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Ehrt die Nation!

Posted in Politik, Gesellschaft by Verfasser on 24. 2. 2017

Wann begreifen unsere herrschende Euro-Aristokraten endlich, daß wir, die Bürger europäischer Nationen, kein Europa wollen, sondern europäische Nationen? Wann verstehen unsere „Eliten“, daß die Menschen keine Weltbürger sein wollen, sondern Deutsche, Franzosen, Amerikaner und so fort? Und wann akzeptieren unsere Politiker, daß „Frieden und Wohlstand“ einerseits und „Nation“ andrerseits  überhaupt keine Gegensätze sind – solange sie selbst es nicht dazu machen?

Ich fürchte sehr: nie. Und das wird erst Aufstände, dann vielleicht sogar Kriege verursachen, diese blinde Ideologie der Staatenlenker, nicht etwa das, was sie als das vermeintliche Übel auszurotten bemüht sind.

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Möget Ihr lange leben

Posted in Politik, Medien, Gesellschaft, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 24. 2. 2017

Kann Europa die linksgrüne Selbstverleugnung als herrschendes Narrativ überleben? Ich habe keine Antwort auf diese Frage, aber die Hoffnung, daß ich die Islamisierung Europas nicht mehr erlebe.

Der aus Syrien stammende Politikwissenschaftler Prof Dr Bassam Tibi – er hat nichts mit PEGIDA zu tun! – stellt sich diese Frage und hat vielleicht ganz knapp die „Chance“, daß sich seine Hoffnung erfüllt: er ist 72 Jahre alt. Ich bin fast eine Generation jünger. Wenn ich nicht, wie offenbar die meisten Menschen um mich herum, den Kopf in den Sand stecke, dann darf ich mir wohl keine Hoffnung machen.

Tibi wird selbstredend, wo nicht totgeschwiegen, von den – eben linksgrün durchtränkten – Medien zerrissen. Ich wünsche jedem dieser Journalisten ein hinreichend langes Leben, frei von Demenz. Sie sollen die Lebenswirklichkeit, die sie in fünf oder fünfzehn Jahren erleben, ihren heutigen Pamphleten gegenüberstellen müssen.

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So müßte Ökostrom wirken

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 23. 2. 2017

In Fortführung des untenstehenden Beitrages: Man müßte an sich „echten Ökostrom“ machen. Heißt, diejenigen Mitbürger, die fossile Energieträger wie Kohle, Gas und Öl sowie die Kernkraft ablehnen, sollten auch keinen aus diesen Quellen erzeuten Strom mehr erhalten. Meinetwegen dürfen sie den Strom aus ihren sogenannten Erneuerbaren Energien sogar billiger bekommen, müßten also für die Subventionen gar nicht mehr aufkommen. Aber sie würden nur Strom bekommen, wenn’s den gibt. Soviel sie wollen. Wenn er aber nicht reicht, bei Dunkelheit und Windstille etwa, dann nur noch nach einem Verteilerschlüssel. Und an einem 24. Januar kriegt keiner von denen was.

Ruckzuck wäre in Deutschland die Energieversorgung wieder im Lot. Schade, daß man die Netze nicht so trennen kann. Aber diese Energiewende-Jünger sollten wenigstens die Ehrlichkeit aufbringen, ein solches Szenario einmal zu überdenken.

Verschlafen? Von Herzen Dank dafür!

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 23. 2. 2017

Die Energiewende ist verschlafen worden, man hat nicht rechtzeitig diese Konzerne umgesteuert auf erneuerbage Energien – ja dann bekommen Unternehmen in einer marktwirtschaftlichen Ordnung, in der leben wir nun mal, die Quitttung dafür.

Diesen unfaßbar – man kann das nicht mehr anders, klagesicher bezeichnen – dämlichen Satz spricht ein Wirtschaftswissenschaftler namens Heinz-Josef Bontrup, Direktor des „Westfälischen Energieinstitut an der Westfälischen Hochschule“, in der tagesschau vom 22. Februar, den Milliardenverlust von RWE kommentierend. (Ein Grund, sich dort keinesfalls zu immatrikulieren.)

