ructo…

Mußte das sein?

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 23. 9. 2016

162 Menschen, vermutlich mehr, sind vor der ägyptischen Küste beim Versuch ertrunken, Europa zu erreichen. Wieviele darunter waren wohl „Glücksritter„, die sich und ihre Familien – angelockt von den Verheißungen geschäftstüchtiger Schlepper – ganz unnötig der tödlichen Gefahr aussetzten und einfach nur „ein besseres Leben“ in Europa wollten (wo sie doch genügend Geld zusammenbringen konnten, eben diese Schlepper zu bezahlen)?

Warum TTIP und CETA abzulehen sind (Teil I)

Posted in Politik, Medien, Wirtschaft by Verfasser on 23. 9. 2016

Jenseits von Herrn Gabriel und seinesgleichen gibt es hierzulande durchaus vernünftige Menschen, die in den Freihandelsabkommen TTIP und CETA eine Chance sehen und den Protest dagegen eher in die alternative (oder sehr linke) Ecke stellen, fern der Lebenswirklichkeit einer globalen Marktwirtschaft. Diese Leute argumentieren dann stets mit den Vorzügen des Freihandels an sich.

Das mag auf den ersten Blick überzeugen. Aber sie klammern – vorsätzlich oder fahrlässig – aus, daß die hier konkreten Abkommen TTIP und CETA Elemente mitbringen, die für einen „freien Handel“ nicht erforderlich sind, vielleicht gar nichts damit zu tun haben.

Da ist zum einen der „Investorenschutz“ mittels Schiedsgerichtsbarkeit. Was auch immer daran herumgebastelt wird, das Prinzip bleibt: Ein „Investor“ kann jederzeit behaupten, ihm sei durch eine staatliche Maßnahme Gewinn entgangen, und er kann den Staat hierfür auf Schadensersatz verklagen. Das sogar dann, wenn die Investition noch gar nicht stattgefunden hat, sondern (angeblich) erst geplant war. Das greift dann eben nicht nur bei plötzlichen Verstaatlichungen von Minen oder Erdölförderstätten wie in Südamerika,  sondern auch bei Gesetzen zum Umwelt- oder Gesundheitsschutz. Damit wird die politische Souveränität eines Landes der Willkür – meist ausländischer – Konzerne unterworfen. Nicht nur die Demokratie, jedwede Staatsform wird damit ausgehebelt.

Das zweite ist das Problem der ureigensten Aufgabe eines Staates, der Daseinsfürsorge. Da geht es um kommunale Dienstleistungen wie die (Trink-)wasserversorgung, aber auch das Gesundheitswesen, die Verkehrsinfrastruktur undsoweiter. Wenn solcherlei unter allen Anbietern in den beteiligten Ländern ausgeschrieben werden und der – salopp formuliert – Billigste den Zuschlag erhalten muß (andernfalls er klagen könnte), dann geht das grundsätzlich mit Qualitätsverlust und/oder Verteuerung einher. Dafür gibt es in allen infrage kommenden Bereichen ausreichende Erfahrungswerte, in Deutschland, in der EU, weltweit. Unternehmerisches Profitstreben und Gemeinwohl sind per se unversöhnliche Gegensätze!

Kritik richtet sich daher nicht gegen Freihandelsabkommen an sich. Sondern gegen das, was im konkreten Fall unter diesem Etikett mitsegelt. Die Lobpreiser des Freihandels sollten so ehrlich sein, hier zu differenzieren.

Stammtischgespräche (Folge 9)

Posted in Stammtisch by Verfasser on 22. 9. 2016

Iss scho komisch bei uns Deutsche: Da Hitler und die Merkel wärn nia ned soweit kumma mit ehnam ganzn Scheiß, wenns net so wahnsinnig vui Gfolgsleut ghabt hättn – die nachad nix mehr davo wissn woin.

Neulich, am Stammtisch nebenan…

China und die USA sind einsichtig und helfen der Klimakanzlerin, die Welt zu retten

Posted in Politik, Medien, Gesellschaft, Wissenschaft by Verfasser on 21. 9. 2016

Aus unseren wohlvertrauten Medien erfahren wir, daß China und die USA (die „weltweit größten Klimasünder„) dem Pariser Klima-Abkommen beigetreten sind. Und gerade erst haben, so hören wir, 31 weitere Staaten das Protokoll ratifiziert, womit es nun bereits 60 sind.

