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Kein Grund zum Jubeln

Posted in Forschung, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 7. 6. 2017

Der neuen Version des Elektroauto Opel Ampera wird allüberall Jubel zuteil. Opel hat’s – sagt man – geschafft: endlich ein alltagstaugliches E-Mobil mit über 300 km Reichweite. Definiert man so „Alltagstauglichkeit“? Das einzige Auto, das ich je mit etwa dieser Reichweite hatte, war ein benzingetriebener Peugeot J7, gebraucht, zum Wohnmobil ausgebaut. Kleiner Tank und großer Verbrauch, ich hatte immer zwei 20 Liter Kanister „Reserve“ dabei. Das ist bald dreißig Jahre her. Seither verstehe ich unter „Reichweite“ etwas anderes.

Mit dem Opel Ampera könnte ich ohne nachzuladen keinen meiner Verwandten besuchen, sie wohnen alle mindestens knapp außerhalb dessen „Reichweite“. Klar, wenn es dann bald genügend Ladestationen an Autobahnen gibt, braucht es mit einer halben Stunde nur dreimal so lange wie das Betanken eines Verbrenners, um weiterzukommen. Macht bei dieser Schnelladefunktion freilich nur 80% voll – das sind dann wieder deutlich unter 300 km. Die gibt’s nämlich nur bei einer Ladezeit von stattlichen 20 Stunden!

Interessant finde ich als Ingenieur aber etwas anderes. Der Akku des Ampera wiegt fast eine halbe Tonne und macht damit mehr als ein Viertel des Fahrzeuggesamtgewichts aus. Dieser Ballast muß immer mit herumgeschleppt und bewegt werden, egal ob voll oder leer. In der Größe vergleichbare Benziner wiegen – vollgetankt – eben dieses Akku-Gewicht weniger. Solange es noch keine federleichten Akku gibt (die Tankfüllung eines Benziners kommt da auf ein Zehntel), sind Elektroautos also schon deswegen konzeptionell dumm.

Dazu kommt, daß sie auch keinen Deut dazu beitragen, Merkel bei „ihrem CO2“ zu helfen. Der Ampera will nicht nur geladen werden, wenn gerade die Sonne scheint oder der Wind weht. Deswegen verantwortet er effektiv 114 g CO2  je Kilometer und damit etwa genausoviel wie ein sparsamer Benziner derselben Größe (allerdings mit weniger PS).

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(alle technischen Daten und Verbrauchsangaben aus der ADAC Motorwelt und von mobile.de)

Merkel’s Arm nach Ungarn

Posted in Politik by Verfasser on 6. 6. 2017

Ich habe mich dieser Tage mit einem Ungarn unterhalten. Zwar spreche ich kein Ungarisch, er aber gut Deutsch – er kommt durch seinen Job viel herum in der Welt. Es war ihm, was mich überraschte, ein spürbares Bedürfnis zu erfahren, ob ich als Deutscher wirklich der Ansicht sei, sein Staatspräsident Orban sei der Schurke, als der er in den deutschen Medien hingestellt wird. Der europäisches Recht bricht anstatt sichert, weil er Migranten zurückweist.

Soweit reicht Merkel’s Arm also schon, daß er die Bürger souveräner Staaten in der Europäischen Union verunsichert!

Nein, konnte ich dem Ungarn versichern. Wenn Orban seine Grenzen gegen Migranten aus sicheren Drittstaaten verschließt, dann vollzieht er geltendes europäisches Recht und bricht es nicht etwa. Nicht Orban begeht da die Rechtsverletzung, sondern Merkel.

Doch so eindeutig das ist – in Brüssel wird das eben anders gesehen. Korrigiere: Gesehen nicht, aber gesagt. Anstatt Merkel auszugrenzen, verunglimpft man Orban. Ein schäbiges Schauspiel.

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Laßt den doch machen!

Posted in Politik, Verschwörungstheorie by Verfasser on 4. 5. 2017

Der Präsident des Verfassungsschutzes, Maaßen, warnt vor dem finsteren Russen. Es gäbe schon jetzt Anzeichen für dessen Versuche, die Bundestagswahl zu beeinflussen. Manch einer mag nun denken: Ach ja, und da soll sich Putin tatsächlich Chancen ausrechnen, die Linke oder die AfD an die Regierung zu bringen und Sarah Wagenknecht oder Alice Wedel zum Kanzler zu machen?