Ob die Energiewende bei RWE wirklich „verschlafen“ wurde, sei einmal dahingestellt. Vielleicht konnte da auch nur keiner glauben, daß die Regierung einer hochentwickelten Industrienation wirklich einen solchen gefährlichen Unsinn durchzieht. Die eigentliche Dummheit der Äußerung von Herrn Bontrup ist aber die Behauptung, wir lebten in einer „marktwirtschaftlichen Ordnung“. Das mag für überall zutreffen, aber jedenfalls nicht für den Energiesektor, um den es hier ja geht:

Unternehmen bekommen langfristig eine, vom Marktpreis völlig unabhängige feste und hohe Vergütung für ihre Ware (Strom) zugesichert. Sie müssen auch nicht etwa liefern, wenn die Ware gebraucht wird, sondern dürfen liefern wannimmer sie wollen beziehungsweise gerade können (was nicht so schlimm wäre, wenn man die Ware lagern könnte, aber das geht nicht). Ja, sie werden sogar bezahlt, wenn sie gar nicht liefern. Wenn sie aber liefern, haben sie stets Vorrang vor jedem anderen Lieferanten. Das alles ist gesetzlich (EEG) festgeschrieben. Und hat daher nichts mit Marktwirstchaft zu tun, sondern ist das genaue Gegenteil: Staatliche Planwirtschaft. Um das zu erkennen, muß man doch nicht einmal Wirtschaftswissenschaften studiert haben, wie Herr Bontrup.

Wir sollten RWE dankbar sein, daß der Konzern die Energiewende „verschlafen“ hat. Denn woher hätten wir sonst beispielsweise am 24. Januar 2017 den Strom für unsere Sraßenbahnen, OP-Säle, Registrierkassen der Supermärkte, unsere Laptops, Fernseher und Spülmaschinen bekommen? Die Energiewender lieferten da nämlich: nichts. Sie konnten nicht. RWE konnte. Und tat. Und wird dafür bestraft.

 

 

Trump and Sweden

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 22. 2. 2017

Gerade weil Trump’s „Sweden“ von allen hiesigen Medien (und von Schweden) so in’s Lächerliche gezogen wurde, habe ich mich auf die Suche nach einer Aufzeichnung seiner Rede gemacht. Es ist wichtig, nicht nur den Sweden-Satz zu hören oder lesen, sondern auch wenigstens ein bißchen Kontext. Wenn wir beispielsweise hier (Youtube, ab Minute 1) hören, dann kann ich nicht den – durchaus existierenden – wohlwollenden Kommentaren zustimmen, denen zufolge das Gesagte auch verstanden werden könne als:

Haben Sie letzte Nacht gesehen, was in Schweden los ist?“ oder, noch treffender: „…was aus diesem Land geworden ist?

Und so behauptet Trump später, es ja auch gemeint zu haben, sich eben auf einen am Vorabend ausgestrahlten Fernsehbericht bezogen zu haben. Isoliert und für sich betrachtet, würde das funktionieren. Aber unmittelbar vor dem Satz „You look at what’s happening last night in Sweden“ sagte er „You look at what’s happening in Germany“. Und das kam in dem TV Beitrag nicht vor. Obwohl kein native english speaker, wird für mich allein aus dem Kontext klar, daß Trump sein „Sweden“ nicht so gemeint hatte, wie er später zu korrigieren versuchte.

Wobei das zwar peinlich, aber verständlich ist. Ich glaube nicht, daß der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gerade in diesen Tagen, die Muße hat, abends konzentriert Foxnews zu verfolgen. Das läuft eher nebenbei, und da hat er eben etwas aufgeschnappt. Freilich kann man sich nun sorgen, mit welcher Gründlichkeit er denn sonst Politik macht.

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Hast’e mal 3 Euro?

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 21. 2. 2017

Für einen in Staatsfinanzen so unbedarften Menschen wie mich wirkt das so unglaublich dumm – verkürzt ausgedrückt: Griechenland muß Kredite aufnehmen, um Kredite zurückzuzahlen. Gut, aber es muß die Kredite bei jenen aufnehmen, denen es die Kredite zurückzahlen muß.

Ich schulde Dir zwei Euro plus einen Euro Zinsen? OK, leih‘ mir mal eben drei Euro.

Man muß wohl ein sehr kluger Mensch sein, wie Doktor Schäuble oder Frau Lagarde, um das zu verstehen…

Die Rückkehr des Journalismus?

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 21. 2. 2017

Ich glaube nicht, daß die Welt eine Zeitenwende im Journalismus eingeleitet hat. Aber es muß gewürdigt werden: Im Kommentar zum Erfolg von Geert Wilders in den Niederlanden fragt der Autor:

Werden die Niederlande als erstes Land Zentraleuropas einen rechtskonservativen Nationalisten als Regierungschef bekommen?“

Es ist bemerkens- und ehrenwert, daß sowohl diese Frage als auch der Rest des Artikel ohne das (Schimpf)Wort „Populist“ auskommt. Endlich einmal wird ein Rechtskonservativer sachlich als das bezeichnet, was er ist: ein Rechtskonservativer. Und das macht ihn eben nicht automatisch zu einem Populisten, jedenfalls nicht mehr als alle anderen Politiker, denen es immer um Wählerfang zum Machterhalt oder, wo der noch aussteht, zum Machtgewinn gteht.