Unsere Medien sagen das mit kaum zu überhörenden Unterton: Sehet, wir Deutschen, allen voran unsere gute Klimakanzlerin, sind die Vorreiter auf einem richtigen Wege – und die anderen folgen uns.

Das ist freilich ziemlich dumm. Denn gerade daß China und die USA mitmachen zeigt, daß das Abkommen nichts wert ist. Erstens ist es eine unverbindliche Absichtserklärung „Wir werden alles daran setzen daß …“, die so funktioiert: Jeder Staat setzt sich selbst beliebige blumigen Ziele in ferner Zukunft. Ob er sie erreicht, darf er selbst überprüfen. Und wenn er sie verfehlt, geschieht ihm – nichts. Das ist ein bißchen wie die Werbung für die Diät, die uns endlich zur „Bikini-Figur“ verhilft, „einfach, weil sie funktioniert“, versprochen!

Zweitens aber rettet das Abkommen die Erde, indem es dieser verbietet, sich um genau einskommafünf (allerhöchstens aber zwei) Grad zu erwärmen. Und wie schaffen wir das? Indem wir alle kein CO2 mehr machen. Weil das ja bekanntlich der „Klimakiller“ ist. Zwar hat bis heute niemand nachweisen könen, daß CO2 Ausstoß – insbesondere der vom Menschen beeinflußbare – eine nennenswerte Rolle bei der Erderwärmung spielt. Aber das ist egal: Solange es ganz viele ganz fest behaupten (und solange alle, die widersprechen und da auch Beweise haben, verb(r)annt werden), gilt es eben. Basta.

Also, „Lügenpresse“ sagt man nicht, das ist Pfui, ist Pegida, ist Nazi. „Lückenpresse“ trifft’s aber nicht, weil ja nicht einfach nur Wesentliches unerwähnt bleibt, sondern gradlinig an den – leicht recherchierbaren – Fakten vorbei berichtet wird. Wie also nennen wir das?

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Austritt – Jetzt!

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 21. 9. 2016

Genial: Die Webseite zum CDU Austritt, auf der Ausgetretene und Austretende in sachlichen (!) Statements ihre Gründe darlegen. Schade, daß ich kein CDU Mitglied bin und nie war (ich lebe in Bayern: CSU Land). Denn wenn, dann wäre ich bereits ausgetreten und dürfte da auch ‚was schreiben. Allerdings hätte ich der Eröffnungserklärung von Krah und Nölken kaum etwas hinzuzufügen. Die sagt alles.

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Berlin ist halt Wowereit

Posted in Politik, Gesellschaft by Verfasser on 20. 9. 2016

Warum hat die AfD in Berlin mit 14,2% nur verhältnismäßig schwach abgeschnitten? Weil die Berliner „klüger“ sind als die Mecklenburger und Vorpommern? Weil sie keine „Nazis“ sind? Weil sie sowieseo mehr „Flüchtlinge“ haben?

Nein, sondern wiel sie – noch immer – „Wowereit“ sind. Heißt, sie tingeln sorglos von Party zu Party. Sie finden sich „arm, aber sexy“. Sie machen „Küßchen, Küßchen“ und denken, für „gut so“ reicht es, schwul zu sein oder sowas.

Die Berliner haben keine wirklichen Sorgen, denn sie kriegen die Party ja bezahlt. Die anderen Bundesländer schoben im letzten Jahr 3.61 Milliarden Euro ‚rüber, mehr als zwei Fünfhunderter (die es ja bald nicht mehr gibt, aber nicht der Berliner wegen) pro Nase – vom Säugling bis zum Greis. Deshalb darf es sich ein Berliner leisten, schick zu sein und intellektuell. Und daher gaaanz links zu wählen. Die sogenannten Sozialdemokraten oder eben gleich die Linke. Und wer noch mehr Geld hat, leistet sich Grün.