Merkel hingegen hat „keine Angst vor einer möglichen russischen Einmischung in den Wahlkampf„. Aus gutem Grund: Putin will gar nicht die Wagenknecht – er will Merkel! Denn die deutsche Überlegenheit, wirtschaftlich wie moralisch, war ihm immer schon ein Dorn im Auge. Aber mit Merkel, das sieht er ja, ist damit Schluß. „Ein rapide verfallende Infrastruktur, Abwanderung der wissenschaftlichen und technischen Intelligenz, marode Schulen mit unbenutzbaren Toiletten, die stetig sinkenden Bildungsstandard bieten“ (Zitat Vera Lengsfeld). Dazu Zensur, Staatsmedien (nicht de jure, aber de facto, da Propagandagleichklang), wackelige Energieversorgung, schrottreifes Militärgerät, Funktionärsherrschaft – und ein Präsidialsystem ohne störende Opposition.

Nochmal ein paar wenige Jahre Merkel, so Putin’s – evidenzbasiertes – Kalkül, dann kann Deutschland ihm nicht mehr auf der Nase herumtanzen. Dann kann umgekehrt er vielleicht sogar das Land demütigen: dort Entwicklungshilfe leisten und den moralischen Zeigefinger heben.

Aber – was will denn jetzt eigentlich der Maaßen da noch?

Also wird es kommen

Posted in Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 26. 4. 2017

Der Bundesrechnungshof kritisiert das Vorhaben der Regierung, eine private Autobahn-Gesellschaft zu schaffen. Einerseits bemängeln die Prüfer, daß dies unweigerlich zu Geldverschwendung führen werde. Andrerseits, daß damit langfristig eine streckenabhängige Maut vorbestimmt sei – entgegen aller Wahlversprechen und Absichtserklärungen.

Wenn sogar der Bundesrechnungshof sich da eindeutig gegen die Pläne der Bundesregierung stellt, was sagt uns das?

Daß es genau so kommen wird.

Egal um was es geht, wenn ausgewiesene und unabhängige Fachleute der Regierung sagen „das ist falsch“ – dann tut sie genau das. Und das Parlament nickt es ab, zusammen mit der sogenannten Opposition (mit Ausnahme der Linken, meist). Das ist immer und immer wieder so. Ich kann nicht beim bösesten Willen (beim besten ohnehin nicht) eine vernünftige Erklärung für dieses Phänomen finden.

Innovation durch Sklerose

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 1. 4. 2017

Daß unsere Kanzlerine nicht reden kann, wissen wir. Aber was sie da auf dem Landesparteitag der CDU von sich gegeben hat, die Schlagworte „Gerechtigkeit“ (SPD Wahlkampfthema) und „Innovation“ miteinander vernüpfend, als gäbe es da irgendeinen Zusammenhang – das läßt einen fassungslos kopfschüttelnd zurück. Siehe etwa tagesschau 1.4.2015 ab 3′ 55″ wörtlich: „… daß Gerechtigkeit ohne Innovation nicht klappt“.

Liebe Güte, es gibt doch Redenschreiber! Die bezahlt für die Regierung doch sowieso der Steuerzahler! Frau Doktor der Physik muß dann nur noch ablesen, das geht doch, oder?

Ach, darauf kommt es gar nicht an. Die Kanzlerine kann sagen was sie will. Der Applaus ist ihr sicher. Aus den Reihen der eigenen Partei, der früheren Opposition (OK, der geht es vielleicht „nicht weit genug“) und der Jubelmedien.

Witz am Rande: Die ihre nunmehr vierte Amtszeit anstrebende Merkel spricht von „Innovation“…

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Lieber sicher in den Untergang als riskant auf die Barrikaden

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 26. 3. 2017

Die sagen alle: Das putzig kleine Saarland ist kein Indikator für die Bundestagswahl. Wenn die sich da nicht mal irren. Im Saarland wurde nicht Kramp-Karrenbauer gewählt, sondern Merkel. Es wären sich alle Kommentatoren einig gewesen, wäre die CDU pulverisiert worden, daß das nicht Kramp-Karrenbauer, sondern Merkel gegolten hätte.