Es ist allerdings kaum zu ertwarten, daß diese Seriösität in der Berichterstattung nun – endlich – Raum greift. Selbst die Welt kann hier (es ist freilich ein ausdrücklich so benannter Kommentar) von einem Urteil im Stile „das Böse kommt über uns“ nicht lassen. Der Beitrag schließt mit den Worten:

Die einzige Katastrophe für Wilders wäre zugleich auch die Katastrophe für die Niederlande: wenn er an die Macht käme.

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Lieber gemeinsam verzweifeln

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 21. 2. 2017

Ich schätze ja die Nachdenkseiten. Vorwiegend wegen ihrer Auswahl der Presseschau, aber auch wegen der Kommentare dazu und gelegentlich der eigenen Artikel. Jetzt habe ich von ihren Gesprächskreisen erfahren. Die werden beworben mit: „Wenn Sie am Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten interessiert sind…

Ja, das muß ein sehr fruchtbarer „Gedankenaustausch“ sein. Da sitzen also Menschen, die an – ich polemisiere ein wenig – Verbrechen und Irrsinn der Politik und an Indoktrination und Propaganda der Medien verzweifeln, an einem Tisch zusammen und klagen sich gegenseitig ihr Leid. Nicht falsch verstehen: Das Leid ist real und, da stimme ich mit denen überein, wohlbegründet. Aber was soll es, sich da mit „Gleichgesinnten“ zusammenzusetzen? Wir sind bereits in unserer Meinung so gefestigt, was braucht es da „Gleichgesinnte“, die uns doch nur bestätigen würden? Wo ist da der Gedanken-„Austausch“?

Im Interview wird eine Teilnehmerin zitiert: „Damit ich nicht alleine zu Hause vor dem Computer an der Welt verzweifele, brauche ich echte Kommunikation mit anderen Menschen. Ich will raus aus der virtuellen Einsamkeit!“ Heureka! Dann sitzt sie mit einer Handvoll anderer, die an der Welt verzweifeln, an einem Tisch und sie verzweifeln gemeinsam an der Welt!

Ich sehe nur vier Wege, nicht an der Welt zu verzweifeln:

  • Ignorieren
  • Akzeptieren
  • Verändern
  • oder Fliehen

Die Bürger im Land gehen mehrheitlich eine Mischung aus Ignorieren und Akzeptieren. Sie akzeptieren das ihnen von den Standardmedien (von „Leitmedien“ zu sprechen wäre geradezu obszön) vermittelte Bild und ignorieren, daß das nicht zu der von ihnen beobachteten Realität paßt. Oder es fehlt ihnen überhaupt die Möglichkeit, sich ein eigenes Bild dieser Realität zu machen. Und sie akzeptieren, wie die Politik ihr Leben schmiedet.

Den mühseligen Kampf, der Veränderung bedeutet, nehmen nur wenige auf. Und wenn wir die Geschichte betrachten: Wieviele waren je erfolgreich? Wieviele derjenigen dann, die erfolgreich waren und wirklich eine Veränderung (nicht Nuancierung) bewirkten, erreichten etwas, das im historischen Rückblick nicht als Inferno gewertet werden muß? Zudem bleibt immer die Frage: Habe ich ein Recht, die Veränderung eines Zustandes herbeizuführen, der von der Mehrheit der Betroffenen hingenommen, wenn nicht sogar – siehe Wahlergebnisse – bestätigt wird? Die, so in meinem eigenen Bekanntenkreis, immer ermüdet abwinken, wenn ich versuche, ihnen zu erzählen, was nicht in der tagesschau gesagt wurde?

So bleibt dann nur noch der letzte Punkt, die Flucht. Das Kloster, die Einsiedelei. Was schließlich den Kreis zum ersten schließt, dem Ignorieren.

Jedenfalls wird die Welt nicht weniger zum „Verzweifeln“, wenn in einem Land mit 80 Millionen Einwohnern ein paar Hundert in „Gesprächskreisen“ zusammen verzweifeln.

 

Isch sage, wenn Du fertich hast!

Posted in Politik, Wirtschaft by Verfasser on 18. 2. 2017

Das Handelsblatt spielt den Fall eines Euro-Austritts von Frankreich, im Falle des Wahlsieges von Marine Le Pen, durch. Für den Autor und alle Interviewten ganz klar eine Katastrophe – so als wäre das, was im Euro passiert, was die EZB aus hilfloser Verzweiflung treibt und plant, keine Katastrophe.

