit und der Liberalität aus einem Ozean des nationalistischen Populismus herausragt“. Das ist entweder unvorstellbar naiv – oder aber dermaßen dick zuckersüß aufgetragene Höflichkeit, daß es schon wieder an Beleidigung heranreicht. Dann allerdings: Bravo, Ash! Der Schulz und der Steinmeier klatschen begeistert Beifall. Und merken gar nicht, daß Du sie gehörig verar… hast.

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Worthülsen und Goldkettchen

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 14. 5. 2015

Na, da haben sich zwei überaus eitle Schwätzer gefunden! Martin Schulz, der aus unverständlichen Gründen den Aachener Karlspreis für einen angeblichen Beitrag zur Stärkung der europäischen Demokratie erhalten hat. Und Joachim Gauck, der sich salbungsvoll in der Laudatio erging.

Schulz und Gauck. Beide überaus selbstverliebte Wichtigtuer. Beide substanzlose Phrasendrescher. Beide Prediger – doch wo der eine der Gemeinde kernig die Leviten liest, beschwört der andere entrückt das Paradies.

Ja, Prediger habe es leicht. Sie zeigen mit dem Finger auf tatsächliche oder der herbeigeredete Wunden und stellen sich so selbst schon ‚mal per se außen vor. Sie geißeln die armen Sünder, verorten sich selbst aber stets als unbeteiligter, erhabener Beobachter des schändlichen Treibens.

Dafür gibt’s einen Preis? Ja, das ist dann wohl der Heuchler- und Pharisäer-Preis. Wir haben jedenfalls oft die „Mute“-Taste der Fernbedienung drücken müssen an diesem Tag.