Das Volk ist im Saarland wie in den anderen Bundesländern gewogen, eine Kanzlerine zu wählen (hört mir auf damit, daß doch Parteien gewählt würden und der Bürger den Kanzler gar nicht direkt bestimmen könne), die Land und Volk abschafft, um mit Sarrazin zu sprechen. Es finden sich ja bereits Medien, die vorrechnen, was Merkel’s sogenannten Flüchtlinge kosten werden (über 20 Milliarden Euro im Jahr, vorerst). Und der Bürger liest jeden Monat auf der Rechnung, was ihn die „Energiewende“ kostet – und in der Zeitung, daß sie nichts bewirkt. Das nimmt er hin. Wenn’s drauf ankommt, wählt er Beständigkeit anstatt Protest. Lieber sicher in den Untergang als riskant auf die Barrikaden.

Einmal mehr: Ja, dafür habt Ihr sie auch verdient, die Merkel (oder den Schulz, kommt’s darauf an?).

„Sieg“ und „Demokratie“ neu definieren

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 16. 3. 2017

Hohn und Spott, mühsam zurückgehaltene Schadenfreude trieft aus allen Nachrichten, wenn sie nun das schlechte Abschneiden von Geert Wilders bei den Wahlen in den Niederlanden vermelden. Ernste Sorge scheint aber schon bestanden zu haben, sonst müßte die politische „Elite“ ja nicht allenthalben „erleichtert“ sein, wie wenn der Arzt soeben gesagt hätte: „Es ist kein Krebs“.

Sorge vor was, eigentlich? Jede der größeren Parteien hatte erklärt, keinesfalls mit der PVV koalieren zu wollen. Wilders hätte also auch bei einem beeindruckenden Sieg nicht regiert, es hätte sich gar nichts wesentlich geändert. Aber Rutte nun zum strahlenden Sieger auszurufen, ist auch eine interessante Definition von „Sieg“: Trotz seiner publicityträchtigen Schulhof-Prügelei mit Erdogan (die ja irgendwie zur rechten Zeit kam, nicht wahr?) hat Rutte’s VVD mehr Sitze (8)  im Parlament verloren, als Wilders (5) hinzugewann. Nicht einmal ein Viertel der Wähler – bei stattlichen 80% Wahlbeteiligung durchaus repräsentativ – steht hinter Rutte. Wäre der hier nicht gegen Wilders gestanden, hätten alle gefeixt „abgestraft“.

Den Tenor der Reaktionen gibt unsere Kanzlerine vor. Es sei „ein guter Tag für die Demokratie„. Das muß mir ‚mal einer erklären: Was hat es mit gut oder schlecht für die Demokratie zu tun, wenn in den Niederlanden eine rechtskonservative Partei nicht stärkste Kraft geworden ist? Selbst wenn es sich um „Rechtspopulisten“ (was auch immer das ist, jedenfalls pfui, böse!) handeln würde – Demokratie definiert sich doch nicht dadurch, ob eine Partei Moscheen im Land schließen oder den Austritt aus der EU betreiben will. Sondern ob das Volk, wenn es dies für richtig hält, eine solche Partei wählen und an die Regierung bringen kann.

Aber dieses merkwürdige Demokratieverständnis kennen wir ja schon. Demokratie ist heutzutage nicht, die Regierungslinie zu bestimmen, sondern ihr zu folgen. Hm, ich lese gerade, auf Google: „eine totalitäre Staatsform, in der für einen Einzelnen oder eine Gruppierung eine nahezu uneingeschränkte Macht besteht und es keine (nennenswerte) Opposition gibt.“ Das steht da bei – Diktatur.

Allein dieses Selfie disqualifiziert

Posted in Politik by Verfasser on 15. 3. 2017

Hat sich eigentlich irgendein Staats- oder Regierungschef, weltweit, jemals für ein „Selfie“mit einem sogenannten Flüchtling hergegeben (und war auch noch stolz darauf), wie weiland unsere Liebe Angela vom Freundlichen Gesicht?

Wir reden von einem Staats- oder Regierungschef!

Was bedeutet dieses Signal, innen- wie außenpolitisch? Ist das jemand, dem wir die Führung unserer Republik der 80 Mio „Schon länger hier Lebenden“ – konkret: Deutschen! – in die Hände legen wollen?