Das Blatt zitiert die Rating Agentur Standard & Poor’s „Wenn ein Emittent seine vertraglichen Verpflichtungen – inklusive der vereinbarten Währung – nicht erfüllt, würden wir das als Default [Zahlungsausfall; d Verf] werten.“ Um dann zu folgern „Im Falle Frankreichs wäre dies die größte formelle Staatspleite aller Zeiten.“

Ich verstehe nichts von Finanzpolitik. Aber für mich heißt das: Ob ein Staat „pleite“ ist, entscheidet nicht etwa seine tatsächliche Zahlungs(un)fähigkeit und -willigkeit. Sondern eine Einstufung durch drei Ratingagenturen. Macht sich irgendwer die Bedeutung dieser banalen Feststellung bewußt?

Anetta ruft den Heiko an, ob man da nicht was machen kann

Posted in Medien, Politik, Verschwörungstheorie by Verfasser on 17. 2. 2017

Der Berliner Rechtsanwalt und Steuerberater Ansgar Neuhof hat sich hier die veröffentlichten Bilanzen der Amadeu-Antonio-Stiftung (wegen der Beauftragung durch Justizminister Maas und Leitung durch eine ehemalige Stasi IM auch „Maasi“ genannt) vorgenommen. Wenn ich – selbst ein bilanzierender Unternehmer – mir seine Erkenntnisse ansehe, dann müßte meinem laienhaften Verständnis nach nun ganz schnell etwa folgendes passieren:

Das zuständige Finanzamt nimmt unverzüglich eine Betriebsprüfung vor. Gegen die Vorsitzende der Stiftung, Anetta Kahane (ehemals IM Victora), wird – als Verantwortliche – wegen des Verdachts auf Bilanzfälschung und Untreue strafrechtlich ermittelt. Der Stiftung wird der Status der Gemeinnützigkeit aberkannt. Der Bundesjustizminister beendet die Zusammenarbeit mit der Stiftung und distanziert sich „tief enttäuscht“. Alle öffentlichen Zuwendungen werden eingefroren, vielleicht gar zurückgefordert. Das Thema geht groß durch die Medien.

Nur – dann stünde der Heiko ziemlich dumm da. Und der „Kampf gegen Rechts“ auch. Das wäre also „Wasser auf die Mühlen der Rechtsextremisten“ und würde sowieso Rassisten und Neonazis (ach ja: und der AfD) „in die Hände spielen“. Was könnte also stattdessen geschehen?

Ein Vorgesetzter könnte im Gespräch mit einem plichtbewußten, motivierten Finanzbeamten ein paarmal das Wort „Karriere“ fallen lassen. Bald danach könnten „berichtigte“ Unterlagen eintreffen. Die im Web bereitgestellten Dokumente könnten ausgetauscht, auf Nachfrage von einer versehentlichen Veröffentlichung einer unfertigen Vorabversion gesprochen werden. Zwei Bundesministerien, das für Justiz und das für Finanzen, könnten ein paar fachkundige Helfer abordnen zum Nachwischen. Ja, das könnte gutgehen.

Wenn die Medien mitmachen. Wenn sie solange wegschauen, bis es nichts mehr zu sehen gibt. Aber müssen Frau Kahane und Herr Maas sich da wirklich Sorgen machen? Wo es doch um die gute Sache geht?

Labskaus

Posted in Politik by Verfasser on 16. 2. 2017

Ist es tatsächlich gesetzt, daß, wenn wir einen Kanzler haben wollen, der in freier Rede einen vollständigen, grammatikalisch akzeptablen und sinnhaften Satz formulieren kann, wir Martin Schulz nehmen müssen (siehe hier)?

Würde unsere derzeitige Heimsuchung – Verzeihung: Kanzlerine gute Politik machen und leider eben nur keine guten Sätze, geschenkt. Aber: Wer der Ansicht ist, sie würde gute Politik machen, hebe bitte die Hand! … Niemand? … Wirklich niemand?

Wie weit ist es mit einer Nation gekommen, wie tief ist sie gesunken, wenn es als deren Regierungschef nur Angela Merkel oder Martin Schulz geben kann. Das tatsächlich ist ein Grund, das historische Gebilde „Nation“ aufzulösen und durch Labskaus* zu ersetzen.