(Ihr anderen Berliner, die Ihr hart arbeitet, nichts geschenkt kriegt und nicht die Küßchen-Küßchen-Koalitionäre gewählt habt: Ihr seid hier natürlich nicht angesprochen. Ihr habt ja bloß wieder einmal verloren.)

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Das Problem ist nicht das Problem, das Problem ist nur die Erklärung

Posted in Politik, Verschaukelt by Verfasser on 19. 9. 2016

Wir sind ja so doof! Gut, daß es die nachsichtige Mutti gibt: Sie wird uns künftig ihre „Flüchtlings“-„Politik“ besser erklären. Das hat sie versprochen!

Das ist gut so. Denn das Problem sind ja nicht etwa die zu Hunderttausenden (Millionen?) in’s Land geholten  Analphabeten, von denen mindestens die Hälfte (faktisch sogar mehr, denn manche erschleichen sich den Aufenthalt mit gefälschten Papieren und erfundenen Bedrohungen) gar kein Recht zur Einreise hatte. Das Problem sind nicht die ‚zig Milliarden Euro, mit denen wir ihnen, ihren nachgeholten Familienmitgliedern, ihren Kindern und wohl noch Kindeskindern den Aufenthalt in diesem Land hier alimentieren werden. Das Problem ist nicht die meist zu unserer Gesellschaftsform inkompatible der Zugewanderten (denn der unterwerfen wir uns eben). Das Problem ist nicht die auch infolge alldessen wuchernde Gesinnungsdikatur auf dem Weg zu „1984„.

Nein, das Problem ist nur, daß wir das Humanitäre an Merkel’s Geste (‚e‘, nicht ‚ä‘), das Große an Ihrem Plan nicht verstanden haben. Ja, Mutti, bitte, erklär’s uns. Damit endlich alles wieder gut wird.

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Die Hauptfrau von Köpenick

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 18. 9. 2016

Es beginnen die Abgesänge auf Angela Merkel. Vor dem grell Offenbaren können selbst die bisher „Hosiannah!“ lobpreisenden Staatsmedien ihre Augen nicht mehr verschließen. Können den Schaden nicht mehr wegmoralisieren. Doch zumeist ist noch immer zu lesen, daß sie doch nur jetzt, in der sogenannten „Flüchtlingskrise“, mit ihrer bisher erfolgreichen Strategie gescheitert sei. So wird sie freilich im Grunde noch immer mit Elogen überschüttet und ihr nun noch tragische Größe angedichtet.

Nach wie vor: Das ist Quatsch. Merkel „konnte Kanzler“ von Anfang an nicht. Denn sie ist kein Politiker, kein Führer. Sie ist weder besonders klug noch beherrscht sie taktisches und strategisches Denken. Was sie in den Jahren ihrer Kanzlerschaft in Deutschland und Europa angerichtet hat, läßt sich verstehen, wenn man sieht: Sie ist einfach nur naiv, „entscheidet“ unüberlegt aus dem Bauch heraus und neigt zu Autismus. Sie ist genau, was der Volksmund sie – nicht erst zuletzt – nennt: eine Mutti. Das ist ganz nett, sicher auch nicht leicht und verdient weder Spott noch Verachtung. Aber es qualifiziert nicht zu einem politischen Spitzenamt, und schon gar nicht in einem Land wie Deutschland.

Die Damen und Herren Politikerkollegen, die planierte Medienlandschaft und eben auch das Volk sind ihr freilich in all‘ den Jahren auf den Leim gegangen. Das zu erkennen ist peinlich. Und da sich gerade die Leitmedien nicht eingestehen können, daß sie sich da von einem Hauptmann von Köpenick vorführen ließen, machen sie aus Merkel noch immer viel, viel mehr als sie tatsächlich war.

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Die Richtigen dürfen, wofür die Falschen gesteinigt werden

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 18. 9. 2016

Andererseits sind es mittlerweile zu viele [Flüchtlinge; d Verf]. Europa, zum Beispiel Deutschland, kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland.

