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Drei Stunden nur

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 28. 7. 2016

Ich war kürzlich wieder einmal beruflich in einer „Flüchtlings“-Unterkunft. Sie wird im Auftrag der Stadt von einem Kunden von mir betrieben. Nebenbei: kein Containerdorf und keine Turnhalle.

Drei Stunden in den Diensträumen des Betreibers, bei regem Parteiverkehr durch die Bewohner. Zwischendrin die Gespräche des – übrigens aufrichtig motivierten – Personals. Ich unterliege dem Datenschutz und darf daher nichts erwähnen, was Rückschlüsse auf die Einrichtung erlauben würde. Ich will auch gar nicht von Einzelheiten sprechen – darüber zu schreiben reißt ja doch nur Gräben auf.

Politiker, Journalisten und alle jene, die in den Foren und Kommentarspalten inbrünstig für die – unüberlegt pauschal so bezeichneten – „Flüchtlinge“ eintreten: Sie mögen doch auch einmal, einmal nur für drei Stunden hospitieren in einer wirklichen (nicht inszenierten) „Flüchtlings“-Unterkunft. Und dann sprechen wir gerne nocheinmal.

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