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* Bei uns an Bord – ich bin früher auf Handelsschiffen zur See gefahren – galt Labskaus als minderwertiges Resteessen, Zusammenrühren all‘ dessen, was an den Vortagen übriggeblieben war. Wikipedia schreibt: „Da zudem die Qualität der Nahrungsmittel mit zunehmender Länge der Reise litt, konnte damit auch minderwertiges Material kaschiert werden.“

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Die Überheblichkeit kotzt mich an

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 16. 2. 2017

Mich wundert – nein: ärgert ja die schiere Überheblichkeit, denen wir ständig in Politik und Medien begegnen. (Wobei ich mich in diesem Blog leider nicht ausnehmen darf.) Da reden ständig irgendwelche Menschen, die es im Leben zu nichts anderem als beispielsweise einem „Fraktionsvorsitzenden“ oder, im Falle der Medien, einem der vielen linksliberalen Geifergriffel gebracht haben nicht nur davon, welche dummen Fehler „das Volk“ machte (Beispiel England oder USA). Sondern auch, welche fatalen Fehlentscheidungen richtige Regierungschefs (Beispiel Trump, sowieso), eben nicht nur Hinterbänkler, getroffen haben.

So als seien gerade diese wortgewaltigen aber ohnmächtigen Menschen in der Lage, das fachmännisch zu beurteilen. Mehr noch, Journalistenbürschlein wie Wolfram Weimer machen sich zum oberschlauen Oberlehrer über den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit folgendem Satz im The European:

Trump wird zusehends diplomatisch erzogen, und Trudeau zeigt, wie man das macht.

Mit welcher Arroganz muß jemand gepudert sein, der soetwas von sich gibt. Wie Weimer selbst schreibt, weiß er eben nicht, was hinter den Kulissen zwischen Trump und Trudeau gesprochen wurde. Die „vier Schritte“, mit denen der kanadische Jungspund den US Präsidenten „gezähmt“ haben soll, hat Weimer einfach erfunden.

Aber das ist gar nicht der Punkt. Sondern der Umstand, daß irgendein deutscher Schreiberling (ja, auch ich bin einer, und im Vergleich zu Weimer ein Nichts) meint, er könne über den Präsidenten der – noch – bedeutendsten Nation der Erde urteilen. So ein bayerischer Verleger hält sich für befähigt, Fehler eines Staatschefs zu erkennen und für berufen, sie uns zu erklären. Und er wähnt sich so erhaben, daß der US Präsidenten für ihn nur ein rotznasiger Schulbub‘ ist. So freilich denkt nicht nur Weimer, diese Überheblichkeit schallt uns aus allen Kanälen entgegen.

Wir wissen nicht, ob Trudeau Trump eingeseift hat oder andersherum. Wir wissen nicht, ob es zwischen beiden einen Deal gab, nach dem man dann einvernehmlich vor die Presse trat. Was doch wohl das Wahrscheinlichste jedes politischen Hinterzimmertreffens ist. Wir wissen nicht, ob Trump sehr wohl zwischen Fassade und Taktik zu unterscheiden vermag – weil wir uns immer berufen fühlen, die Fassade zu bewerten. Politik aber besteht sicher nicht nur aus Fassade, sondern eben auch aus ganz viel Hinterzimmer.

Ich behaupte nicht, den amerikanischen Präsidenten durchschaut zu haben. Was von seinen Entscheidungen ein Fehler war und was nicht, wird die Geschichte zeigen. Nicht ein Herr Weimer und nicht ein Herr Oppermann (oder sowas). Aber ich weiß, auch aus meinem Job, daß hinter den sichtbaren Entscheidungen meist viele unsichtbare Prozesse stehen. Und bevor die Geschichte es tut, sollte niemand sich großmäulig ein Urteil anmaßen, der diese Prozesse nicht hinreichend genau kennt. Gerade die Würstchen, die über den Bullen reden, sollten die Weisheit der Indianer bedenken:

Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist.

Im Deutschlandfunk sind 140 Zeichen noch zuviel

Posted in Medien by Verfasser on 16. 2. 2017

Das war mal wieder so ein typischer Deutschlandfunk, die Gesprächsrunde „Kein Frieden in Sicht – Die Ukraine drei Jahre nach dem Euromaidan“ (Deutschlandradio 15.2.2017 19h15). Typisch, weil suggestiv von „Euro“-Maidan die Rede, so als habe es sich bei dem blutigen Aufstand um einen proeuropäischen – und damit jedenfalls gerechtfertigten – Freiheitskampf gehandelt. Dabei ist längst bewiesen, daß es beim Maidan um Europa nur nebenbei ging.*

Und typisch, weil Niels Annen zu Beginn, natürlich (!) auf Trump zielend, erklärte, die Welt sei zu kompliziert, um sie in 140 Zeichen darzustellen. Aber die Runde dann, die Ukraine betreffend, gleich sogar mit nur 16 Zeichen auskam: „Putin ist schuld“. Herrn Annen halten wir freilich zugute, daß er sich getreu seines Postulats „Die Welt geht nicht in Twitter“ auch hier um Differenzierung bemühte.