So sprach (im Mai 2016) der Dalai Llama höchstpersönlich im Interview mit der FAZ. Angenommen dieselben Worte seien von – sagen wir mal – Frauke Petry gekommen, was wäre da für eine Welle der Empörung durch unsere Medien geschwappt. Die Politik hätte, wie eben erst Müller im Wahlkampf Berlins, „Nazi!“ gebrüllt.

Besonders verlogen dabei: Inzwischen sagt ja auch unsere liebe Angela vom freundlichen Gesicht nichts anderes: „Deutschland wird Deutschland bleiben“ und „Für die nächsten Monate ist das Wichtigste Rückführung, Rückführung und nochmals Rückführung“. Aber wenn zwei das Gleiche sagen, ist es eben noch lange nicht dasselbe. Die „Richtigen“ dürfen, wofür die „Falschen“ gesteinigt werden. Unsere Leitmedien freilich tun so, als hätten sie das nicht bemerkt. Da können sie ganz plötzlich wieder reine „Berichterstattung“, ohne empörte Kommentare über Dopplezüngigkeit und ohne eifernden moralischen Impetus.

Das dumme Geschwätz vom Schock

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 16. 9. 2016

Nach dem Brexit-Schock…

Viele, zu viele Medien leiten so noch immer irgendwelche -meist recht unbedeutenden – Meldungen aus dem Themenkreis „EU“ ein.

Ich kann’s nicht mehr hören. Das, was man gemeinhin unter einem „Schock“ versteht, war das britische Votum (mehr ist ja noch gar nicht passiert) allenfalls für eine Handvoll „alter weißer Männer“, die um ihre Pfründe fürchten. Leute wie Jean-Claude Juncker oder Martin Schulz. Die von ihrer vermeintlichen Wichtigkeit dermaßen berauscht sind, daß sie sich gar nicht vorstellen konnten, es könne da draußen in „ihrer“ Welt jemanden geben, der sie und das, wofür sie stehen, für unnütz und ärgerlich hält.

Außer vielleicht diesen müden Schloßgespenstern war niemand „geschockt“. Eher: irritiert, skeptisch, besorgt, aber auch: amüsiert, hoffnungsvoll, neugierig und – ja, auch das – angriffslustig.

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Daß es mich gibt, ist schon irgendwie blöd – sagt der Club of Rome

Posted in Forschung, Gesellschaft, Verschaukelt by Verfasser on 15. 9. 2016

In den späten Siebzigern, als ich jung war (und evangelische Jugendgruppen leitete) – ach, was bewunderte ich da den „Club of Rome“ und seine düsteren Prophezeihungen.

Heute muß man ihm die berühmten Londoner Pferdeäpfel vorhalten (1885 wurde vorausgesagt, London würde 100 Jahre später – also 1985 – wegen des zunehmenden Droschkenverkehrs von Pferdemist überdeckt sein). Schade, die „Forscher“ haben sich ziemlich blamiert, sind entzaubert. Das ficht sie aber nicht an. Heute wollen sie verbieten, geboren zu werden, faßt die Achse zusammen. Denn wer geboren wird, richtet unweigerlich Schaden an.

Das „Recht“ des kleinen Mannes

Posted in Gesellschaft, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 15. 9. 2016

Lassen wir heute mal die ganz große Weltpolitik beiseite. Schauen wir um die Ecke: Du fährst wie unzählige Male zuvor in die Sammelgarage Deiner Wohnanlage ein. Das Tor hast Du wie gewohnt mit der Fernbedienung geöffnet. Allerdings: Als Du es durchquerst, kracht es Dir auf Dein Autodach. Und macht dieses ziemlich kaputt.

Ärgerlich, denkst Du, aber die Hausverwaltung ist ja versichert, denkst Du. Du machst eine Schadensmeldung, reichst das Reparaturkostengutachten ein. Und bekommst statt einer Zusage der Kostenübernahme eine Rechnung über die Reparatur des Garagentors. Die Instandsetzung Deines Autodachs hingegen wird brüsk abgelehnt.