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Merkel oder Schulz

Posted in Gesellschaft, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 15. 3. 2017

Nur in der Theorie wählen wir im September eine Regierung. Tatsächlich wählen wir den Bundeskanzler. Das macht nicht zuletzt der beginnende Wahlkampf deutlich, überdeutlich. Merkel oder Schulz, nichts anderes ist die Frage. Wieder ein Beleg dafür, daß wir, mit dem hoffnungsvollen Versuch einer Demokratie gestartet, längst in einem Präsidialsystem angekommen sind. Auf lange Sicht funktioniert Demokratie nicht.

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Bei Merkel merkt’s keiner

Posted in Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 14. 3. 2017

Deutschland hatte schon vor der Türkei eine Präsidialrepublik. Alle Entscheidungen, die unser Land in den letzten Jahren geprägt haben und dies noch auf Jahrzehnte hinaus tun, waren Erlasse unserer Kanzlerine. Sie waren nicht das Ergebnis eines demokratischen Prozesses, sind nicht parlamentarisch erarbeitet worden. Sie wurden vielmehr bestenfalls im Nachhinein parlamentarisch abgesegnet, quasi zurechtgebogen.

Und da sind die Unterschiede zwischen Deutschland und der Türkei: Dort sitzt die Opposition im Gefängnis, hier im Parlament. Aber nur deswegen, weil dort auch Opposition ist, wo Opposition draufsteht. Hier sind das bloß Claqueure. Jubelrufer muß man doch gar nicht verfolgen.

Sagen wir so: Deutschland hat ein sanftes Präsidialsystem, die Türkei ein brutales. Wobei die Hetzjagd, die in Deutschland auf Abweichler vom Regierungskurs – die findet man nicht im Bundestag, sondern auf der Straße – betrieben wird, gar nicht mehr so weit von türkischen Verhältnissen entfernt scheint. Auch hierzulande wird mundtot gemacht, noch freilich durch moralische Supression anstatt rohe Gewalt.

Womit wir bei der Meinungsfreiheit und den Medien sind. In der Türkei werden regierungskritische Journalisten verfolgt und eingekerkert. In Deutschland nicht – weil es gar keine gibt. Die Presse ist wie die sogenannte Opposition, sie vertritt, ja übertrifft den Ductus der Kanzlerine. Wie bequem.

Es mag Menschen geben die glauben: Wenn sogar die Opposition im Parlament und wenn fast ausnahmslos Fernsehen und Zeitung das Regierungshandeln bestätigen – dann muß es doch richtig sein. Das zeigt dann: Merkel macht’s besser als Erdogan. Beide sind Despoten, aber bei Merkel merkt’s keiner.

Zittern vor „inakzeptabel“

Posted in Politik by Verfasser on 11. 3. 2017

In der Gesetzgebung und in der Politik sehen wir, daß ein Wort nicht unbedingt das bedeutet, was es bedeutet.

In der Politik bekommen wir es dieser Tage wieder einmal besonders eindrücklich vor Augen geführt. Da schäumt man vor Empörung über Erdogan’s Nazi Vergleich. Unsere Staatsmedien bejubeln die Kanzlerine, sie habe im Bundestag „klare Worte“ gefunden. Jawoll! Sie hat nämlich gesagt, das sei ganz „inakzeptabel“! Wow! Der Erdogan wird sich winselnd in das hinterste, dunkelste Eck seines 1150-Zimmer-Palasts verkrochen haben.

Nein, Spaß, natürlich nicht. Er läßt sich beruhigt kichernd in seinen goldenen Lehnsessel fallen. Denn das weiß er – wenn ein Politiker sagt, etwas sei inakzeptabel, dann bedeutet das entweder: „Sieht nicht schön aus, aber wird so gemacht“. Oder aber: „Ich bin empört – aber ich kann (und werde) nichts dagegen tun“. Dies trifft hier auf die Kanzlerine zu. Erdogan genießt es, sie zu demütigen. Und es ist ekelhaft, wie die „mächtigste Frau der Welt“ vor ihm im Staub kriecht.