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* Einer von der Heinrich-Böll-Stiftung zitierten Studie zufolge war die Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens mit der EU zu Beginn der Proteste nur eine von sechs – bei insgesamt zehn – Forderungen, die von einer Mehrheit der Demonstranten getragen wurde. Am Ende der Proteste sank hier die Rate sogar auf unter die Hälfte. Es ging um „Gegen Janukowytsch“, nicht um „Für Europa“. Und wo das Assoziierungsabkommen eine Rolle spielte, war das vielleicht auch nicht wegen der EU an sich, sondern wegen der Hoffnung auf wirtschaftliche Besserung. (So wie ja auch kaum einer der sogenannten Flüchtlinge sich Deutschland zum Ziel nimmt wegen der demokratischer Werte oder Frauenrechte.)

Leberwurst ist eh‘ ungesund

Posted in Politik, Verschaukelt, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 15. 2. 2017

Das EU Parlament hat CETA zugestimmt. Das war zu erwarten gewesen. Bei den 751 EU Parlamentarieren geben sich tagein tagaus an die 20.000 Lobbyisten die Klinke in die Hand, davon etwa 70% im Auftrag der Konzerne. Jeder einzelne EU Parlamentarier wird also – rechnerisch – von 18 dieser Interessenvertreter „betreut“. Kann er da gegen ein Abkommen stimmen, das die Unternehmen unbedingt haben wollen, weil sie überzeugt sind davon zu profitieren? Wenn aber nicht nur in Europa sondern genauso auch in Kanada die Wirtschaft das Abkommen bejubelt – dann muß es irgendwo auch einen Verlierer geben. Denn das Gesamtverhältnis Produzenten zu Verbraucher ändert sich ja nicht. Wenn ich kanadischen Honig kaufe, dann eben stattdessen keinen deutschen. Und wenn ich, weil nun ein bißchen billiger, öfter Honig auf’s Brot schmiere, dann seltener Leberwurst. (Die Zeiten, in denen in einem Teil unserer heutigen Republik die Regale leerstanden, waren auch schon vor CETA lange vorüber.)

Ach, ich bin wohl zu unbedarft, die Regeln der Wirtschaft zu durchschauen. Aber ich bin der Überzeugung, daß es nie wirklich jene sprichwörtliche Win-Win Situation geben kann, wie ja auch eine Schaukel nicht mit jedem Ende zugleich nach oben wippt. Ausnahme: Wenn das Loose aus dem Deal eben einen Dritten trifft. Das wäre hier dann wohl der Bürger im allgemeinen oder Steuerzahler im besonderen.

Nun ist es passiert. Bereits im Frühjahr würden daher die Zölle entfallen. Das wird interessant. Denn wenn stimmt, was man uns die ganze Zeit über CETA (und TTIP) erzählt hat, müßten dann ja plötzlich lauter Waren deutlich billiger werden – für uns wie auch für die Kanadier. Und es müssen ziemlich viele Waren sein, sonst hätte es sich doch nicht gelohnt, dafür jahrelang mit solchem Aufwand zu verhandeln. Und im Sommer brechen die Arbeitslosenzahlen ein, weil die hiesige Exportwirtschaft kräftig anzieht und viele neue Stellen hierzulande geschaffen werden.

Also, Leute, kauft schon mal das neue (kanadische?) Auto, baut das Eigenheim, bucht die Kreuzfahrt. Das können wir uns endlich alles leisten, den jetzt geht’s bergauf. CETA macht’s möglich!

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Nichts, nichts, niemand

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 15. 2. 2017

Ich find‘ diese „Untersuchungsausschüsse“ so lustig: Da sitzen Politiker der zweiten und dritten Reihe, die sich jetzt ungeheuer wichtig fühlen, über Wochen, Monate und oft Jahre hinweg immer wieder hinter verschlossenen Türen, stellen „vorgeladenen“ Politikern der ersten Reihe und Spitzenbeamten „bohrende“ Fragen um einen der sich endlos wiederholenden Skandale von milliardenschwerer Veruntreuung, eklanten Grundrechtsverstößen oder blamablem Amtsversagen „aufzuklären“. Und es passiert: nichts. Es ändert sich: nichts. Es wird zur Verantwortung gezogen: niemand.

Wenn ich übrigens Hans-Christian Ströbele wäre, der ja gefühlt in jedem Untersuchungsausschuß sitzt, würde ich meine politische Laufbahn nicht mit solch‘ einer öffentlich zur Schau gestellten Entwürdigung parlamentarischer Legitimation abschließen wollen.