Ja, das ist geltendes Recht in Deutschland. Die Hausverwaltung muß nur nachweisen, daß das Tor ordentlich gewartet war, und der zuständige Techniker muß nur bestätigen, daß das Tor – selbstverständlich! – einwandfrei funktionierte. Dann ist sie fein raus. Willst Du aber Geld für Dein kaputtes Dach haben, mußt Du – als der Geschädigte! – nachweisen, daß das Tor eine Fehlfunktion hatte. Und wie willst Du das machen? Da mußt Du mit dem Tor-Techniker schon unter einer Decke stecken. So wie die Hausverwaltung, man lebt schließlich voneinander: „Du darfst das Tor bei mir regelmäßig (und kostenpflichtig) warten, aber Du mußt mir, wenn’s Probleme gibt, immer bestätigen, daß es keinen Fehler hat.“ – „Logo Chef, unsere Tore machen nie Probleme!“

Und wenn’s noch ein besonderes Bonbon sein darf: Da gibt es eine Lichtschranke, die das Tor sofort anhält, wenn sie unterbrochen wird. Auch der wird stolz eine einwandfreie Funktion bescheinigt. Äh: Sie ist auf über zwei Meter Höhe montiert. Wieviele Autos in einer Tiefgarage haben mehr als zwei Meter Höhe, wenn an der Einfahrt ein Verbotsschild für Fahrzeuge über zwei Meter Höhe hängt? Egal, als das Gebäude errichtet wurde, gab es noch keine Vorschrift, Lichtschranken anzubringen. Und deswegen muß sie auch nicht nachträglich auf die heute übliche Höhe (etwa 30 Zentimeter) versetzt werden. So darf sich die Hausverwaltung einer Lichtschranke rühmen – und auch damit aus jeder Haftung freistellen -, die zu 100% nutzlos ist.

Und weil das alles so ist, weil die Bank stets gewinnt, weil die Gerichte genau so entscheiden, darf Dir die Hausverwaltung auch noch frech vorhalten, Du hättest ja versucht, schnell noch unter dem schließenden Tor durchzuschlüpfen. (Was schon deshalb nicht stimmt, weil Dir vor über zehn Jahren dasselbe Tor Dein damaliges Auto demolierte, Du auch damals auf de Schaden sitzen bliebst und seither bei jeder Ein- und Ausfahrt mit größtem Respekt auf die Anlage schielst.)

Und jetzt sei mal ein fleißiger Müllmann oder Altenpfleger. Für den das gebraucht gekaufte Auto schon eine Anschaffung war, auf die Du lange gespart hast.

So toll funktioniert „Recht“ in der Bundesrepublik Deutschland. Klar, es gibt durchaus diejenigen, die versucht haben, schnell noch durchzufahren, gescheitert sind und nun den selbst verursachten Schaden ersetzt haben wollen. Aber: Es gibt auch die vielen anderen, die ohne jede Schuld Opfer eines technischen Defekts geworden sind. Wenn irgendwo ein Islamist eine Bombe zündet heißt es sofort, Moslems (und „Flüchtlinge“) dürften nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Aha. Aber Du und ich, wir dürfen schon?

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Nicht wegen der hilflosen Chebli ist dieser Clip so traurig

Posted in Medien, Politik by Verfasser on 15. 9. 2016

Das ganze ist über ein Jahr her, die Achse hat es jetzt ausgegraben. In der Bundespressekonferenz fragt Tilo Jung („jung & naiv“), inwiefern die von Deutschland unterstützen Bombenangriffe auf Syrisches Territorium mit dem Völkerecht vereinbar seien. Das hilflose Gestammel von Sawsan Chebli, stellvertretende Sprecherin des Auswärtigen Amtes (hier bei Youtube, sie kann einem da fast leid tun, kennt übrigens nicht einmal den Unterschied zwischen „Notwehr“ und „Nothilfe“, nicht den zwischen „Irak“ und „Syrien“), das sagt also fast wörtlich, wenngleich offensichtlich ungewollt: Das ist mit dem Völkerrecht keineswegs vereinbar.