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Die Augen ganz fest zumachen

Posted in Politik by Verfasser on 5. 3. 2017

Die Achse berichtet: Trotz Fingerabdruck kann sich ein Undercover-Journalist mit verschiedenen – frei erfundenen! – Identitäten in fünf Großstädten in Deutschland als „Flüchtling“ registrieren lassen. Und macht in den Unterkünften Bekanntschaft mit Asyl-Hoppern und Kriminellen.

Das ist die Realität, aber unsere Kanzlerine leugnet es, das sei „nicht mehr möglich“. Belügt sie uns oder weiß sie es tatsächlich nicht, weil sie nicht offen informiert wird (aus Angst um die wohldotierte Stellung)? Egal – überall sonst in der Welt, außer vielleicht in Schweden, wäre sie flugs ihres Amtes enthoben: Sie ist der verantwortliche Regierungschef (oder neudeutsch Regierungschef_*in)!

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Schulzegal

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 2. 3. 2017

Ja, das überzeugt: Laut Politbarometer vom 17.2.2017 wollen 49% Martin Schulz als Kanzler, nur 38% Angela Merkel. Aber in derselben Umfrage sind 71% der Ansicht, daß Merkel ihre Arbeit „eher gut“ macht, nur 24% meinen „eher schlecht“.

Ein solches Volk, fürwahr, verdient Angela Merkel als Kanzler. Oder Martin Schulz. Darauf kommt’s dann auch nicht mehr an…

Apropos Volk: Darunter versteht die 71%-Kanzlerine nun jeden, „der in diesem Lande lebt„. Also auch die, die dies illegal tun (Zitat selbe Kanzlerine „Abschiebung, Abschiebung, Abschiebung„). Oder die, die nicht einmal die Sprache verstehen und deshalb im Politbarometer gar nicht antworten können.

Thilo Sarrazin wurde einst gesteinigt, weil er behauptete, Deutschland schaffe sich ab.

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Labskaus

Posted in Politik by Verfasser on 16. 2. 2017

Ist es tatsächlich gesetzt, daß, wenn wir einen Kanzler haben wollen, der in freier Rede einen vollständigen, grammatikalisch akzeptablen und sinnhaften Satz formulieren kann, wir Martin Schulz nehmen müssen (siehe hier)?

Würde unsere derzeitige Heimsuchung – Verzeihung: Kanzlerine gute Politik machen und leider eben nur keine guten Sätze, geschenkt. Aber: Wer der Ansicht ist, sie würde gute Politik machen, hebe bitte die Hand! … Niemand? … Wirklich niemand?

Wie weit ist es mit einer Nation gekommen, wie tief ist sie gesunken, wenn es als deren Regierungschef nur Angela Merkel oder Martin Schulz geben kann. Das tatsächlich ist ein Grund, das historische Gebilde „Nation“ aufzulösen und durch Labskaus* zu ersetzen.

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* Bei uns an Bord – ich bin früher auf Handelsschiffen zur See gefahren – galt Labskaus als minderwertiges Resteessen, Zusammenrühren all‘ dessen, was an den Vortagen übriggeblieben war. Wikipedia schreibt: „Da zudem die Qualität der Nahrungsmittel mit zunehmender Länge der Reise litt, konnte damit auch minderwertiges Material kaschiert werden.“

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Anatolisches Wintermärchen

Posted in Politik, Verschaukelt, Verschwörungstheorie by Verfasser on 2. 2. 2017

„Verehrter Herr Präsident, was Sie hier in Ihrem eigenen Land machen, da will ich mich gar nicht einmischen, das ist doch Ihre Sache. Das geht mich ja gar nichts an. Aber bitte verstehen Sie, ich muß nachher vor den Kameras etwas sagen wegen der Sache mit den Verhaftungen, dem Parlament und so. Das erwarten alle, und wenn ich es nicht tue, dann wird nachher noch viel, viel mehr darüber geredet, wird noch viel mehr auf die Türkei geschaut. Und für mich selbst sähe das auch nicht gut aus, Sie wissen doch, wie die alle schon reden. Sie wollen, verehrter Herr Präsident, nach unseren Wahlen doch nicht lieber mit Martin Schulz zu tun haben?“