Der Hohe Priester Heribert Prantl

Posted in Medien by Verfasser on 15. 2. 2017

Ich weiß nicht ob wegen, aber jedenfalls mit Heribert Prantl (seit 2011 einer der Chefredakteure) hat sich die Süddeutsche Zeitung über die Jahre zu einem der vielen austauschbaren Blättchen gewandelt mit hoher Reichweite, hoher Moral und hohem Anspruch, das Volk zur richtigen, also linksliberalen Gesinnung zu erziehen. Nicht von ungefähr kursiert im Netz das Schlagwort von der „Prantl-Prawda“.

Wenn ich Prantl lese oder in Talkshows reden höre, dann spüre ich, mit welcher Inbrunst und Leidenschaft er sich, da im Besitz der alleingültigen Wahrheit, berufen fühlt, diese dem Volk nicht nur zu verkünden, sondern es dazu zu bekehren. Die Menschen müssen glauben, was er weiß. Natürlich ist er ein glühender Verfechter der Willkommenkultur und ein unermüdlicher Kämpfer gegen das Böse – in Gestalt von Putin, der AfD und Trump.

Ich frage mich, ob es besser wäre, Prantl wäre Richter geblieben anstatt zum Journalismus (oder dem, was er dafür hält) zu wechseln. Dort hätte er mit seiner gefühlten Berufung einzelne Existenzen vernichtet, das aber jeden Tag. Hier indoktriniert er Hundertausende und trägt damit bei zur Gefahr sozialer Unruhen, Aufstände und letztlich sogar Kriege.

Wie Tschernobyl

Posted in Gesellschaft, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 14. 2. 2017

Das Gatestone Institute, ein umstrittener US-amerikanischer Thinktank, hat einen Artikel veröffentlicht, dessen Topics ich mir hier wiederzugeben erlaube:


  • Kritiker von Deutschlands Einwanderungspolitik der offenen Tür warnen davor, dass der jüngste Anstieg der muslimischen Bevölkerung in Deutschland – deren Zahl 2016 erstmals auf über sechs Millionen kletterte – das Gesicht des Landes bereits für immer verändert hat.
  • Der Preis für die Umkehr von Deutschlands demografischem Niedergang scheint die weitere Islamisierung Deutschlands unter dem Mantel des Multikulturalismus zu sein.
  • Angesichts einer Rate von 1,6 Geburten pro Frau – weit unter der Reproduktionsrate von 2,1 – wird Deutschland laut dem Bericht bis 2060 einen permanenten Zustrom von 300.000 Migranten pro Jahr benötigen, um den derzeitigen Bevölkerungsstand stabil zu halten.
  • „Wir importieren islamistischen Extremismus, arabischen Antisemitismus, nationale und ethnische Konflikte anderer Völker sowie ein anderes Rechts- und Gesellschaftsverständnis. Die deutschen Sicherheitsbehörden sind und werden nicht in der Lage sein, diese importierten Sicherheitsprobleme und die hierdurch entstehenden Reaktionen aufseiten der deutschen Bevölkerung zu lösen“, heißt es in einem durchgesickerten Geheimdienstbericht.
  • Vor über einem Jahrzehnt warnte der Historiker Bernard Lewis: Sollte sich der derzeitige Migrationstrend fortsetzen, werde Europa Ende des 21. Jahrhunderts islamisch sein. Deutschlands politische Eliten bilden die Vorhut dabei, diese Vorhersage Wirklichkeit werden zu lassen.

Den Beitrag als rechtsextreme Propaganda abzutun verbietet sich mE bei Würdigung der jeweils verlinkten Quellenabgaben. Freilich untermauert er gerade das, was das allenthalben verächtlich gemachte PEGIDA umtreibt: Die Gefahr der Islamisierung des Abendlandes. Doch muß das allein deshalb falsch sein, weil es ein Lutz Bachmann und Arbeiter anstatt Akademiker auf die Straße tragen? Diese Leute essen auch Brot – ist daher Brotessen falsch?

Mir erscheinen die im Artikel des Gatestone Institute skizzierten Szenarien höchst plausibel, ja als inzwischen unausweichlich. Solange ich mich nicht in irgendwelche „postfaktischen“ Utopien flüchte, wie sie unsere „Qualitätsmedien“ spätestens seit 2015 an den Himmel malen. Mir ist völlig unbegreiflich wie jemand, der wenigstens 1 und 1 zusammenzählen kann, ein „Es wird schon irgendwie gutgehen“-Bild hegt. Im übrigen halte ich es für rein rechnerisch unmöglich, daß der scheinbar erhoffte stabilisierende Effekt auf die Sozialsystem zum Tragen kommt, bevor diese unrettbar kollabieren.