Das war damals in einer Bundespressekonferenz. Da saß nicht nur Herr Jung, da saßen viele Journalisten. Und was ist geschehen? Nichts. Also, falsch, es ist eben genau das geschehen, was Frau Chebli nicht rechtfertigen, nichteinmal halbwegs gesichtswahrend beschönigen konnte. Aber das war nur möglich, weil weder angesichts dieser peinlichen Vorstellung noch angesichts des angekündigeten und vollzogenen Bruchs des Völkerrechts ein empörter Aufschrei durch die Medien ging. Da blieb es still (deshalb auch im Volk, das ja üblicherweise nicht selbst an Bundespressekonferenzen teilnehmen kann). Dabei war dieser Auftritt („jung & naiv“ provoziert viele solche) doch mehr als leichte Beute für die Medien. Die mußten nicht einmal zum Jagen getragen werden, das Getier warf sich hier direkt vor ihnen in den Staub, die Kehle entblößt.

Welchen Anspruch auf Achtung, von Hochachtung gar nicht zu reden, können die Medien da überhaupt noch erheben?

Karim Dabbouz: Islamisierung ist, wenn man jede Woche über den Islam redet

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 13. 9. 2016

Man nehme fünf große Medien und beobachte über einen Zeitraum von einem Monat die Anzahl der Beiträge, die mit dem Islam zu tun haben. Dann stelle man sich die Frage: Was habe ich mit dem Schund eigentlich zu tun, ich bin doch Atheist! Genau. Das ist sie, die Entsäkularisierung der gesellschaftlichen Debatte im Namen der Toleranz gegenüber dem Islam. Man könnte auch sagen: Das ist sie, die Islamisierung, von der alle immer reden.

Genialer Einwand von Karim Dabbouz gegen die Behauptung unserer Beschwichtiger, die von PEGIDA et al beklagte „Islamisierung des Abendlandes“ sei ein bloßes Hirngespinst.

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Die neue Weltmensch-Charta der Vereinten Nationen

Posted in Gesellschaft, Politik by Verfasser on 13. 9. 2016

Daß die UN sich den wackeren Kampf der Deutschen Regierung, Parteien, Medien und Ideologen für die sogenannten „Flüchtlinge“ zueigen machen würde, deutete sich ja bereits an. Hier steht, daß es dazu nun wohl tatsächlich kommen wird. Die an ihrer eigenen Ritterlichkeit Berauschten werden wohl bald eine solche Charta verabschieden:

  1. Jeder Mensch hat das universelle Recht, mißlichen Umständen in seiner Heimat durch Ansiedlung in einem beliebigen anderen Land seiner Wahl zu entgehen.
  2. Jedes Land ist verpflichtet, einen solchen Menschen – und seine Angehörigen – aufzunehmen und für einen an den Standards dieses Landes gemessen gebührlichen Aufenthalt zu sorgen. Das umfaßt Unterkunft, Verpflegung, Sozialleistungen, Gesundheitsfürsorge, Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Geschehen, Bildungsangebote und freie Berufswahl.
  3. Jedes Land hat diesen Menschen, seine Sitten, Gebräuche und seine Religion unvoreingenommen und bedingungslos zu unterstützen und ihm die dafür von ihm beanspruchten Freiheiten einzuräumen sowie reklamierte Hilfsmittel zu stellen.
  4. Die aus 2. und 3. resultierenden Leistungen haben für den Nutznießer unentgeltlich und ohne Gegenforderungen zu sein, um jegliche Diskriminierung auszuschließen.

Ich kann mir vorstellen, wie verzaubert von der eigenen Gutherzigkeit, Großzügigkeit und menschlichen Wärme die Versammlungsteilnehmer sich danach zubett begeben und in den tiefen Schlaf der Gerechten fallen.

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Wahrscheinlich ist der BR auch noch stolz darauf

Posted in Medien, Politik, Wir können nichts dagegen tun by Verfasser on 13. 9. 2016

Es gibt da diesen Spruch:

Eine Stimme sprach zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“ Und ich lächelte und ich war froh – und es kam schlimmer.

So ging es mir vorhin. Ich war irgendwie – naiv! – der Ansicht, inzwischen seien die Medien angesichts der Vorwürfe „Lügenpresse“ ein klein bißchen selbstkritischer geworden (Stichwort: Giovanni di Lorenzo), bereit, von billigen Klischees abzurücken. Und dann stieß ich bei einer Recherche auf eine Webseite des Bayerischen Rundfunks. Da gibt es ein „Dossier“ namens „AfD, Pegida und Putins langer Arm – Das perfide Spiel mit der Wahrheit„.