„Gut, Frau Merkel. Dann sagen Sie da was – aber ich warne Sie: Wenn das aus dem Ruder läuft, wenn das so aussieht, als würden Sie versuchen mich zu belehren, dann verliere ich die Geduld. Dann schicke ich Ihnen die Flüchtlinge, mir reicht jetzt schon, was ich mir ständig anhören muß. Ich bin der Präsident und das ist mein Land, über das Sie da reden! Und deshalb werde ich dann auch etwas für die Kameras haben: Nämlich, daß wir hier in der Türkei von niemandem Ratschläge brauchen. Verstanden?“

Und nachdem das – unter Ausschluß jeglicher Öffentlichkeit – geklärt ist, treten Recep Tayyip Erdogan und Angela Merkel vor die Kameras und sagen, was sie gesagt haben, daß sie sagen werden. Und unsere Medien sowie der Herr Seibert bejubeln die Kanzlerine dafür, daß sie unmißverständlich die Frage der Menschenrechte in der Türkei angesprochen habe. Daß sie selbstverständlich nicht dem einen – Erdogan – durchgehen lasse, wofür sie den anderen – Trump – in die Schranken verweise.

Tja, Mutti

Posted in Politik by Verfasser on 27. 1. 2017

Der neue Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika trifft als ersten Staatschef überhaupt die Premierministerin des EU-flüchtigen Großbritannien. Mit der deutschen Kanzlerine würde er dann morgen halt ‚mal telephonieren. Tja, Soldat: Zurück in’s Glied!

(So wie die sich aufgeplustert hat nach seiner Wahl, ist das für meinen Geschmack sogar noch zu früh.)

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Würseler Würstchen

Posted in Politik by Verfasser on 24. 1. 2017

Ist das jetzt gut, daß es der Gabriel nicht macht? Ist dieses Würseler Würstchen Schulz besser? Oder nur anders armselig?

Ganz klar: anders armselig. Daß einem ein Kanzler Schulz lieber sein könnte als eine Kanzlerin Merkel, liegt beileibe nicht an den Qualitäten von Schulz. Sondern spricht ein vernichtendes Urteil über Merkel. Wir müssen der Realität in’s Auge blicken. Offenbar ist die einzige – legale – Möglichkeit, eine weitere antidemokratisch präsidiale Regentschaft der Lieben, aber überaus wirren Angela vom Freundlichen Gesicht zu verhindern, dieses Würseler Würstchen. Wenn wir das nehmen, dann bekommen wir aber auch solche weltfremden Romantiker und schöngeistigen Spinner wie Göring-Eckardt in die Regierung. Ist das besser als ein Maas (den wir, hoppla, dann ja auch behalten müßten)?

Nein nein nein, ich mag mir die Regierungsmann*innenschaft im rotrotgrünen (Un)fall gar nicht vorstellen. Doch wenn wir von heutigen Verhältnissen ausgehen, gibt es nur dann den Hauch einer Chance, Merkel abzuschalten, indem wir der SPD oder der Linken eine Stimme geben. Das ist irgendwie wie Lebertran…

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Fehler? Niemals!

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 17. 1. 2017

Ich glaube, sie machte einen großen katastrophalen Fehler, nämlich alle diese Illegalen aufzunehmen.

Donald Trump über Angela Merkel im Interview für BILD und Times. (Im Original: „I think she made one very catastrophic mistake, and that was taking all of these illegals“.)

Steinigt ihn! Er hat behauptet, unsere Liebe Angela vom Freundlichen Gesicht hätte da einen Fehler gemacht!

Wer ist eigentlich insgeheim (sic!) nicht der Meinung, das sei ein Fehler gewesen? Wetten, da bleiben nicht viele. Selbst unter denen, die das nach außen hin heftigst bestreiten. Regierung und Parlament eingeschlossen. Die Kanzlerine selbst räumt zwar den Fehler nicht ein – räumt ihn aber ein: Warum sonst dürfe sich eine „Situation wie die des Spätsommers 2015 … nicht wiederholen“ und „können nicht alle der insgesamt 890.000 Menschen“ bleiben (Rede am CDU Parteitag, Youtube)?

Aber der Trump, der darf das nicht sagen! Darf bei uns schießlich auch keiner, sonst ist er ein Nazi. Wohlan, bundesdeutsche Leitmedien, Politiker auf den Regierungs-, den Parlaments- und den Hinterbänken: Zerreißt ihn! Macht ihn fertig! Jagt ihn davon! (Ach so, das geht ja dann doch nicht…)

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Die Merkel hat’s gemacht!