Was schließlich die Islamisierung des Abendlandes betrifft, könnte man fragen: Ja und, was ist so schlimm daran? Nun, für mich, als (bärtigen) heterosexuellen, konfessionslosen Mann wäre das wohl schon zum Aushalten. Wenn es das Europa, in dem ich aufgewachsen bin und das ich trotz aller Fehlentwicklungen in seiner kulturellen Identität schätze, nicht ausradieren würde.

Das ist irgendwie wie Tschernobyl. Als Experiment gedacht, endet es in einer Katastrophe, die niemand beabsichtigt hat und für möglich hielt.

Deutschland ist gerettet!

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 12. 2. 2017

Die Fernsehbilder von der „Wahl“ Frank-Walter Steinmeiers zum Bundespräsidenten: Großer Jubel, frenetischer Applaus, Tränen der Freude – und eine zur Schau gestellte Erleichterung. So als sei nicht von vornherein absolut klar gewesen, daß Steinmeier gewählt werden würde (es war schließlich vorher so ausgemacht). Und so als ob mit ihm als Bundespräsidet nun alle Last von Deutschland abfalle, alle Probleme gelöst seien.

Dieser Bilder erinnerten mich an etwas. An das Ende des „Klimagipfels“ in Paris. Dieselben Emotionen wegen: nichts. Der Abschluß einer gigantischen Show, von der fast alle Protagonisten (ich schrieb damals: Hendricks als vielleicht einzige nicht) wußten, daß es nichts als eine gigantische Show ist.

Apropos Show – auch mir kamen Tränen, allerdings der Verzweiflung, als Claus Kleber im heute-journal dann noch seine Hymne auf Steinmeier anstimmte. Peinlich, nein: grotesk.

Die Bürger in Europa hätten das auch gern

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 12. 2. 2017

Auch wenn man es aufgrund der hämischen Artikel in unserer Presse glauben mag: Es sind beileibe nicht viele, schon gar nicht die meisten Richter in den USA, die Trump’s neunzigtägigen Einreisestop für Bürger bestimmter Staaten ablehnen. Wenn wir aber unsere bundesdeutschen Medien verfolgen, verurteilt – auf’s Entschiedendste! – das Dekret des US Präsidenten jedenfalls jeder Deutschen (sofern nicht AfD Anhänger) und eigentlich jeder Europäer.

Hm – geben unsere „Qualitätsjournalisten“ damit die Stimmung im Land oder ihre eigene, freilich als Richtschnur verordnete edle Gesinnung wieder? Denn der Aussage

Eine weitere Einwanderung aus vorwiegend muslimischen Ländern sollte gestoppt werden

stimmen mehr als die Hälfte (!) der Bürger Europas zu. So jedenfalls eine Umfrage des britischen Instituts Chatham House in zehn Ländern Europas. Darunter auch Deutschand, das mit fast 60% Zustimmung und weniger als 20% Ablehnung sogar noch über dem europaweiten Durchschnitt lag.

Klimadaten vor den Klimarettern retten

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 11. 2. 2017

Da haben unsere sogenannten Qualitätsjournalisten mit Inbrunst berichtet: Wir müssen die Klimadaten vor Trump retten! Der raubt und vernichtet sie sonst, der „Klimaleugner“. Doch nun stellt sich heraus: Wir hätten die Klimadaten durchaus retten müssen. Aber nicht vor Trump, sondern vor den „Klimarettern“.

Denn der Bericht, der anläßlich des „Klimagipfels“ in Paris 2015 von der US-amerikanischen National Oceanic and Atmospheric Association NOAA vorgelegt wurde, ist manipuliert. Er präsentiert, vereinfacht gesagt, nur die höchsten verzeichneten Temperaturdaten und verschweigt die niedrigeren. Jene, die die inzwischen 20jährige Pause der Erderwärmung belegen können – was halt nicht zum steigenden CO2-Ausstoß und damit einhergehender „Klimapolitik“ paßt. Mit solchem Vorgehen verstoßen die Autoren gegen alle wissenschaftlichen Standards.

Noch dazu sind die Roh-Daten, die als Grundlage jeder wissenschaflichen Arbeit zu ihrer Überprüfung vorgehalten werden müssen, seltsamerweise verschwunden. Niemand hat sie gerettet.

Das ist keine Verschwörungstheorie böswilliger Klimaleugner. Das sagt Dr John Bates, langjähriger Mitarbeiter der NOAA, nun im Ruhestand und von der Regierung Obama einst mit einer besonderen Ehrung für seine Arbeit bedacht.

Darüber haben unsere Edelschreiber dann aber nicht mehr berichtet.

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