Ich kann nur empfehlen, da nicht unmittelbar nach der Mahlzeit, sondern nur auf nüchternen Magen hineinzuklicken. Ansonsten könnte sich Erbrochenes über das iPad ergießen. Dieses „Dossier“ ist tatsächlich eine mustergültige Ansammlung all‘ der dumpfen, üblen Hetzpropaganda, von der sich manche Medien endlich behutsam zu distanzieren begonnen haben – der Titel sagt alles. Ein Museumsdirektor hätte das nicht besser zusammenstellen können. Aber während es dort nur die schlimmen Auswüchse einer früheren Epoche dokumentiert, meint der BR das wirklich ganz im Ernst. Oder schämt sich wenigstens nicht genug, der Artikelauswahl nachträglich Hygiene angedeihen zu lassen.

Ist es wirklich rechtens, daß ich gesetzlich verpflichtet bin, solchen volksverhetzenden Schund zu alimentieren?

Die sieht man jetzt öfter

Posted in Gesellschaft by Verfasser on 13. 9. 2016

Bekanntermaßen lebe ich im Großraum München. Und bekanntermaßen ist das noch nicht direkt ein Brennpunkt des „Der-Islam-gehört-zu-Deutschland“.

Allerdings fallen mir auf den Straßen und in den Geschäften sehr, sehr viel mehr Frauen unterschiedlicher Verhüllungsgrade auf als noch vor einem Jahr. Vollverhüllte mit Sehschlitz, andere mit immerhin Aussparung für Augen Nase Mund Kinn, vorwiegend aber Kopftuchträgerinnen jeglichen Alters (da sieht man’s ja), oft Mädchen noch, Teens und Twens. Die tragen dann seltsamerweise nur irgendwas Hüllendes bis Oberschenkel, darunter, jetzt im Sommer, eng anliegende Leggings, manchmal gemustert.

Ich frage mich: Sind das alles neu Hinzugewanderte? Waren die schon lange hier und verhüllen sich erst jetzt? Wenn ja, ist das freiwillig – so wie ich „Freiwilligkeit“ verstehe? Oder sehe ich Gespenster, fällt mir angesichts der aktuellen Debatten plötzlich auf, was längst Alltag war? (Zumindest da bin ich sicher: Nein.)

Ich glaube, die meisten leben tatsächlich bereits länger hier. Aber sie – beziehungsweise ihre Männer und Väter – haben ein neues islamisches Selbstbewußtsein entwickelt. Das ist Folge der, sagen wir es freundlich, „Willkommenskultur“ und des plötzlich erwachten ausgeprägten öffentlichen Verständnisses für den Islam, das umso engagierter ausfällt, je deutlicher der sich zeigt. (Diesen letzten Satz so zu schreiben, daß er absolut Kahane-tauglich ist, hat mich einiges an Überwindung gekostet.)

 

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Rotzfrech und großmäulig, der Laschet

Posted in Medien, Politik, Verschaukelt by Verfasser on 12. 9. 2016

Das ist an Frechheit ja nicht zu überbieten. Armin Laschet, einer der fünf Stellvertretenden Vorsitzen der CDU, posaunt – dem Focus zufolge – im ZDF Morgenmagazin: „Angela Merkel hat geliefert. Die Zahlen [gemeint sind Flüchtlingszahlen; d Verf] sind ‚runtergegangen“, auch weil die „europäischen Lösungen“ funktionierten.

Die erste und für Deutschland wirksamste dieser Lösungen war aber die Schließung der sogenannten Balkan-Route. Und das gerade wurde von Merkel seinerzeit ausdrücklich abgelehnt und verurteilt.

Laschet verkauft uns hier also als Erfolg der Kanzlerin, was andere geleistet haben und sie selbst sogar verhindern wollte!

Soviel Unverschämtheit verschlägt einem erst einmal die Sprache. Dieser Rotzbengel gehört solange an den Ohren gezogen, bis er kleinlaut wimmernd endlich die richtige Antwort gibt auf die Frage „Wer hat’s erfunden?