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 13. 1. 2017

Das Wahljahr hat begonnen. Das merken wir an untrüglichen Zeichen: Selbst die Kanzlerine hat mitbekommen, daß das mit der Flüchtlingsflut allen Erziehungsmaßnahmen zum Trotze (da wurden übrigens wir erzogen, nicht die Zuwanderer) nicht so wirklich gut ankam bei denjenigen, „die schon länger hier leben“. Drum bekräftigt sie inzwischen lautstark: „eine Situation wie im Sommer 2015 darf sich nicht wiederholen„. Und fordert entschlossen: „Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung„. Flankiert wird das von öffentlichkeitswirksamen Jubelmeldungen wie der, daß in 2016 „nur noch“ 280.000 gekommen seien. Sagt die tagesschau. Im Vergleich zu 890.000 noch in 2015.

Das ist ja eine tolle Nachricht! Wir haben’s wirklich „geschafft“ – genau wie die Kanzlerine einst vorhersagte. Die Tür ist zu! Und wer hat’s gemacht? Die Merkel hat’s gemacht! Also, Ihr wißt, wo Ihr Euer Kreuzchen im September zu setzen habt!

Wer erinnert sich schon, daß Merkel’s Mantra bis eben „Reinlassen, Reinlassen und nochmals Reinlassen“ lautete – nicht „Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung“. Wer überlegt daß, hätte es das alte Mantra nicht gegeben, das neue gar nicht nötig geworden wäre? Wem fällt auf, daß der plötzliche Rückgang der Ankommenden mit der Schließung der Balkanroute im März zusammenfällt, die Merkel heftig kritisierte, ihr eigener Innenminister de Mazière aber als Erfolgsmodell preist? Obwohl beide nur insofern dazu beigetragen haben, als daß sie sie überhaupt erforderlich machten.

Im Vorfeld – besser: in Vorbereitung – der Bundestagswahl manifestiert sich ein ganz bestimmtes Narrativ in den Medien (natürlich auch bei den Regierungsparteien und sogar in großen Teilen der irrtümlich sogenannten Opposition): Merkel wird als diejenige benannt, die einzig alle Krisen zu lösen vermag – obwohl sie doch die ist, die diese Krisen erst geschaffen hat und erwiesenermaßen (darf ich „faktisch“ sagen?) nicht zu ihrer Bewältigung, sondern zu ihrer Verschärfung beiträgt.

Besser vielleicht gesprengt als sicher verhungert

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 7. 1. 2017

Indem wir unserem Leben und unserer Arbeit nachgehen, sagen wir den Terroristen: Sie sind Mörder voller Haß, aber wie wir leben und leben wollen, das bestimmen nicht Sie. Wir sind frei, mitmenschlich, offen.

Mit solchen salbungsvollen Worten lispelt sich unsere Liebe Angela vom Freundlichen Gesicht durch die Neujahrsansprache an ihre Untertanen. Entrückte wie Margot Käßmann (den Terroristen mit Liebe begegnen) oder Katrin Göring-Eckardt (wir bekommen Menschen geschenkt) mögen soetwas bejubeln.

Ich allerdings muß mich in den Arm kneifen: Da spricht das Oberhaupt unserer Regierung und zündet Duftkerzen an, singt „Kumbay, My Lord“. Ich erwarte mir von meinem Staatschef verdammt nochmal ein bißchen mehr Trump! Etwas wie: „Wir machen Euch fertig!“ Und das geht sicher nicht mit Händchenhalten und Blockflöte.

Doch halt, vielleicht ist die gewiefte Strategin Merkel wieder einmal schlauer als alle anderen. Sie setzt darauf, daß diese Ansprache – wortgetreu – in alle arabischen Sprachen übersetzt wird und sich die Terroristen, noch im Heimatland, mindestens krank-, wenn nicht gleich totlachen. Und sich so selbst unschädlich machen. Der Guten Angela sei Dank!

(Übrigens, richtig ist „Indem wir unserem Leben und unserer Arbeit nachgehen, sagen wir den Terroristen: Scheiße, unser eigener Staat beschützt uns nicht, macht sich sogar noch lustig über uns, aber was, wenn wir uns zuhause einschließen? Immer noch besser vielleicht gesprengt als sicher verhungert.“)