ructo…

Was soll das?

Dieses Blog ist im Grunde ein Beleg für seine eigene Überflüssigkeit. Der Umstand, daß irgendwer irgendwo irgendwas veröffentlichen kann, entwertet die Veröffentlichung. Die Äußerungen versinken im Status der Beliebigkeit. Sie sind an keine Qualifikation gebunden, können nicht hinterfragt werden. Sie haben nicht einmal den Charakter bierseliger Stammtischempörung, denn es fehlt die Möglichkeit zum Dialog.

Wenn der Verfasser etwas zu sagen hat – warum tut er das über ein Blog? Hat er keine Freunde, denen er seine Ansichten mitteilen könnte? Engagiert er sich nicht in einem Verein oder einer Bewegung, die seinen Zielen entsprechen? Hat er Angst vor Kritik?

Gut, im Gespräch werden Meinungen allzu leicht unfertig, unüberlegt geäußert. Sie mögen im Eifer der Debatte auch untergehen, lassen sich oft nicht entwickeln. Sie sind flüchtig, man kann später nicht nocheinmal darauf zurückkommen, darauf Bezug nehmen. Hier ist eine schriftliche Niederlegung im Vorteil. Und ein Notizbuch hat man vielleicht nicht zur Hand, wenn man gerade etwas niederschreiben, ergänzen oder nachsehen will. Ein Blog hingegen kann man von (fast) überall bearbeiten.

Wenn also die Idee nicht ist, sich anderen mitzuteilen, wenn es gar nicht um Veröffentlichung geht sondern um die Übung, eine Meinung in Worte zu fassen und festzuhalten – dann ist so ein Blog eben doch nicht überflüssig. Nicht für den Autor. Für den Rest der Welt freilich…

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Eine Antwort

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  1. Trotzdem | ructo... said, on 14. 5. 2013 at 22:22

    […] auf welchen Irrweg auch immer, hier Biosprit, Holzpellets, CO2-Zertifikatehandel. Sonst sind es Flüssigkeitsverordnung, Energiesparlampe, Solarstromförderung, Euro-”Rettung” und so […]


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