Besser die Finger von den „Flüchtlingen“ lassen

Posted in Gesellschaft, Medien by Verfasser on 11. 9. 2016

Es ist keine gute Idee, wenn sich Satire oder politisches Kabarett mit den „Flüchtlingen“ beschäftigt. So hat sich die Anstalt vom 6.9.2016 mit dem Aufritt von Nico Semsrott wahrlich keinen Gefallen getan.

Die pauschale Gleichsetzung von AfD mit Nationalsozialisten ist nicht nur unseriös, sondern eigentlich dumm (willst Du nicht alle meine „Flüchtlinge“, bist Du ein Nazi). Deshalb ist es auch dumm, nach der Landtagswahl in Meckenburg-Vorpommern das Bundesland als „braunen Fleck“ zu titulieren. Nicht nur dumm, sondern volksverhetzend – wo sind da Herr Maas und IM Kahane? – ist die Behauptung, die AfD wolle die Menschen an den Grenzen gar nicht ertrinken lassen – sondern erschießen.

Wenn die Anstalt als Politsatire künftig ernst genommen werden will, muß sie solche Ausrutscher verhindern. Nico Semsrott ist lustig – solange er sich nicht im Politischen versucht. Da fehlt es dem jungen Mann offensichtlich an geistiger Reife, was er mit romantischer Naivität auszugleichen sucht. Einmal mehr: Ertrinkende Migranten zu beklagen ist wohlfeil – aber möchte Herr Semsrott die Millionen (wieviel Prozent der Weltbevölkerung geht es wirtschaftlich schlechter als uns?) mit dem Airbus abholen, allen hier Unterkunft und lebenslange Sozialleistungen bereitstellen, da sie aufgrund fehlender Zugangsvoraussetzungen auf dem Arbeitsmarkt über Generationen hinweg keine Chance haben? Verdient Herr Semsrott soviel, daß er sich diese Alimentierung leisten mag? (Immerhin ist er fein ‚raus: In seinem „Beruf“ werden ihm die Migranten so bald keine Konkurrenz machen.)

Europa? Bullshit!

Posted in Gesellschaft, Medien, Politik by Verfasser on 11. 9. 2016

Hans-Peter Canibol liest auf Tichy’s Einlick für uns den aktuellen SPIEGEL quer. Er endet seinen Beitrag so:

Zum Schluß begeben wir uns mit Juan Moreno auf eine nostalgische Reise in eine Zeit, als wir selbst noch unbeschwert im Sommer mit dem Interrail-Ticket kreuz und quer durch Europa reisten. „Schöne Grüße aus Europa“ ist eine feine Reportage gegen die Europamüdigkeit, nicht zuletzt auch all derjenigen, die sich heute nicht mehr an Ihre damaligen Erlebnisse von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in stickigen Zugabteilen, auf zugigen Bahnhöfen, in den Vielbettzimmern von Jugendherbergen und auf den Treppenstufen und Mäuerchen der zentralen Plätze erinnern wollen.

Es gibt sie noch, diese Lust auf Europa.

Was für ein Quatsch.

Dieser letzte Satz ist, was uns traurige Gestalten wie Jean-Claude Juncker oder Martin Schulz einreden wollen. Ich weiß nicht, ob es für Canibol zutrifft – für mich schon: Ich war einer jener „Interrailer“. Und ich kann mich sehr wohl erinnern: Wir hatten an „Europa“ nie auch nur gedacht. Es ging uns um’s Reisen, um die eben mit der Bahn bequem (naja) und billig (naja) ereichbaren Länder mit fremdsprachigen Städten, mit Sonne und Meer, mit dem Geschmack von Aussteigen, von ein bißchen „großer weiter Welt“.

Um „Europa“ ging es keinem von uns. Wäre die Bahn für denselben Preis dorthin gefahren, hätte es auch Südamerika oder Australien sein können (wäre sogar besser gewesen).

„Interrail“ als Vorbote oder Ausdruck einer Begeisterung für „Europa“? Bullshit!

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